Montag, 3. Juni 2019

Na also, geht doch !

Bei der Taucher Otto Wulf 8 habe ich mich für einen Brushless-Antrieb entschieden. Eine ungewöhnliche Wahl für einen kleinen Verdränger, ich weiß ...
Nur ist es so das ich bei diesem Schiff extrem Gewicht einsparen muss. Durch den Brushless-Antrieb spare ich 110 Gramm gegenüber dem Bühler Motor ein, bei 1500 Gramm Gesamtgewicht des Modells schon ein großer Vorteil. Die Entscheidung fiel also zugunsten folgender Kombination :

Motor :
Bauer G-Power 2830, 750 kV, max. 185 Watt


Fahrtregler :
Derkum D-Power Wave 25A
Allerdings gab es ein paar Tage wo ich an dieser Lösung stark gezweifelt habe. Die ersten Probeläufe auf der Werkbank verliefen nämlich SEHR enttäuschend. Das Anlauf-Verhalten des Motors war katastrophal, von 100 Versuchen lief der Motor im Automatik-Betrieb gute 15 mal gar nicht an. Das ist nicht akzeptabel. Dazu kommt ein Laufgeräusch das stark an einen Amok-laufenden Zahnart-Bohrer erinnert und die Lautstärke einer Kreissäge erreicht. Also bin ich wieder zum Händler und hab mir die Programmierkarte gegönnt. Das hätte ich mir sparen können. Egal bei welcher Einstellung, der Motor lief NICHT sauber. Dazu kommt das allein in meiner Facebook-Gruppe mindestens 5 Regler vorhanden sind die beim Kauf gar keine Firmware aufgespielt hatten ! So wie er verkauft wird kann ich den Regler absolut NICHT empfehlen.

Und es gibt noch weitere Ungereimtheiten. Ein Bekannter von mir hat bei Derkum die Auskunft bekommen das dieser Regler und diese Programmierkarte gar nicht zusammen arbeiten und das die gemeinsame Verwendung erantwortlich sein soll für die Probleme ... mir hat man beim Derkum im Ladenlokal genau diese Kombination aber als zusammengehörig verkauft und im Webshop steht das auch so als Kombination drin !

Aber ...
Wo viel Schatten ist muss auch irgendwo viel Licht sein. In meiner Facebook-Gruppe "RC Schiffsmodellbau" gibt es nämlich ein Mitglied das nicht nur verstorbene Regler reparieren kann, er spielt auch eine hervorragende eigene Firmware auf Brushless-Regler auf. Und damit ist der Regler wirklich klasse ! Er ist nun wirklich erstklassig ! Dank 18kHz Arbeitsfrequenz ist er leise, das Anlaufverhalten ist super und der kleine Bauer-Motor läuft tatsächlich unter Last eine minimale Drehzahl ohne zu mucken !


 

So hab ich mir das vorgestellt, ich freue mich schon auf erste Probefahrten !

Stellt sich allerdings die Frage warum ein Fahrtregler von einem Hersteller mit einer Firmware ausgeliefert wird die absolut untauglich ist. Klar, der Regler ist nicht gerade hochpreisig. Wunder hatte ich nicht erwartet. Aber er sollte wenigstens seinen Job machen.
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P.S. Wenn jetzt jemand sagt "der Motor kann bis 30A ziehen, der Regler ist zu klein" hat er theoretisch Recht. Aber ... der Motor wird in einem 46cm langen Schlepper mit 40er Schraube auch im Schleppbetrieb die möglichen 185 Watt NIEMALS erreichen. Ich schätze das sich der Strom bei Freifahrt und vorbildgerechter Geschwindigkeit bei unter 1,5A einpendeln wird.

Donnerstag, 30. Mai 2019

Auf ein Neues ...

Ich hatte ja hier im Blog bereits über den Bau des Schleppers Taucher Otto Wulf 8 berichtet.

Nun ist es leider so das ich die als Plan-Bau derzeit beim besten Willen kaum fertig stellen kann. Dazu kommt das Hobby-Lobby den Schlepper seit Mitte April 2019 als Bausatz in genau "meinem Maßstab" 1:50 anbietet. Ja, es wäre schön gewesen wenn der Schlepper etwas seltener geblieben wäre. Aber ... das Schiff gefällt mir einfach vom Typ her, es ist für mich nicht wesentlich der einzige mit diesem Schiff zu sein. Und so habe ich mich entschieden doch noch auf den Peba-Bausatz umzusteigen.

Das Modell auf dem Hobby-Lobby Messestand.
Der Bausatz wird gefertigt von Kymodel aus China und ist ein Bausatz einer neuen Generation. Zum einen ist er überkomplett ausgestattet, zum anderen hat er einen Vorfertigungs- und Detailierungs-Grad der bisher im RC-Schiffsmodellbau-Bereich unüblich war. Ich glaube das wird gemischte Reaktionen hervorrufen. Die einen werden sagen "das ist kein Modellbau mehr", andere werden es optimal finden weil solche Bausätze perfekt am Küchentisch gebaut werden können. Na ja, man kann es eh nicht jedem Recht machen. Ich glaube aber das man mit solchen Bausätzen durchaus neue Käuferschichten erschließen kann. Und ich freue mich auf weitere Modellbausätze dieser Art !

Das Auge "bastelt auch mit". Der Bausatz kommt ordentlich verpackt,
 in einem optisch ansprechenden Karton.





Samstag, 18. Mai 2019

Die FPV-Anlage, weitere Tests

Ich hatte es ja schon erwähnt, meine Neubauten sollen alle eine FPV (First Person View) Anlage bekommen. Damit kann man an Land sehen was der Skipper des Schiffes sehen würde. Da ich mir bis heute unschlüssig bin was das zu verwendende Material angeht müssen weitere Tests her. Am einfachsten geht das mit meiner Sleppco da ich die Kameras an einem Bügel anstelle des Verdecks montieren kann. Der Sender und die Kameras können so leicht und schnell ausgetauscht werden.


