Sonntag, 30. Oktober 2011

Meine neue Taschenlampe

Vor ein paar Tagen bekam ich etwas verspätet mein Geburtstagsgeschenk von meiner Frau.


Eine Xeno E03 V3 XM-L Neutral White Taschenlampe. Diese handlich kleine Taschenlampe wird im Normalfall mit einem Eneloop AA-Akku betrieben. Sie erreicht wirklich erstaunliche Leistungsdaten.
Ultra Low : 20 Lumen Lichtleistung bei 20 Stunden Betriebsdauer
Low : 45 Lumen bei 4 Stunden Betriebsdauer
High : 120 Lumen bei 1 Stunde Betriebsdauer


Richtig scharf wird das ganze allerdings erst bei Verwendung eines 14500er LiIon Akku.
Ultra Low : 80 Lumen für 2,5 Stunden
Low : 280 Lumen für 45 Minuten
High : 430 Lumen für 20 Minuten !

Dadurch das die Lampe mit 21,5mm einen Durchmesser hat der identisch ist mit einigen Fenix Lampen kann man das Zubehör von Fenix nutzen.











So wird die Lampe noch vielfältiger nutzbar. Mit dem orangem Difusor-Stab (oben) kann man im dunkeln Fahrzeuge einweisen. Der kleine, klappbare Difusor (links) ermöglicht es z.B. mit der Lampe blendfrei zu lesen. Mit dem Lamp Shade wird die kleine Taschenlampe zur Zeltlaterne.

Durch das neutral-weiße Licht ist die Lampe sehr angenehm zu benutzen. Wasserdicht ist sie übrigens auch.

Wenn man das winzige Teil mal mit "der ultimativen Taschenlampe" früherer Zeiten (Maglite 3D-Cell) vergleicht wird der Fortschritt erst richtig deutlich, die MagLite ist eine Funzel dagegen.

Eine ausführliche Beschreibung der Lampe findet ihr übrigens hier.

Einfach nur mal schippern gehen ...

In einem der letzten Beiträge hatte ich ja geschrieben das sich der Regler meines Fischkutters verabschiedet hat. Nun, nach längerer Bastelei stellte sich raus das da wohl das Umpol-Relais dran Schuld ist. Letzte Nacht habe ich das ganze soweit repariert das ich eine kleine Probefahrt wagen konnte.

Also ging es heute zum Adenauer Weiher in Köln. Aus dem RC-Modellbau-Schiffe Forum wusste ich das sich dort ein paar Leute treffen wollten.

Die Probefahrt wurde ein Erfolg. Es funktioniert wieder alles. Das ist schon mal beruhigend. Es kam wie man sehen kann auch zu einem Treffen mit einem weiteren Klon der Graupner Elke. Da sieht man doch mal was allein eine unterschiedliche Lackierung des Modells für Unterschiede bringen kann. Das Schiff wirkt komplett anders. Es war nur sehr schade das der Wind zum segeln absolut nicht reichte. Na ja, ein anderes Mal wird das besser gehen.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Mein Wunschzettel an Industrie und Handel (im Bereich Schiffsmodellbau)

Heute habe ich gehört das sich Robbe von einem (kleinen) Teil seines Schiffsmodell-Programms trennen will. Gesundschrumpfen nennt man das wohl. In diesem Fall kann ich die Gründe durchaus nachvollziehen denn man will sich von Modellen trennen die in der Produktion extrem teuer sind.

Was mir aber sehr negativ auffällt ist ein Schrumpfungsprozess der garantiert NICHT zu Gesundheit führt. Es gibt mittlerweile nur noch ein mehr als grobmaschiges Netz an Fachhändlern. Selbst in Großstädten sucht man viel zu oft vergebens. Die wenigen noch vorhandenen Händler suchen ihr Heil in den Mini-Hubschraubern und einigen RTR-Modellen. Bauteile für Schiffsmodelle sucht man leider meist vergebens. Wenn man etwas braucht kann man das nicht in die Hand nehmen und auf Tauglichkeit prüfen. Klar, es kann alles bestellt werden. Aber das kann ich im Internet auch. Da hab ich dann sogar ein erweitertes Rückgaberecht. Also wozu brauche ich dann den Fachhändler noch ?

