Donnerstag, 1. November 2018

Eine neue "Baustelle"

Heute "frisch" aus Westerstede kommend in meinem Werfthafen eingelaufen :
der Hochsee- und Bergungsschlepper "Amsterdam".

Eigentlich "etwas" groß für meine Werft. Dadurch das das Schiff in seinen Grundzügen aber schon fertig gebaut ist wird das machbar sein.

Allerdings gibt es einige Punkte in denen sich das Modell vom Original unterscheidet. Es ist (noch) keine Kortdüse montiert, das (nur bei Wijsmuller vorhandene) Bugstrahlruder fehlt und auch das Schleppgeschirr ist nicht vorhanden. Zum Schleppgeschirr fehlen auch die Infos in dem Bauplan. Ich denke da werde ich das Schleppgeschirr der Fairplay IX anpassen. Die stammt aus der selben Zeit und ist nur etwas größer. Vor allem hab ich davon einen Bauplan.

Ich denke das ich das Schiff freelance aufbauen und meiner geplanten Reederei zuordnen werde. So kann mir auch hinterher keiner sagen was ich alles anders bauen müsste ...

Ach ... stimmt. Von diesem Projekt hatte ich ja noch gar nichts erzählt. Ich werde in den nächsten Jahren eine kleine Reederei in 1:50 aufbauen :
Thomsen Wasserbau und Hafendienst

Diese Reederei sollte ursprünglich nur einen Damen Stan Tug 1907, einen Stan Tug 1606 und einen MultiCat 1205 bekommen.
Nun, jetzt wird diese Reederei (zuhause auf der fiktiven Nordsee-Insel Heisterhoog) eine Tochterfirma bekommen. Darf ich vorstellen :

Thomsen Bergung

Na, bei einigen wenigen Lesern wird es jetzt im Kopf klingeln. Ja, diese Insel ist aus zwei Nordsee-Ferien-Romanen bekannt.

Der Schlepper ist derzeit innen komplett leer, er wurde als Standmodell gebaut. Das ermöglicht mir eine Technik ganz nach meinem Geschmack einzubauen. Der Antrieb soll nicht nur für Kraft sondern auch für Langstrecken ausgelegt werden. Dazu demnächst mehr.

Da die bewegliche Kortdüse nur schwer einzubauen sein wird bekommt der Schlepper wahrscheinlich eine feststehende Kortdüse und ein Becker-Ruder.

Als Funktionen werden auf jeden Fall der Schlepphaken, eine Schleppwinde, alle Licht-Funktionen und Sound eingebaut. Evtl. werde ich auch eine Freifall-Ankerwinde einbauen. Auf jeden Fall auch eine komplette FPV Anlage.

Dienstag, 16. Oktober 2018

Mal ausnahmsweise ein paar grundsätzliche Betrachtungen ...

Das was ich jetzt schreibe ist für diesen Blog eher ungewöhnlich. Aber in meiner Facebook-Gruppe gab es heute mal wieder einen Beitragsbaum rund um den Modellbau, das Händlersterben und die Nachwuchs-Probleme ...

Da meine Meinung dort auf mehrere Antworten verteilt und unübersichtlich zu lesen ist möchte ich das mal hier zusammenfassen. Außerdem kann ich es so auch Leuten zugänglich machen die nicht in meiner Facebook-Gruppe sind.

Man hört immer wieder den selben Satz :
"Unser Hobby stirbt langsam aus."
Ich frage mich woran die Urheber dieses Satzes das festmachen. Klar, Graupner und Robbe sind kaputt gegangen. Aber war das wirklich der große Verlust ? Im Nachhinein muss man sagen "nein". Viele Bausätze die schon Jahre nicht mehr lieferbar waren kommen jetzt unter den "neuen Herren" wieder raus. Und sonst ? Das Angebot ist durch dutzende Kleinserienhersteller so vielfältig wie noch nie. Und das betrifft alle Bereiche : Elektronik, Elektrik, Antriebsteile, Beschlagteile und komplette Bausätze. So viel Auswahl wie heute hatten wir noch nie !