Um nicht ständig Umbauten an der Sleppco vornehmen zu müssen habe ich in der Pflicht eine 6pol. MPX Buchse montiert. Wird die Buchse nicht benötigt kann ich sie mit einer kleinen Holzkiste abdecken. 



 Unter dem Boden der Pflicht sind der Kamera-Umschalter und zwei sehr kleine Recorder montiert. Die Recorder zeichnen der Kamera-Bild an Bord auf, so vermeide ich das aufzeichnen von Funkstörungen. Außerdem werden die Kameras auch dann aufgezeichnet wenn gerade die andere Kamera auf den Sender geschaltet ist.


Und so sieht das ganze dann mit Kabeln aus. Alles ist mit einem Stecker trennbar und mit einem Handgriff abnehmbar.

Aufpassen muss man beim Einbau des Senders, die ganzen FPV Sender werden SEHR heiß. Man sollte sie daher nicht in der Nähe von hitzeempfindlichen Bauteilen platzieren !


Für den Skipper steht ein Handy mit Empfänger bereit. Über einen weiteren Empfänger und einen normalen Fernseher können später auch Gäste einer Veranstaltung die Live-Bilder sehen !



Die gesamte Anlage (2 Kameras, Umschalter, 2 Recorder und FPV-Sender) läuft auf 5V und hat eine Stromaufnahme von maximal 860mA. Bei kleinen Modellen mit nur einer Kamera wären 530mA Strom bereitzustellen. Zeichnet man an Land auf und verzichtet auf den Recorder lässt sich das auf 280mA reduzieren und wäre damit auch für kleinste Modelle brauchbar.



Das schöne an den jetzigen Komponenten ist die geringe Größe. Die Kameras arbeiten mit 600 TVL Auflösung. Das hält auch die Film-Dateien angenehm klein. Der 25/50mW Sender hat eine Größe von 12 x 12mm. Und der kleine Recorder gerade mal 20x20mm. Sowas passt auch in Klein-Modelle problemlos rein. Die Antenne sollte ein verbessertes Abstrahlverhalten in alle Richtungen bringen. Der Empfänger für das Handy ist ein Scanner-Empfänger, man braucht ihn also nicht einstellen. Er wird demnächst durch einen Monitor mit eingebautem Empfänger ersetzt. Und der Empfänger für den Fernseher ist dieser hier.

Einen weiteren, kleinen Monitor (mit eigenem Akku und eingebautem Empfänger) habe ich vor kurzem bekommen. Ein erster Test sah schon sehr positiv aus. Klar, der Monitor könnte heller sein. Aber das ginge dann zulasten der Akku-Laufzeit. Und für den sehr geringen Preis von 23,- hätte ich auch keine Wunder erwartet. Dafür ist die Leistung des Monitors aber durchaus gut !



Da dieser Monitor sehr leicht ist denke ich darüber nach dafür eine Halterung für die Montage am RC-Sender zu bauen und so unabhängig vom Handy zu werden. Die Auflösung ist mit 480 x 272 Pixel dann zwar schlechter, für das FPV fahren wird es aber wohl reichen. Sollte der Test erfolgreich sein werde ich noch weitere dieser sehr preisgünstigen Monitore bestellen.

Noch ein Wort zu den aufgezeichneten Videos :
Der kleine Recorder zeichnet im Format 640x480 Pixel und mit einer Frame-Rate von 24 Bildern/sec. als AVI-Datei auf. Es werden immer 5 Minuten aufgezeichnet, dann gespeichert und das nächste Video aufgezeichnet. 10 Sekunden Film brauchen dabei etwas über 6000 KB Speicherplatz, unterstützt werden Micro SD-Karten bis 32 GB. Theoretisch reicht das für ca. 930 Minuten Videoaufzeichnung, also für rund 15,5 Stunden.
Klar, HD-Format und eine hohe Frame-Rate wären schon schön. Aber das würde auch bedeuten das man während einer Veranstaltung die Speicherkarte wechseln müsste. Außerdem muss natürlich bei der anschließenden Video-Bearbeitung mit einem viel leistungsfähigeren Rechner gearbeitet werden. Von der Speicherfläche die man später zum lagern der Videos braucht wollen wir mal nicht reden.


Der FPV-Sender (Stromaufnahme max. 200mA)
Der Micro-SD-Recorder (Stromaufnahme max. 250mA)
Die Kameras (Stromaufnahme 80mA)

Die Links gehen auf meine Einkaufs-Quelle Banggood, ein China-Händler. Bestellt man die Teile einzeln (!) wird kein Besuch beim Zoll fällig. Man bekommt die Teile aber auch aus anderen Quellen.

Dienstag, 2. April 2019

In Köln darf wieder mit Schiffsmodellen gefahren werden !


Zum Schiffsmodell-Verbot in Köln :

Es gibt einen ersten Teil-Erfolg. Das Ordnungsamt wird auf 5 Gewässern das fahren mit Schiffsmodellen NICHT mehr verfolgen. Das soll nur eine kurzfristige Lösung sein bis im Herbst/Winter der neue Landschaftsplan die Ausnahme-Regelungen als Vorschrift festschreibt. Dann wird es wahrscheinlich auch zu weiteren Gewässer-Freigaben kommen. Daran wird noch gearbeitet, Vorschläge dazu wurden von uns gemacht.

Fahren könnt ihr jetzt hier :

ADENAUER WEIHER
Gesamte Wasserfläche.

AACHENER WEIHER
Gesamte Wasserfläche.

KALSCHEURER WEIHER
Nur die für den Kahnverleih abgesperrte Fläche, nicht auf dem Rest des Weihers !


Volksgarten Weiher
Gesamte Wasserfläche.

FÜHLINGER SEE
Hier hat sich nichts geändert. Der See durfte aufgrund der See-Ordnung ja schon immer mit Segelbooten befahren werden. Bei dieser Einschränkung bleibt es vorerst.