Ich kann natürlich jeden Fachhändler verstehen der sich eben nicht ein immer größer und undurchschaubarer werdendes Angebot als Lagerware hinlegen will. So etwas bindet Kapital in einer Größenordnung wie es sich heute kein Händler mehr leisten kann. Also müssten neue Lösungen her.

Meine Vorstellung sieht so aus :
Der Händler hat in seinem Laden ein paar große Wände mit vielen hundert Setzfächern. In diesen Fächern liegen die einzelnen Bauteile. Und zwar alle nur mit einem Teil pro Größe. Dafür aber alle Größen und Ausführungen. Diese Teile dienen nur als Ansichtsexemplare und werden nicht an Kunden rausgegeben. Der Kunde macht nun einen Bestellschein fertig. Dies könnte sogar automatisiert mit einem Barcode-Scanner passieren. Und der Händler bestellt sofort online beim Lieferanten/Hersteller. Innerhalb von 48 Stunden könnte so die Ware beim Händler abholbereit sein.
Vorteil für den Hersteller : ein kontrollierbares Geschäft über Fachhändler und langsam wieder steigender Umsatz.
Vorteil für den Händler : steigender Umsatz da man sich wieder besser gegen das Internet behaupten kann, sinkende Kosten durch weniger Lagerhaltung
Vorteil für den Kunden : Alle Bauteile als Ansichtsexemplare vor Ort vorhanden, schnelle Lieferung, auf Dauer gleichbleibende oder sinkende Preise.

Ein zusätzlicher Vorteil wäre das ein Händler bei dieser Methode auch in der Lage wäre sich exotische (Kleinserien-)Bauteile als Ansichtsexemplare hinzulegen. So könnte das Angebot in den Fachgeschäften steigen anstatt langsam zu versiegen.

Kommen wir zu den Herstellern :
Mein Wunsch wäre ein modular aufgebautes Anfängerschiff. Ein Rumpf (Gfk oder ABS), 3 oder 4 verschiedene Aufbau-Variationen (Frästeile aus Polystyrol), zwei verschiedene dazu passende Antriebsvarianten und darauf abgestimmte Komplett-Sets für die Technik. Das alles bei überschaubaren Kosten und nachträglich aufrüstbar.
Außerdem gibt es eine ganze Reihe Klassiker die bei eBay horrende Preise erzielen die man mit vertretbaren Kosten wieder auflegen könnte.
Durch moderne Möglichkeiten wie CNC-fräsen oder Lasertechnik könnte man bei vertretbaren Kosten Modelle auch in kleineren Stückzahlen auflegen was für mehr Abwechslung an den Teichen und auch für mehr Umsatz sorgen würde. So könnte z.B. eine kleine Arbeitsbarkasse aufgelegt werden. Auf dem selben Rumpf könnte man ein Festmacherboot herstellen. Ein kleiner Schlepper könnte z.B. als Dampfschlepper auf den Markt kommen. Einige Zeit später bringt man den Schlepper auf dem selben Rumpf in modernisierter Form als Dieselschlepper raus. In der nächsten Stufe könnte man den selber Schlepper noch einmal moderniseren mit einem neuen (Hub-)Steuerhaus und Schubschulter. Ein Rumpf - ein Antriebsset -> 3 grundverschiedene Modelle mit breitem Einsatzspektrum.

Man könnte viel erreichen wenn man die ausgetretenen Pfade verlassen und etwas Mut zeigen würde. Dann wäre es auch leichter Nachwuchs zu generieren. Das käme uns allen zu Gute.

Hoffen wir das Beste das uns die wenigen verbliebenen Händler erhalten bleiben und das wir alle zusammen neue Wege finden das Hobby weiter ausüben zu können.

VG, Holger

Kleine Feierabend-Bastelei

Gestern abend spät überkam es mich : ein schwerer Anfall von Bastelwut. Genauer gesagt, ich bekam die Transporthülle für die Micro Magic Riggs aus schrottiger Wellpappe in die Hand. Sorry Stephan, ich konnte das Teil einfach nicht ansehen.

Irgendwo in den Tiefen meiner Regale hatte ich noch Platten aus einem relativ weichen, Wellpappe-ähnlichen Material. Aber eben Kunststoff. Aus diesen Platten, breitem Klebeband und ein paar Klettbändern hab ich also letzte Nacht mal schnell Transportköcher für die Riggs der Micro Magic gebaut.