Ein anderer Satz ist :
"Der Nachwuchs bleibt aus."
Ist das denn wirklich so ? Ich habe als Admin der größten, deutschsprachigen Facebook-Gruppe für RC-Schiffsmodellbau einen ganz anderen Eindruck. Klar, früher war der Nachwuchs 12 bis 15 Jahre alt. Das ist vorbei. Die Schule ist heute meist ganztags, das lässt kaum Zeit für große Aktivitäten. Und war es nicht früher auch so das die Jugendlichen mit 16/17 Jahren erstmal wieder verschwanden ? Dann wurden Freundin und Ausbildung wichtiger. Frühestens mit Mitte 20 kamen die dann als Wieder-Einsteiger zurück.
Und was ist heute ? Die Leute machen ihre Schule zu Ende, dann kommen Ausbildung oder Studium. Und mit 25 bis 35, wenn sie beruflich und famliliär fest im Sattel sitzen suchen sie einen Ausgleich. Dann landen sie (dann halt als Neueinsteiger) im Modellbau. Der Nachwuchs ist also immer noch da, er hat nur jetzt Bartwuchs. Ist das denn so schlecht ? Ich denke nein. Denn dann haben die Einsteiger ein deutlich größeres Budget. Ein Problem dabei sind allerdings rasant steigende Mieten die das Vorhalten eines Hobby-Zimmers immer öfter unmöglich machen. Aber durch eine geschickte Wahl des Modells kann man viel kompensieren und "am Küchentisch" bauen. Auffällig ist allerdings das der Nachwuchs heute ganz oft die einfachsten technischen Grundlagen nicht mehr kennt. Das scheint mir ein ganz klarer Mangel der (heute SEHR praxisfernen) schulischen Ausbildung zu sein.

Der dritte, oft gehörte Satz lautet :
"Mit den Händlern stirbt unser Hobby."
 Ich hab den Eindruck das da ein ganz falsches Bild vermittelt wird. Sicher, früher gab es in den meisten großen Städten lokal tätige Händler. Die sind meist weg. Das ist schon richtig. Hohe Mieten und Personalkosten, Probleme mit den Banken und geringe Händler-Margen schnüren den Händlern oft die Luft ab. Und wenn ein Händler aus Altersgründen auf gibt findet er keinen Nachfolger.
Aber die Zahl der Händler an sich ist doch eher größer als früher. Denn früher gab es nur wenige, überregional tätige Händler. Ein Beispiel dafür war Helmut Haarhaus aus Remscheid.
Genau dieser Bereich der überregional tätigen Händler ist doch heute riesig groß geworden. Die Vertriebs-Plattform ist eben heute das Internet und nicht mehr der mit großem Aufwand gedruckte Katalog. Zusammengerechnet dürften wir heute mehr als doppelt so viel Bezugsquellen haben wie früher. Und der Satz "der Internet-Handel kostet Arbeitsplätze" ist doch Käse, im Gegenteil : er hat viele neue Arbeitsplätze geschaffen. Nur ist es für Neueinsteiger heute schwieriger geworden einen Überblick zu bekommen.

Das große Problem unseres Hobbys liegt meiner Meinung nach an ganz anderer Stelle versteckt :
Die Deutschen sind Vereins-Müde geworden. Die meisten von uns Schiffsmodellbauern sind heute "Einzelkämpfer" und wollen ganz bewusst mit Vereinen nichts mehr zu tun haben. Da aber in der Vergangenheit ein Großteil der Öffentlichkeitsarbeit für den Modellbau durch die Vereine geleistet wurde, werden wir in der Öffentlichkeit nicht mehr positiv wahrgenommen. Viele große Schaufahren sind entweder nur noch ein Schatten ihrer selbst oder sogar schon ganz "gestorben". Teilnahmen an Bundes- und Landesgartenschauen gibt es nicht mehr. Auch die Teilnahme am Gemeindeleben, das früher für die Vereine selbstverständlich war, ist Geschichte. Selbst die Teilnahme des Schiffsmodellbaus an Messen wird immer problematischer.
Dadurch wird es für die Städte immer leichter, aus kaum nachvollziehbaren Gründen, den Betrieb von Schiffsmodellen zu verbieten. Und es ist wahnsinnig schwer dagegen auf politischem Weg etwas zu unternehmen, wie das Beispiel von meiner Heimatstadt Köln eindrucksvoll gezeigt hat.


Ich wünsche mir für die Zukunft ein paar Sachen die vielleicht dazu beitragen könnten die Situation zu entschärfen :

1.)
Politiker die genug Weitsicht haben ein Hobby das nun wirklich unproblematisch ist nicht mit sinnlosen Verboten unmöglich zu machen.

2.)
Das wir alle (!) eine Lösung finden wie wir als "Einzelkämpfer" wieder enger zusammenrücken können. Denn nur zusammen können wir Veranstaltungen machen. Und nur zusammen sind wir stark genug wieder positiv in die Öffentlichkeit zu kommen !

3.)
Das die Messeveranstalter endlich einen Weg finden uns Schiffsmodellbauer wieder stärker zu integrieren. Dabei müssen wir aber auch selber ran und Konzepte entwickeln wie das für uns als "Einzelkämpfer" möglich ist.
Für mich selber habe ich den Schritt schon getan, ich werde (wenn alles gut geht) mit meiner Facebook-Gruppe einen Stand auf der Intermodellbau aufbauen.