Es gilt eine offiziell Höchstgeschwindigkeit von 6 km/h. Das ergibt sich leider aus dem NRW Wasserwirtschafts-Gesetz (Gemeingebrauch) da kommen wir nicht drum herum !

Dampfmaschinen können von dieser "Duldung" leider noch nicht erfasst werden, werden aber in dem späteren Landschaftsplan ausdrücklich mit erlaubt werden.

Verbrenner sind (und bleiben) verboten.


Diese Regelung ist allerdings noch so neu das es noch ein paar Tage brauchen wird bis alle Mitarbeiter des Ordnungsamtes davon wissen.
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Auf allen anderen Gewässern (auch dem Decksteiner Weiher !) gilt das Verbot derzeit weiter. Speziell am Thema Decksteiner Weiher bleiben wir aber auf jeden Fall dran !

Bitte haltet euch an die Auflagen, ihr gefährdet sonst das Gesamtprojekt (Aufnahme in den Landschaftsplan der Stadt).


Viele Grüße, Andreas Konietzny und Holger Meyer

Montag, 28. Januar 2019

Der Stand der Dinge zum Modellboot-Verbot in Köln

Seit mehreren Jahren steht in der Stadtsatzung der Stadt Köln (KSO) ein Verbot für das fahren mit Schiffsmodellen im ganzen Stadtgebiet von Köln. Einzige Ausnahme sind "ungefährliche Kinderspielzeuge". Originalton eines Ordnungsamts-Mitarbeiters : "schnitzen sie aus einem Ast einen Einbaum, binden sie ein Seil dran und ziehen sie den Einbaum durchs Wasser. DAS ist ungefährliches Kinderspielzeug !"

Und weiter steht dann da noch "Ausnahmen regelt der Landschaftsplan." Nur ist der noch Jahre älter als die KSO und enthält bisher gar nichts zum Thema Modellschiffe.

Nun, mehrere Jahre kümmerte das keinen. Die typisch kölsche Lösung : wir haben ein Verbot aber es kümmert keinen. Im Jahr 2016 begann dann plötzlich das Ordnungsamt an verschiedenen Gewässern abzukassieren. 35,- kostete es. Selbst Segelboote durften nicht gefahren werden (einzige Ausnahme : Fühlinger See ! Hier darf aber offiziell NUR gesegelt werden).

Nach guten 12 Monaten geduldiger Arbeit hatten wir es geschafft im November 2018 eine Möglichkeit unser Anliegen vor dem Ausschuss für Anregungen und Beschwerden der Stadt Köln vorzutragen. Die einhellige Meinung aller Fraktionen zu dem Thema war das das Verbot eigentlich völlig unsinnig sei und das als schnelle Abhilfe zeitnah eine Ausnahmeregelung von der KSO geschaffen werden solle.


Diese Ausnahme soll den Betrieb von Schiffsmodellen mit bis zu 10 km/h Geschwindigkeit auf allen naturfernen Gewässern der Stadt Köln zulassen. Mehr war leider nicht raus zu holen. Die Einschränkung "naturferne Gewässer" macht mir dabei gar keine Sorgen. Die offizielle Definition für solche Gewässer lautet "Gewässer die ohne menschliche Eingriffe nicht üerlebensfähig sind". Nun, das trifft eigentlich auf alle Gewässer in Köln zu.
Nun muss man leider sagen das Stand heute (Ende Januar 2019) diese Ausnahmeregelung immer noch nicht umgesetzt wurde.

Ich bin ehrlich gesagt schwer enttäuscht vom ganzen Ablauf der Geschichte. Das die Kölner Vereine und Interessengemeinschaften nicht bereit waren uns zu unterstützen, daran haben wir uns nach der langen Zeit ehrlich gesagt gewöhnt. Ein übler Nachgeschmack bleibt aber. Denn etwas Solidarität unter Hobby-Kollegen sollte eigentlich selbstverständlich sein. Da ich niemanden an den Pranger stellen möchte verzichte ich auf Zitate aus den teilweise abstrusen Begründungen warum man sich nicht an der Aktion beteiligen wollte. Positiv war dann allerdings das sich wenigstens ein Teil der Mitglieder an meiner Unterschriftensammlung beteiligt hat.

Viel schlimmer finde ich aber das Verhalten einzelner Modellbauer im weiteren Verlauf. Genau die Modellbauer die der öffentlichen (!) Anhörung vor dem Ausschuss der Stadt ferngeblieben sind (es waren nur 2 Modellbauer vor Ort obwohl ich den Termin in Foren und bei Facebook bekannt gemacht hatte) sind es heute die die erreichten Fortschritte gefährden indem sie beweisen das sie nicht gewillt sind sich an die Vorschriften zu halten.

Obwohl es dafür keine rechtliche Grundlage gibt wird von mehreren Kölner Schiffsmodellbauern verbreitet man dürfe bereits wieder mit Modellen auf Kölner Gewässern fahren. Man habe eine solche Auskunft von Mitarbeitern des Ordnungsamtes erhalten. Das stimmt leider NICHT, eine solche Anweisung gibt es für die Mitarbeiter des Ordnungsamtes bis zum heutigen Tag nicht. Das hat mir ein leitender Mitarbeiter des Ordnungsamtes ausdrücklich bestätigt !

Ich hoffe das wir nicht noch auf der Zielgeraden erleben müssen das die Ausnahmeregelung von der Stadt wieder gekippt wird. Denn dann haben wir alle den Schaden und können weiter lange Autofahrten in Kauf nehmen um unsere Modelle aufs Wasser zu bekommen.




Übrigens wurde vor kurzem ein Entwurf für den neuen Landschaftsplan der Stadt veröffentlicht. Sollte der so in Kraft treten wie er jetzt aussieht ist in diesem Landschaftsplan tatsächlich eine Genehmigung für Modellboote 
mit bis zu 6 km/h Geschwindigkeit auf allen naturfernen Gewässern der Stadt Köln enthalten.