Das ganze sieht nun so aus :

 Das erste Bild zeigt einen Rigg-Köcher aufgeklappt mit dem Standard-Rigg. Das weiße Klebeband bildet den Rücken und gleichzeitig das Scharnier. Die schiefe Schnittkante wurde wohl durch die sehr weit fortgeschrittene Uhrzeit verursacht. Wie war das ? Schief ist englisch und englisch ist modern ...

Hier dann mal noch beide Rigg-Köcher nebeneinander.

10 Minuten Arbeit und schon sind die Riggs einzeln und sicher untergebracht. Gerade wenn ich das Boot im Wohnwagen mitnehmen will (und dafür ist es vorgesehen) muss alles sicher verstaut werden können. Schließlich will ich nicht im Urlaub als erstes Bruch reparieren müssen.

Dienstag, 11. Oktober 2011

Ein neues Boot verstärkt die Flotte

Schon wieder kann ich einen Zuwachs in der Flotte vermelden. Die "Tweety", eine ältere Graupner Micro Magic classic wurde von mir gebraucht erworben. Sie soll später im Wohnwagen mit uns auf Reisen gehen damit ich auch im Urlaub segeln kann.





































Das Modell stammt von Stefan Ungeheuer, der mit diesem Modell seine erste Micro Magic abgab. Zu dem Modell bekam ich ein normales Rigg in rot/gelb und ein Sturm-Rigg komplett in rot. Bis auf etwas Kosmetik und einige Details die überarbeitet werden müssen ist das Modell segelfertig. Am kommenden Wochenende werde ich einen Eneloop-Empfängerakku und einen 40 MHz Empfänger einbauen. Mal sehen ob ich es auch noch schaffe eine Probefahrt zu machen. Dann gibt es auch einen ausführlicheren Bericht mit mehreren Bildern. Auf jeden Fall werde ich am Wochenende einen Koffer für die Segelsätze bauen.

Update vom 16.10. :
Das Boot ist nach dem Einbau einiger neuer Schoten mittlerweile segelbereit. Ich denke das ich am Montag, den 17.10. eine kleine Probefahrt machen kann. Dann wird es auch ein paar neue Bilder geben. Schließlich sieht so ein Boot dann am besten aus wenn es auf dem Wasser unterwegs ist.

Update vom 17.10. :
Hier sind dann mal die versprochenen Bilder von der Probefahrt. Leider konnte ich nur die Handy-Kamera nutzen. Ich denke aber mal das man sie trotzdem ansehen kann.









Mittwoch, 21. September 2011

Baubericht Feuerlöschbarkasse "Hafendienst 3" [3]

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen ...

Die heutigen, kleinen Fortschritte betreffen wieder den Rumpf. Ein schmaler Streifen aus 2mm Polystyrol musste innen als Decksauflage eingeklebt werden. Stück für Stück, ausgerichtet, mit Klemmen festgesetzt und mit Sekundenkleber verklebt.
Wie auf dem Bild zu sehen ist habe ich auch schon die Bohrung für das Stevenrohr eingebracht. Sie wurde mit 2mm vorgebohrt, dann mit 4mm aufgebohrt und zum Schluss auf 6,5mm erweitert. Hierbei musste extrem vorsichtig gearbeitet werden da die Bohrung exakt ausgerichtet sein sollte.









So wird später die 4-Blatt Messingschraube am Heck des Schleppers sitzen und für Vortrieb sorgen.

Der Original Graupner Rumpf hat an der Innenseite eine Nut in die das sehr passgenaue Deck aus dem Frästeilesatz buchstäblich eingerastet werden kann. Ja ... der Originalrumpf. Den hab ich aber nicht. Da bei dem Gfk-Rumpf diese Nut nicht vorhanden ist muss ich das Deck natürlich rundum etwas schmaler schleifen.
Eingeklebt wird das Deck aber erst wenn die Technik komplett in den Rumpf eingebaut ist denn ohne das Deck ist viel mehr Platz für meine Wurstfinger ...

Nachdem nun das Stevenrohr eingesetzt war konnte ich auch Ruderkoker und Ruderblatt in Angriff nehmen.








Das Deck ist übrigens nur lose eingelegt. Die Ruderwelle muss noch gekürzt und mit einem neuen Gewinde versehen werden. Durch die recht große Ruderfläche sollte das Modell sehr wendig werden. Ich überlege noch die Ruderwelle oberhalb vom Servoarm noch einmal zu lagern um die Kräfte besser abzufangen. Schließlich soll die Barkasse auch für härtere Bergeeinsätze genutzt werden können.

In jedem Fall wird auch die Welle noch einmal gelagert. Hierzu wird eine Trennwand quer in den Rumpf eingebaut. Diese Trennwand wird wasserdicht ausgeführt und soll die Barkasse zusammen mit anderen Maßnahmen unsinkbar machen. Außerdem wird an dieser Trennwand das Ruderservo seine Halterung bekommen. Auch sollen über die Trennwand die Kräfte des Schlepphakens in den Rumpf eingeleitet werden.

Sonntag, 24. Juli 2011

Havarie [1]

Da hab ich heute eine kleine Probefahrt gemacht. Gleichzeitig sollten ein paar Bilder entstehen. Nun, das hat auch soweit geklappt. Aber dann kam der Klabautermann an Bord. Der Antrieb der HF.403. "Sophie" tut keinen Mux mehr.

Es gibt nur zwei Möglichkeiten. Entweder ist der Motor oder der Fahrtregler abgeraucht.

Gott sei Dank geschah das so dicht am Ufer das ich mit einigen Verrenkungen den Kutter mit der Antenne meines Senders an das Ufer ziehen konnte. Was hätte ich eigentlich gemacht wenn ich mit der 2,4 GHz Anlage unterwegs gewesen wäre ? Die 12cm Antenne wäre mir dann kaum eine Hilfe gewesen.
Für solche Fälle muss auch noch eine Lösung her ...


Nun stellt sich die Frage ob ich die etwas angestaubte Technik des Modells jetzt schon überarbeite. Eigentlich wollte ich die Saison noch mit der alten Technik beenden um dann im Winter die Technik in Ruhe überarbeiten zu können. Natürlich könnte ich einfach einen neuen Fahrtregler einbauen und damit weiter fahren. Aber leider sind im Modell teilweise starre Drähte verbaut worden. Das birgt immer ein gewisses Risiko für Brüche und damit natürlich auch für Pannen deren Ursache kaum zu finden ist. Ich bevorzuge flexible Litzen in unterschiedlichen Farben je nach Verwendung. Außerdem möchte ich das Licht, das Radar und den Sound über die Fernsteuerung schalten können. Dazu soll noch ein modernes Soundmodul eingebaut werden da dann mehr Möglichkeiten zur Verfügung stehen werden.

Ich glaube das ich jetzt erstmal die einschlägigen Kataloge/Internetseiten nach Material durchsuchen werde.


Update : Es ist definitiv der Fahrtregler abgeraucht. Für den Rest der Saison bekommt der Kutter provisorisch einen neuen Fahrtregler eingebaut da ich unbedingt mit Schiff zum Schaufahren ins Schwimmbad Eschbachtal möchte. Danach erst wird der Kutter technisch neu ausgerüstet.

Mittwoch, 20. Juli 2011

Baubericht Feuerlöschbarkasse "Hafendienst 3" [2]

Heute gibt mal nur ein ganz kleines Update zur Feuerlöschbarkasse.

Der Gfk-Rumpf muss zur Ermittlung der Zuladung verwogen werden. Fertig beschnitten mit ausgebohrten Speigatten und Klüsen wiegt der Rumpf leer nur 79 Gramm.

Um zu wissen welche Technik möglich ist muss man ziemlich genau wissen was der Rumpf zuladen kann wenn er bis zur Wasserlinie eintaucht. Das hier kam dabei raus :
Bei 882 Gramm Ballast blieb die Waage stehen. Rund 950 bis 1000 Gramm Betriebsgewicht sollten eigentlich richtig sein. Mitten drin im Ballast liegt übrigens auch schon der für das Boot vorgesehene Bühler Langsamläufer Motor. Der ist zwar "etwas" oversized für das Modell, wird aber gerade bei Schleppaufgaben große Vorteile haben. Übrigens wiegt der Motor alleine 139 Gramm. Die Edelstahl-Welle, das Messing-Stevenrohr, Kardan-Kupplung und die 4-Blatt Messingschraube (Durchmesser 32 mm wiegen zusammen 46 Gramm.