Mir wären zwar die 10 km/h deutlich lieber gewesen (dann wären wenigstens 90% aller Bausatz-Modelle erfasst gewesen) aber da wird wohl nicht viel zu machen sein. Sich über die Höchstgeschwindigkeits-Regelung aufzuregen macht auch wenig Sinn. Bisher genügte es wenn ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes unsere Modelle nur auf dem Wasser sieht ... eine Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit müsste man uns erstmal nachweisen können. Daher sehe ich die Vorteile der Neuregelung eher auf unserer Seite.

Spannend wäre allerdings die Frage ob die gerade geschaffene Ausnahmeregelung mit dem neuen Landschaftsplan wieder abgeschafft wird oder ob sie in Kraft bleibbt. :-)





Hoffen wir mal das wir (erstmal auf Basis der Ausnahmegenehmigung) im Frühjahr wieder auf Kölner Gewässern fahren dürfen. Und dafür sehe ich sehr gute Chancen.

Update vom 2.4.2019 : Bitte lest euch die Blogseite "Gewässer in Köln" durch. Es gibt eine neue Regelung die ich dort genau beschrieben habe. Damit ist das totale Verbot Geschichte.

Sonntag, 30. Dezember 2018

Gemischtes :-)

Moin Leute !

Da ist mir was passiert wo ich noch nicht weiß ob ich das gut finde oder ob ich mich ärgere. Die Taucher Otto Wulf 8 wird in 1:50 und später auch in 1:32 als Bausatz von Kymodell raus gebracht. Einerseits ärgerlich, ich werde also später öfter mal baugleiche Modelle am Wasser treffen. Aber ... andererseits brauche ich für mein Modell die Beschlagteile nicht mehr einzeln entwickeln. Und technisch wird mein Schlepper eh ein Einzelstück bleiben. Ich denke ich werde sobald der Bausatz raus kommt zuschlagen. Und dann den GfK-Rumpf mit den restlichen Bauteilen des Bausatzes kombinieren. Das wird wohl für mich der beste Kompromiss werden.

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In den nächsten Wochen werde ich alle meine Modelle mit einer praktischen, kleinen Platine ausrüsten. Dieser Hauptschalter kann durch das Deck hindurch mit einem Magnet geschaltet werden. So kann ich zuhause, in geschützter Umgebung, die Akkus in das Modell einbauen und brauche am See das Modell nicht mehr öffnen. Das minimiert das Risiko für Beschädigungen drastisch. Ein Mitglied meiner Facebook-Gruppe hat diesen Hauptschalter entwickelt und baut ihn dankenswerterweise in Kleinserie. Vielen Dank dafür !

Bei der Sleppco hab ich die erste Vorserien-Platine schon eingebaut, es funktioniert richtig gut !

Hier der erste Funktionstest.  :-)

Fürs erste hab ich mir eine Art Zündschlüssel aus einem Pinnwand-Magneten und einem Bindig-Plug gebaut.

Die anderen Modelle werden jetzt Zug um Zug nachgerüstet. Außerdem muss ich mir noch magnetische Schlüsselanhänger als "Zündschlüssel" bauen. Aber da wird unter Umständen die nächste Nachricht eine Rolle spielen ...

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Moderne Zeiten ...
Seit längerem kämpfe ich schwer mit den schwachen Leistungsdaten meines Notebooks. Eines ist klar, das Ding muss ersetzt werden. Denn CAD-Programme machen damit keinen Spaß. Ständig hängt sich das Teil auf. Aber ... ich muss und will das langsam in den Griff bekommen denn ich bekomme einen 3D-Drucker !

In den nächsten 4 Wochen wird hier ein Ender 2 einziehen. Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht. Aber der Ender 2 ist sehr kompakt und passt so optimal zu meinen minimalistischen Werkstatt-Möglichkeiten. Was würde mir ein großer Drucker nutzen den ich nicht dauerhaft aufgestellt lassen kann ? Und es wird bei mir in erster Linie um Klein- und Beschlagteile gehen, ein größerer Druckraum würde daher kaum genutzt werden.

Mein zweiter Schreibtisch wurde schon so umgebaut das er als Aufstellort in Frage kommt. Wenn der Drucker da ist wird es zum Unboxing, der Montage und der Optimierung einen extra Thread geben.

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Mein Werkstatt-Wagen hat endlich eine neue Arbeitsplatte mit Gewindebuchsen bekommen, hier kann ich jetzt den Bohrständer oder auch den Schraubstock ebenfalls befestigen für den Fall das auf der Werkbank kein Platz ist. Auch kleine Fortschritte machen Freude :-)
Hier kann dann auch später der 3D Drucker befestigt werden um bei lang dauernden Drucken im Badezimmer aufgestellt zu werden.

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Und dann ist da noch der obligatorische Silvester-Gruß ...

Ich wünsche allen meinen Lesern einen guten Rutsch in ein tolles neues Jahr ! 


Donnerstag, 1. November 2018

Eine neue "Baustelle"

Heute "frisch" aus Westerstede kommend in meinem Werfthafen eingelaufen :
der Hochsee- und Bergungsschlepper "Amsterdam".

Eigentlich "etwas" groß für meine Werft. Dadurch das das Schiff in seinen Grundzügen aber schon fertig gebaut ist wird das machbar sein.

Allerdings gibt es einige Punkte in denen sich das Modell vom Original unterscheidet. Es ist (noch) keine Kortdüse montiert, das (nur bei Wijsmuller vorhandene) Bugstrahlruder fehlt und auch das Schleppgeschirr ist nicht vorhanden. Zum Schleppgeschirr fehlen auch die Infos in dem Bauplan. Ich denke da werde ich das Schleppgeschirr der Fairplay IX anpassen. Die stammt aus der selben Zeit und ist nur etwas größer. Vor allem hab ich davon einen Bauplan.

Ich denke das ich das Schiff freelance aufbauen und meiner geplanten Reederei zuordnen werde. So kann mir auch hinterher keiner sagen was ich alles anders bauen müsste ...

Ach ... stimmt. Von diesem Projekt hatte ich ja noch gar nichts erzählt. Ich werde in den nächsten Jahren eine kleine Reederei in 1:50 aufbauen :
Thomsen Wasserbau und Hafendienst

Diese Reederei sollte ursprünglich nur einen Damen Stan Tug 1907, einen Stan Tug 1606 und einen MultiCat 1205 bekommen.
Nun, jetzt wird diese Reederei (zuhause auf der fiktiven Nordsee-Insel Heisterhoog) eine Tochterfirma bekommen. Darf ich vorstellen :

Thomsen Bergung

Na, bei einigen wenigen Lesern wird es jetzt im Kopf klingeln. Ja, diese Insel ist aus zwei Nordsee-Ferien-Romanen bekannt.

Der Schlepper ist derzeit innen komplett leer, er wurde als Standmodell gebaut. Das ermöglicht mir eine Technik ganz nach meinem Geschmack einzubauen. Der Antrieb soll nicht nur für Kraft sondern auch für Langstrecken ausgelegt werden. Dazu demnächst mehr.

Da die bewegliche Kortdüse nur schwer einzubauen sein wird bekommt der Schlepper wahrscheinlich eine feststehende Kortdüse und ein Becker-Ruder.

Als Funktionen werden auf jeden Fall der Schlepphaken, eine Schleppwinde, alle Licht-Funktionen und Sound eingebaut. Evtl. werde ich auch eine Freifall-Ankerwinde einbauen. Auf jeden Fall auch eine komplette FPV Anlage.

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Aus einem Prospekt der Reederei Thomsen :


Thomsen Bergung
Heisterhoog

Schiff 1 : „Sten Thomsen“, Heisterhoog
Oelkers Hochseeschlepper
4600 PS – 15 kn
Pfahlzug : 63 to
Maßstab 1:50
Länge : 1060 mm
Breite : 280 mm

Thomsen Wasserbau und Hafendienst
Heisterhoog

Schiff 2 : „
Falk Thomsen“, Heisterhoog
Hafen- und Küstenschlepper
1013 PS
Pfahlzug : 17 to
Maßstab 1:50
Länge : 460 mm
Breite : 134 mm

Schiff 3 : „Grit Thomsen“, Heisterhoog
Damen Stan Tug 1606 mit Kran
2x 608 PS – 11,2 kn
Pfahlzug : 16 to
Maßstab 1:50
Länge : 320 mm
Breite : 110 mm

Schiff 4 : „Gina Thomsen“, Heisterhoog
Damen Stan Tug 1907 mit Kran
2x 1000 PS – 11,8 kn
Pfahlzug : 29,7 to
Maßstab 1:50
Länge : 380 mm
Breite : 155 mm

Schiff 5 : „Thies Hoop“, Heisterhoog
Damen Multi Cat 1205 mit Kran
2x 137 PS – 7,5 kn
Pfahlzug : 3,5 to
Maßstab 1:50
Arbeits-Schiff der Tauchergruppe
Länge : 250 mm
Breite : 100 mm
Leichter A : „Norderende“, Heisterhoog
Bagger-Schute mit Hydraulik-Bagger
Maßstab 1:50
Länge : 500 mm
Breite : 170 mm

Leichter B : „Tüdersen“, Heisterhoog
Klappboden-Leichter
Maßstab 1:50
Länge : 600 mm
Breite : 170 mm

Ponton C : „Süderende“, Heisterhoog
Schute der Tauchergruppe
Aufenthalts-Container, Materialcontainer
Maßstab 1:50
Länge : 500 mm
Breite : 170 mm

Unsere Arbeitsbereiche :
Seeschiff-Assistenz, Schleppdienste und Bergungsarbeiten, Hochsee-Verschleppungen, Baggerarbeiten, Schleusenreparaturen, Unterwasserarbeiten & Reparaturen durch Taucher.

Unser Arbeitsgebiet :
Küstenbereiche und Häfen der deutschen Nordsee und der Nordseeinseln sowie der Nord-Ostsee-Kanal.
Hochsee-Verschleppung und Bergung weltweit

Dienstag, 16. Oktober 2018

Mal ausnahmsweise ein paar grundsätzliche Betrachtungen ...

Das was ich jetzt schreibe ist für diesen Blog eher ungewöhnlich. Aber in meiner Facebook-Gruppe gab es heute mal wieder einen Beitragsbaum rund um den Modellbau, das Händlersterben und die Nachwuchs-Probleme ...

Da meine Meinung dort auf mehrere Antworten verteilt und unübersichtlich zu lesen ist möchte ich das mal hier zusammenfassen. Außerdem kann ich es so auch Leuten zugänglich machen die nicht in meiner Facebook-Gruppe sind.

Man hört immer wieder den selben Satz :
"Unser Hobby stirbt langsam aus."
Ich frage mich woran die Urheber dieses Satzes das festmachen. Klar, Graupner und Robbe sind kaputt gegangen. Aber war das wirklich der große Verlust ? Im Nachhinein muss man sagen "nein". Viele Bausätze die schon Jahre nicht mehr lieferbar waren kommen jetzt unter den "neuen Herren" wieder raus. Und sonst ? Das Angebot ist durch dutzende Kleinserienhersteller so vielfältig wie noch nie. Und das betrifft alle Bereiche : Elektronik, Elektrik, Antriebsteile, Beschlagteile und komplette Bausätze. So viel Auswahl wie heute hatten wir noch nie !