Nach dem Bau des Bootes und dem Einbau der Technik werde ich versuchen das Gewicht von 1000 Gramm durch möglichst große Akkus zu erreichen. Ich bin mal gespannt wie lang das Boot "auf See" aushalten wird. Aber eines ist jetzt schon klar : das wird SEHR lang sein ! Nach meiner bisherigen Planung wird es wohl auf zwei Stück 3S Lipo mit mindestens je 1500 mAh rechts und links von der Antriebswelle rauslaufen. Das Modell wird also wohl 11,1 Volt und 3000 mAh (oder mehr ?) Akkukapazität bekommen. Und das ist auch gut so, desto mehr Spaß kann man mit dem Modell haben.


Weiter geht es jetzt erstmal mit dem Ständer für das Modell. 2 passgenaue Platten werden aus einer Leimholzplatte ausgesägt. Nach dem verschleifen werden die Platten durch 10mm Rundstäbe miteinander verbunden.


Gewichte bis jetzt : 277 Gramm
Rumpf : 79 Gramm
Motor : 139 Gramm
Stevenrohr, Welle und Stellring : 19 Gramm
30mm 4 Blatt Messingschraube : 5 Gramm
Raboesch Kardankupplung : 18 Gramm
7 Kanal Graupner R700 Empfänger mit Quarz : 17 Gramm 

Donnerstag, 14. Juli 2011

Baubericht Feuerlöschbarkasse "Hafendienst 3" [1]

Seit heute sind die 3 Gfk Rümpfe von denen schon im letzten Posting die Rede war bei mir in der Küchentisch-Werft. Sie haben eine erstklassige Qualität, sind sehr stabil und schön leicht. Viel schönere Rümpfe als die wabbeligen ABS Teile von Graupner. Irgendwie bin ich gar nicht mehr böse das Graupner nicht mehr liefern konnte. Aus diesen Rümpfen werden 3 verschieden Schiffe entstehen.

1.) Hafendienstbarkasse "Hafendienst 3"
2.) Diesel-Schlepp- und Schubschiff "Köln"
3.) Dampfschlepper "Colonius"

In diesem ersten Baubericht wird es um die Feuerlösch- und Hafendienstbarkasse "Hafendienst 3" gehen.


Hier schon mal erste Daten des Schiffes :
Länge : 358 mm
Breite : 114 mm
Maßstab 1:35

Die Barkasse wurde um 1935 gebaut. Sie dient dem Hafenamt als Bereisungs-, Aufsichts-, Arbeits-, Schlepp- und Feuerlöschboot. Hierzu ist die Barkasse mit einer umfangreichen Ausrüstung versehen worden. Ein stabiler Schlepphaken ist ebenso vorhanden wie ein Löschmonitor. Der Schlepphaken kann über Funk ausgelöst werden, der Löschmonitor kann über 2 Servos verstellt werden. Zusätzlich wird eine komplette Beleuchtung eingebaut.

Vorgesehene Funktionen :
Kanal 1 : Fahrtregler, stufenlos vor/stop/zurück
Kanal 2 : Ruderservo
Kanal 3 : Auslösen Schlepphaken - Licht an/aus
Kanal 4 : Löschmonitor Pumpe an/aus - Suchscheinwerfer an/aus
Kanal 5 : Löschmonitor drehen rechts/neutral/links
Kanal 6 : Löschmonitor heben/neutral/senken
Kanal 7 : nicht belegt 
Die Kanäle 3 bis 6 werden später umgelegt auf ein NauticMC TR16 Modul. 

Ein Bühler Langsamläufer-Elektromotor sorgt für ansprechende Fahrleistungen und zwei leistungsstarke 7,4V LiPo Akkus sorgen für eine extrem große Reichweite.

Heute möchte ich euch mal 2 Bilder von einem der frisch angelieferten (noch nicht beschnittenen) Rümpfe zeigen :









Da der Rumpf an der Kante entlang noch nicht beschnitten ist muss das erst noch gemacht werden. Ich habe mit einer alten Nagelschere an der Kante entlang geschnitten. Dabei habe ich von der späteren Schanzkleidkante noch etwas Abstand gehalten. Den letzten Millimeter werde ich vorsichtig mit Schleifpapier runterschleifen. So kann ich Beschädigungen durch die Schere am Schanzkleid vermeiden. Auch die Wasserabläufe und die Klüsen im Schanzkleid müssen gebohrt und dann mühsam aufgefeilt werden.