Ein anderer Satz ist :
"Der Nachwuchs bleibt aus."
Ist das denn wirklich so ? Ich habe als Admin der größten, deutschsprachigen Facebook-Gruppe für RC-Schiffsmodellbau einen ganz anderen Eindruck. Klar, früher war der Nachwuchs 12 bis 15 Jahre alt. Das ist vorbei. Die Schule ist heute meist ganztags, das lässt kaum Zeit für große Aktivitäten. Und war es nicht früher auch so das die Jugendlichen mit 16/17 Jahren erstmal wieder verschwanden ? Dann wurden Freundin und Ausbildung wichtiger. Frühestens mit Mitte 20 kamen die dann als Wieder-Einsteiger zurück.
Und was ist heute ? Die Leute machen ihre Schule zu Ende, dann kommen Ausbildung oder Studium. Und mit 25 bis 35, wenn sie beruflich und famliliär fest im Sattel sitzen suchen sie einen Ausgleich. Dann landen sie (dann halt als Neueinsteiger) im Modellbau. Der Nachwuchs ist also immer noch da, er hat nur jetzt Bartwuchs. Ist das denn so schlecht ? Ich denke nein. Denn dann haben die Einsteiger ein deutlich größeres Budget. Ein Problem dabei sind allerdings rasant steigende Mieten die das Vorhalten eines Hobby-Zimmers immer öfter unmöglich machen. Aber durch eine geschickte Wahl des Modells kann man viel kompensieren und "am Küchentisch" bauen. Auffällig ist allerdings das der Nachwuchs heute ganz oft die einfachsten technischen Grundlagen nicht mehr kennt. Das scheint mir ein ganz klarer Mangel der (heute SEHR praxisfernen) schulischen Ausbildung zu sein.

Der dritte, oft gehörte Satz lautet :
"Mit den Händlern stirbt unser Hobby."
 Ich hab den Eindruck das da ein ganz falsches Bild vermittelt wird. Sicher, früher gab es in den meisten großen Städten lokal tätige Händler. Die sind meist weg. Das ist schon richtig. Hohe Mieten und Personalkosten, Probleme mit den Banken und geringe Händler-Margen schnüren den Händlern oft die Luft ab. Und wenn ein Händler aus Altersgründen auf gibt findet er keinen Nachfolger.
Aber die Zahl der Händler an sich ist doch eher größer als früher. Denn früher gab es nur wenige, überregional tätige Händler. Ein Beispiel dafür war Helmut Haarhaus aus Remscheid.
Genau dieser Bereich der überregional tätigen Händler ist doch heute riesig groß geworden. Die Vertriebs-Plattform ist eben heute das Internet und nicht mehr der mit großem Aufwand gedruckte Katalog. Zusammengerechnet dürften wir heute mehr als doppelt so viel Bezugsquellen haben wie früher. Und der Satz "der Internet-Handel kostet Arbeitsplätze" ist doch Käse, im Gegenteil : er hat viele neue Arbeitsplätze geschaffen. Nur ist es für Neueinsteiger heute schwieriger geworden einen Überblick zu bekommen.

Das große Problem unseres Hobbys liegt meiner Meinung nach an ganz anderer Stelle versteckt :
Die Deutschen sind Vereins-Müde geworden. Die meisten von uns Schiffsmodellbauern sind heute "Einzelkämpfer" und wollen ganz bewusst mit Vereinen nichts mehr zu tun haben. Da aber in der Vergangenheit ein Großteil der Öffentlichkeitsarbeit für den Modellbau durch die Vereine geleistet wurde, werden wir in der Öffentlichkeit nicht mehr positiv wahrgenommen. Viele große Schaufahren sind entweder nur noch ein Schatten ihrer selbst oder sogar schon ganz "gestorben". Teilnahmen an Bundes- und Landesgartenschauen gibt es nicht mehr. Auch die Teilnahme am Gemeindeleben, das früher für die Vereine selbstverständlich war, ist Geschichte. Selbst die Teilnahme des Schiffsmodellbaus an Messen wird immer problematischer.
Dadurch wird es für die Städte immer leichter, aus kaum nachvollziehbaren Gründen, den Betrieb von Schiffsmodellen zu verbieten. Und es ist wahnsinnig schwer dagegen auf politischem Weg etwas zu unternehmen, wie das Beispiel von meiner Heimatstadt Köln eindrucksvoll gezeigt hat.


Ich wünsche mir für die Zukunft ein paar Sachen die vielleicht dazu beitragen könnten die Situation zu entschärfen :

1.)
Politiker die genug Weitsicht haben ein Hobby das nun wirklich unproblematisch ist nicht mit sinnlosen Verboten unmöglich zu machen.

2.)
Das wir alle (!) eine Lösung finden wie wir als "Einzelkämpfer" wieder enger zusammenrücken können. Denn nur zusammen können wir Veranstaltungen machen. Und nur zusammen sind wir stark genug wieder positiv in die Öffentlichkeit zu kommen !

3.)
Das die Messeveranstalter endlich einen Weg finden uns Schiffsmodellbauer wieder stärker zu integrieren. Dabei müssen wir aber auch selber ran und Konzepte entwickeln wie das für uns als "Einzelkämpfer" möglich ist.
Für mich selber habe ich den Schritt schon getan, ich werde (wenn alles gut geht) mit meiner Facebook-Gruppe einen Stand auf der Intermodellbau aufbauen.

4.)
Das die Messeveranstalter eine Lösung finden für das Wegbrechen der Händler und Hersteller auf den Messen. Bei den derzeitigen Bedingungen ist eine Teilnahme für die kleineren Hersteller und Händler nämlich völlig unattraktiv.

5.)
Das wir alle eine Lösung finden wie wir wieder bei Bundes- und Landes-Gartenschauen sowie bei Stadtfesten eine Rolle spielen. Es ist wichtig positiv wahrgenommen zu werden.

Ihr könnt hier im Blog übrigens auch mit mir diskutieren. Kommentare werde ich zeitnah freischalten und Fragen auch beantworten. Traut auch, ich beiße nicht !

Donnerstag, 23. August 2018

Kleiner Tip zwischendurch .... (4)

Der absolute Horror ... das neue Modell liegt bei der Probefahrt mitten auf dem See und rührt sich nicht mehr.

Klar, den Trick mit der schwimmfähigen "langen Leine" kennen wir alle. Aber solang sich die Schraube des Havaristen noch dreht ist das keine gute Idee.


Da könnte sowas hier helfen. Das "gabelförmige" Alu-Gestell muss dabei von dem Modell das zum schieben genutzt wird nicht mal getragen werden, es wird durch die Pool-Nudeln nicht nur gepolstert sondern auch schwimmfähig gemacht.


So kann ich Modelle bis 34 cm Breite sicher greifen und an Land schieben. Und sollte der Havarist doch noch sinken kann er mein Rettungs-Modell nicht mehr gefährden. Durch die Schrägen Verstrebungen ist das ganze SEHR stabil.

Da die beiden Seile die hinten am Modell belegt werden keine größeren Kräfte aufnehmen müssen, sie dienen nur zur Rückwärtsfahrt beim Manövrieren, werden auch keine größeren Ansprüche an die Poller gestellt. Einfache, auf dem Deck verklebte Poller sind vollkommen ausreichend.


Die Materialkosten (Aluprofile, Schrauben, Sicherungsmuttern und Pool-Nudeln) liegen bei unter 25,- €. Bitte nehmt dafür die Pool-Nudeln die bereits der länge nach ein Loch haben. Das erleichtert den Bau.


Das Fahrverhalten ist erstaunlich gut. Man muss nur relativ viel Gas geben um eng um die Kurve zu kommen. Die beiden Seile  sorgen nur dafür das die Sleppco das Gestell zurück zu ziehen. Bei Vorwärtsfahrt schiebt die Sleppco mit dem Bug gegen das gepolsterte Gestell. Bei etwas mehr Wellengang ist es auch von Vorteil das die Sleppco eben nicht in dem Gestell fixiert ist, sie kann sich so frei bewegen ohne das sie Kräfte aufnehmen muss.


Einkaufsliste:
1 Alu-Winkelprofil, 100 cm lang (für die Schrägstützen), Größe nebensächlich
3 Alu-Vierkantrohre 20x10mm, je 100 cm  lang
2 Poolnudeln mit Längsloch, je 150 cm lang
2 Seilstücke
Schrauben M5 (Länge passend zu den verwendeten Alu-Profilen)
selbstsichernde Muttern M5

Der Aufbau selber ist relativ einfach es handelt sich um ein einfaches "H" mit doppelter Querstrebe.

  



  

Viel Spaß beim nachbauen !


Und vielen Dank an Dennis und Christoph für die beiden "Testobjekte".

Auch große Brocken wie diese 18 kg schwere Atlantis sind kein Problem.

Nachtrag :

Eine Woche später haben wir mit dem Graupner Rettungsboot "Werner Kuntze" von Christoph Rode als Antrieb weitere Probefahrten gemacht. Und sieh an ... auch dieses relativ kleine Modell wird sehr gut damit fertig.



Update : da sich rausgestellt hat das bei großen Entfernungen oder schlechter Sicht das aufnehmen eines Havaristen noch deutlich verbesserungswürdig ist hab ich vorne an der Gabel jetzt eine Art "Trichter" angebracht. Das leitet den Havaristen deutlich besser in die Gabel. Außerdem wird sich so die Fahrt voraus deutlich verbessern.



Der ultimative Härte-Test ergab sich in Waltrop mit dem 35 kg schweren und 1,80m langen Modell von Reinhard Bastigkeit.

  

Da meine Sleppco ein gutes Stück übermotorisiert ist gelingen selbst solche Bergemanöver. Die Grenze wird dabei eher durch das einfache Ruder der Sleppco gesetzt. Man hat dann echte Probleme zu steuern.

Sonntag, 15. Juli 2018

Das "Mini-Tug Rudel" [4] : kleine Fortschritte im Rumpf-Bau

So, weiter geht es mit dem Rumpfbau.

Bei diesem Modell habe ich mich entschlossen Boden-Verstärkungen unter dem Rumpf anzubringen. Hierzu habe ich 2 x 2 mm Holzleisten unter der Bodenplatte verklebt. In der Mitte begonnen wurden die Leisten mal rechts, mal links verklebt.

Abschnitte von Mc Donalds Rührstäbchen dienten dabei als Abstandhalter.

Nachdem ich alle Verstärkungen verklebt hatte wurde die ganze Fläche noch mit Harz versiegelt. Das sorgt für zusätzliche Stabilität und macht das ganze wasserfest.

Ich verspreche mir davon im Modell einen besseren Geradeauslauf. Denn aufgrund seiner Maße und seiner Form wird das Modell ausgesprochen nervös laufen. Bei diesem Modell werde ich auf Verstärkungen an der Bordwand verzichten. Das nutze ich dann später zur Unterscheidung von den anderen Modellen.

Dienstag, 26. Juni 2018

Das "Mini-Tug Rudel" [3] : erste Arbeiten am Aufbau und Rumpf-Bau, Teil 2


So wird mein Technik- SetUp in etwa aussehen. Der Bühler Mini III 6V Langsamläufer hat dabei mehrere Vorteile. Zum einen ist er ein 5pol Motor, er wird also gerade im Teillast-Bereich besser laufen. Zum anderen dürfte er als reinrassiger Industriemotor wohl weit haltbarer sein. Nichts gegen den China-Motor der dem Bausatz beiliegt, er läuft schön ruhig. Aber der Bühler ist eben doch eine andere Liga.

So sieht das ganze mit (lose aufliegendem) Deck aus. Es sollte eigentlich gut möglich sein die Akkus bei Bedarf zu tauschen. Noch ein Wort zu den gezeigten Akkus. Es handelt sich um 18650er LiIon-Zellen mit 3400 mAh. Ob es dabei bleibt überlege ich ehrlich gesagt noch. Denn baugleiche LiFePO4 Zellen hätten zwar nur 1/3 der Kapazität, dafür sind sie aber in der Handhabung deutlich sicherer.

Update : Es werden jetzt doch LiFePO4 Zellen der Baugröße 18650. Die Kapazität von 1500mAh ist ausreichend. Mehr Sorgen macht mir die geringere Spannung. Mal sehen wie sich das auswirkt.