Als nächstes muss nun ein Ständer für das Modell erstellt werden da es für die folgenden Arbeiten wichtig ist das der Rumpf sicher gelagert ist. Hierzu wird die Zeichnung der Ständer-Auflagen auf Sperrholz übertragen und ausgeschnitten. Dann werden die beiden Ständerbauteile mit durchgehenden 10 mm Bohrungen versehen. 4 x 10 mm Rundhölzer passender Länge werden die beiden Ständerbauteile dann verbinden.

Dieses Bild zeigt das bisher vorhandene Baumaterial. Der (schon zum Teil beschnittene) Gfk-Rumpf und die Platten mit den CNC-gefrästen Bauteilen (Bezugsquelle) für Deck und Aufbauten aus Polystyrol. Das Kunststoff-Material hat den Vorteil das es optimal für eine kleine "Küchentisch-Werft" geeignet ist. Die Bearbeitung verursacht nicht viel Dreck und das Material ist optimal zu verkleben. Durch die glatte Oberfläche des Polystyrols ist auch nur wenig Bearbeitung vor dem lackieren nötig.

In der nächsten Zeit wird noch etwas Materialbeschaffung notwendig. Eine passende Welle, eine Messingschiffsschraube und ein Bühler Elektromotor müssen als erstes her. Außerdem das Material für den Eigenbau der Ruderanlage. Etwas mehr Zeit hat die Beschaffung der Fernsteuerteile und der Antriebsakkus.

So, jetzt verschleife ich weiter die Schanzkleidkante und arbeite die Speigatten und Klüsen aus :
Mit 2 Klammern wird hinter der zu bearbeitenden Stelle ein Abfallholz befestigt. Dann werden mit einem 3 mm Bohrer mehrere Bohrungen dicht nebeneinander eingebracht. Die Stege zwischen den Bohrungen werden mit dem Bohrer vorsichtig "ausgefräst". Danach wird das ganze dann mit Schlüsselfeilen vorsichtig auf Maß gefeilt. Im Bild links seht ihr die roh gebohrte Öffnung, rechts eine der fertig gefeilten Öffnungen. Von den Speigatten sind insgesamt 4 Stück anzufertigen. Danach noch 6 nahezu runde Klüsen.
Die Speigatten haben eine wichtige Aufgabe. Durch sie soll evtl. übergenommenes Wasser vom Deck abfließen können. Dadurch das die Barkasse relativ wenig Freibord hat wird das wohl öfter vorkommen. In Verbindung mit einem relativ hohen Süllrand sollte trotzdem kein Wasser in den Rumpf gelangen können. Wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind wird die Schanzkleidkante fertig auf Maß geschliffen und mit einem ABS Halbrundstab verstärkt.

Nach dem beschneiden und dem ausbohren der Speigatten und Klüsen wiegt der Rumpf derzeit übrigens 79 Gramm. Er ist also obwohl er stabiler ist sogar minimal leichter als der ABS-Rumpf.



Fortsetzung folgt demnächst in diesem Blog ...

Dienstag, 28. Juni 2011

Na also ! Geht doch !

Nur wenige Tage noch meinem letzten Posting hat sich in einem Internetforum die Lösung für mein Problem gefunden. Ein User machte mich auf einen netten Menschen aufmerksam der nicht nur eine Urform für die mir fehlenden Rümpfe besitzt sondern auch noch bereit dazu ist die Rümpfe für mich zu laminieren. Anstelle der laberigen ABS-Rümpfe werden die Schiffe also noble Gfk-Rümpfe erhalten. Und das beste ist : es wird NICHT teurer als wenn ich die Graupner ABS-Rümpfe noch bekommen hätte.

Wenn jemand von euch Rümpfe für die Graupner Pollux oder die Graupner Anja benötigt : meldet euch bei mir, ich darf die Kontaktdaten nämlich weiter geben !

Donnerstag, 16. Juni 2011

Och nöööööö ....

Da bestelle ich vor 10 Tagen bei einem Modellbauladen in NRW 3 Stück Fertigrümpf der Graupner Anja/Pollux. Da ich nichts mehr von denen gehört habe rief ich also gestern im Laden an. Da hat doch dieser Idiot der die Bestellung am Telefon aufgenommen hatte die Rümpfe gar nicht erst bei Graupner bestellt. So weit ... so mies ! Haben die es gar nicht nötig Geld zu verdienen ???

Aber jetzt kommt das was mich so richtig aufregt :
Der Schlepper Pollux wurde ja unverständlicherweise schon vor längerer Zeit aus dem Graupner-Programm genommen. Nun hat es auch den Fischkutter Anja erwischt. Alle regen sich auf das der Nachwuchs immer weniger wird, aber die preiswerten Anfängermodelle bei den großen Herstellern werden immer weniger. Sogar die Rümpfe sind schon nicht mehr lieferbar.

Daher folgende Fragen :
Wer kann mir Rümpfe von Pollux oder Anja verkaufen ? Ich brauche bis zu 3 Stück.

Gibt es irgendwo Gfk-Rümpfe für die genannten Schiffe ?

Update : ich habe mittlerweile eine Quelle für solche Rümpfe. Vielen Dank für die Hilfe ! 

Sonntag, 12. Juni 2011

1.) Testfahrt als Kameraschiff.

Heute habe ich am Scheuermühlenteich in Porz Wahn einige kleine Testrunden mit dem Fischkutter gedreht. Das ganze diente dazu eine kleine Kamera für On-Bord Videos zu testen. Diese Kamera (in Form eines Feuerzeugs) kann mit einer Polystyrol-Plattform auf dem Steuerhausdach des Fischkutters HF.403. "Sophie" montiert werden und liefert durchaus brauchbare Ergebnisse.


In den nächsten Wochen werde ich noch viel testen und auch das bearbeiten des Materials üben müssen.

Schaut einfach mal einen kleinen Schnipsel von dem was heute dabei rausgekommen ist :


Update :
Mittlerweile habe ich einen besseren Platz für die kleine Kamera gefunden. Sie ist jetzt auf einem Podest neben der rechten Steuerhaus-Tür aufstellbar. So sieht das Video später noch besser aus. Außerdem sieht man die Kamera nicht mehr so deutlich. Und da das Podest kleiner ist passt es mit in die Werkzeugbox was den Transport erleichtert. In den nächsten Tagen werde ich noch ein stark verbessertes Testvideo online stellen.

Samstag, 11. Juni 2011

ISM Schaufahren Köln

Am 5.6.2011 besuchte ich das Schaufahren der ISM am Adenauer Weiher in Köln. Ein kleines, entspanntes Schaufahren an einem recht schönen Gewässer. Ich freue mich schon auf demnächstige Veranstaltungen der ISM.

Ein sehr detailiertes Modell des Feuerschiffs Elbe 1. Wunderschön dieser Oldtimer !









Dieser kleine Krabbenkutter überzeugte durch tolle Sonderfunktionen, einen guten Sound und eine sehr saubere Bauausführung.














Ein sehr schönes Funktionsmodell, die Rau IX. Dieser Graupner Bausatz hat mich damals als Jugendlicher schon fasziniert. Hoffentlich lässt sich das mal machen das so ein Schiff zu meiner Flotte gehört.



Sonntag, 15. Mai 2011

Zuwachs in meiner Reederei [1] : HF.406. "Sophie"

Seit dem 15.Mai 2011 besitzt meine Reederei ein neues Schiff. Ein Finkenwerder Fischkutter (Zweimast-Ewer) verstärkt meine Flotte. Das Schiff wurde 1905 für die Fischereiflotte in Finkenwerder gebaut.
Das Modell wurde 2004 auf der Modellwerft von Christian Kamp, Recke auf Basis eines Graupner Bausatzes gebaut. Dabei wurde eigentlich nur der Rumpf genutzt. Alles andere wurde neu erstellt.



Gleich bei einer der ersten Fangfahrten auf dem Decksteiner Weiher kam es zu einer kleinen Havarie die durch einen gezielten Leinenwurf durch einen netten Angler zu einem guten Ende gebracht werden konnte.

Kapitän Johann Johannsen lief nach kurzem Reparaturstop gleich wieder aus.


Länge : 666 mm
Breite : 178 mm
Tiefgang : 76 mm
Maßstab 1:35

Der Kutter wird durch einen 6V Elektromotor angetrieben. Die Stromversorgung wird durch einen 6V 3,5Ah Bleiakku sichergestellt. Über eine BEC-Schaltung wird auch der Empfänger durch den Fahrakku mitversorgt. Die Fahrzeit beträgt rund 3 bis 4 Stunden. Von Hand schaltbar sind auch eine Beleuchtung sowie ein Motorsound vorhanden.