In meinem vorigen Bericht hab ich es ja schon erwähnt : da ich den Mini Tug für Kinder einsetzen möchte ist es nötig den Rumpf zusätzlich zu stabilisieren. Daher hab ich den Rumpf mit einer Lage 48g/m² Glasfasermatte laminiert.

Das Bild ist (man sieht es deutlich) noch vor dem laminieren entstanden. Von der Reihenfolge her passt es aber besser an diese Stelle. Das Schanzkleid ist sehr passgenau und lässt sich dank einer gefrästen Nut sehr einfach mit dem Deck verkleben.

Auch die Teile für das Steuerhaus liegen passgenau gefräst dem Bausatz bei. Das Armaturenbrett hat sogar eine gefräste Darstellung der Uhren und Bedienelemente.

Provisorisch aufgesetzt werden die lustigen (aber durchaus vorbildgerechten) Proportionen des Modells erst richtig deutlich.

 Der Aufbau im Rohbau. Schönes Detail : selbst bei den Türen sind die Kassetten profiliert eingefräst. Das gefällt mir richtig gut.

Jetzt gibt es erst mal eine strategische Pause von mehreren Tagen. Ich habe die Technik noch nicht komplett hier. Das Harz soll auch erstmal richtig durchhärten. Und außerdem habe ich die kommende Woche so viel zu tun das ich kaum dazu kommen werde weiter zu arbeiten.

Zuladungs-Probleme wird der Lütte jedenfalls nicht bekommen. Erstaunliche 520 Gramm braucht er um auf Wasserlinie zu kommen.

Donnerstag, 21. Juni 2018

Das "Mini-Tug Rudel" [2] : der Rumpf-Bau, Teil 1

Nachdem ich vor kurzem in einem Posting über den Inhalt des China Mini-Tug Bausatzes gezeigt habe war irgendwie klar das der Bausatz nicht lang unangetastet auf meinem Tisch stehen würde.
😅

Schon beim ersten Bauschritt wurde mein erster Eindruck bestätigt : die Holzteile sehen nicht nur gut aus, sie sind auch absolut passgenau. Das Spantengerüst lässt sich sauber und mit ganz leichter Klemmung zusammenstecken.

Das hält so gut das man das ganze auch vorsichtig in die Hand nehmen und bewegen kann ohne vorher irgend etwas geklebt zu haben. Das ist wirklich gut gemacht.

Nur sollte man in dem Stadium das Gerüst nicht vom Hellingbrett abnehmen. Denn das würde zum Verzug führen. Bis hier hin hab ich übrigens kein einziges Bauteil nacharbeiten müssen. Mit dem Skalpell habe ich nur die feinen Haltestege durchtrennt.

Wenn das Spantengerüst stabil verklebt ist kann man es problemlos für einen Moment vom Hellingbrett nehmen und ansehen.

Als nächstes werden die Kanten der Spanten so verschliffen (gestrackt) das die Bordwände sauber anliegen. Dazu sollte man, wegen der Biegebeanspruchung, wieder das Hellingbrett nutzen. Das verhindert das sich das Gerüst verzieht.

Hier sieht man das gut. Auf der linken Seite bereits verschliffen, rechts würde sich die Bordwand nicht befestigen lassen.

Im Hintergrund sieht man die Schleifhilfen die ich verwende. Das ist 3D-Druck. Die Dateien dazu findet man im Netz :-)

Ein Igel ? Nein, das Spantgerüst mit dem ersten Brett der Beplankung. Bis zum abbinden des Holzleims bleiben die Klammern dran.

Die zweite Seitenwand ist verklebt. Auch die war super passgenau. Am Heck musste ich am Stoß die Länge um ca. 0,3mm korrigieren. Das ergibt sich dadurch das ich evtl. beim stracken etwas zu großzügig war. 


Das hier ist übrigens die Schubschulter aus gestapelten Holzscheiben. Ich überlege noch ob ich davon jetzt eine Form mache und das Teil in Gummi anfertige. Das wäre (genau wie eine umlaufende Gummi-Scheuerleiste) extrem hilfreich wenn man Kinder fahren lässt. Die Entscheidung kann ich aber noch etwas vor mir her schieben, die Schubschulter wird erst montiert wenn der Rumpf mit einer Lage Glasfaser und Harz versehen wurde.


Vor dem aufbringen des Rumpf-Bodens mussten noch die Rumpf-Seiten so verschliffen werden das sie mit dem Spantgerüst schön in einer Ebene liegen. Nur so kann der Rumpfboden sauber erleimt werden. Ordentlich Leim drauf, Platte ausrichten und dann pressen. Ja, die Zwingen sind etwas "mächtig" für den kleinen Rumpf. Aber ... wer gut presst der gut klebt. Den Rest erledigt Gaffer-Tape. Dann war mal wieder warten angesagt.

Das ist der derzeitige Stand der Dinge. Hier sieht man übrigens einen Fahler. Die beiden Teile im Heck hätten getauscht werden müssen. Das offene Bauteil nach oben, das mit der Bohrung nach unten. Nicht tragisch ...

Der kleine Rumpf ist ausgesprochen stabil. 


Nun noch die Kanten verschleifen. Und dann laminieren. Von der Holz-Qualität her könnte man zwar auch so fahren. Bei dem angedachten Einsatzgebiet erscheint mir das laminieren sicherer. Und das Harz hab ich eh da, nur die Matte (48 Gramm ?) muss ich noch von Bacuplast holen.


Die kleinen "Füße" mit denen das Spantgerüst auf das Helling-Brett gesteckt werden haben nun ausgedient, sie stehen dem Deck im Weg.
Daher hab ich sie mit dem Bohrzwerg kurzerhand abgeschnitten. Danach noch an der Kante die Bordwand und das Spantgerüst auf eine wirklich einheitliche Höhe schleifen damit später das Deck verklebt werden kann.

Das abtrennen der Spant-Füße hab ich mit so einer, diamantbesetzten Trennscheibe aus dem Dental-Bereich gemacht. Gerade bei sowas macht Profi-Werkzeug echt Spaß !