4.)
Das die Messeveranstalter eine Lösung finden für das Wegbrechen der Händler und Hersteller auf den Messen. Bei den derzeitigen Bedingungen ist eine Teilnahme für die kleineren Hersteller und Händler nämlich völlig unattraktiv.

5.)
Das wir alle eine Lösung finden wie wir wieder bei Bundes- und Landes-Gartenschauen sowie bei Stadtfesten eine Rolle spielen. Es ist wichtig positiv wahrgenommen zu werden.

Ihr könnt hier im Blog übrigens auch mit mir diskutieren. Kommentare werde ich zeitnah freischalten und Fragen auch beantworten. Traut auch, ich beiße nicht !

Donnerstag, 23. August 2018

Kleiner Tip zwischendurch .... (4)

Der absolute Horror ... das neue Modell liegt bei der Probefahrt mitten auf dem See und rührt sich nicht mehr.

Klar, den Trick mit der schwimmfähigen "langen Leine" kennen wir alle. Aber solang sich die Schraube des Havaristen noch dreht ist das keine gute Idee.


Da könnte sowas hier helfen. Das "gabelförmige" Alu-Gestell muss dabei von dem Modell das zum schieben genutzt wird nicht mal getragen werden, es wird durch die Pool-Nudeln nicht nur gepolstert sondern auch schwimmfähig gemacht.


So kann ich Modelle bis 34 cm Breite sicher greifen und an Land schieben. Und sollte der Havarist doch noch sinken kann er mein Rettungs-Modell nicht mehr gefährden. Durch die Schrägen Verstrebungen ist das ganze SEHR stabil.


Die Materialkosten (Aluprofile, Schrauben, Sicherungsmuttern und Pool-Nudeln) liegen bei unter 25,- €. Bitte nehmt dafür die Pool-Nudeln die bereits der länge nach ein Loch haben. Das erleichtert den Bau.


Das Fahrverhalten ist erstaunlich gut. Man muss nur relativ viel Gas geben um eng um die Kurve zu kommen. Die beiden Seile  sorgen nur dafür das die Sleppco das Gestell zurück zu ziehen. Bei Vorwärtsfahrt schiebt die Sleppco mit dem Bug gegen das gepolsterte Gestell. Bei etwas mehr Wellengang ist es auch von Vorteil das die Sleppco eben nicht in dem Gestell fixiert ist, sie kann sich so frei bewegen ohne das sie Kräfte aufnehmen muss.


Einkaufsliste:
1 Alu-Winkelprofil, 100 cm lang (für die Schrägstützen), Größe nebensächlich
3 Alu-Vierkantrohre 20x10mm, je 100 cm  lang
2 Poolnudeln mit Längsloch, je 150 cm lang
2 Seilstücke
Schrauben M5 (Länge passend zu den verwendeten Alu-Profilen)
selbstsichernde Muttern M5

Viel Spaß beim nachbauen !


Und vielen Dank an Dennis und Christoph für die beiden "Testobjekte".


Nachtrag :

Eine Woche später haben wir mit dem Graupner Rettungsboot "Werner Kuntze" von Christoph Rode als Antrieb weitere Probefahrten gemacht. Und sieh an ... auch dieses relativ kleine Modell wird sehr gut damit fertig.

Sonntag, 15. Juli 2018

Das "Mini-Tug Rudel" [4] : kleine Fortschritte im Rumpf-Bau

So, weiter geht es mit dem Rumpfbau.

Bei diesem Modell habe ich mich entschlossen Boden-Verstärkungen unter dem Rumpf anzubringen. Hierzu habe ich 2 x 2 mm Holzleisten unter der Bodenplatte verklebt. In der Mitte begonnen wurden die Leisten mal rechts, mal links verklebt.

Abschnitte von Mc Donalds Rührstäbchen dienten dabei als Abstandhalter.

Nachdem ich alle Verstärkungen verklebt hatte wurde die ganze Fläche noch mit Harz versiegelt. Das sorgt für zusätzliche Stabilität und macht das ganze wasserfest.

Ich verspreche mir davon im Modell einen besseren Geradeauslauf. Denn aufgrund seiner Maße und seiner Form wird das Modell ausgesprochen nervös laufen. Bei diesem Modell werde ich auf Verstärkungen an der Bordwand verzichten. Das nutze ich dann später zur Unterscheidung von den anderen Modellen.

Dienstag, 26. Juni 2018

Das "Mini-Tug Rudel" [3] : erste Arbeiten am Aufbau und Rumpf-Bau, Teil 2


So wird mein Technik- SetUp in etwa aussehen. Der Bühler Mini III 6V Langsamläufer hat dabei mehrere Vorteile. Zum einen ist er ein 5pol Motor, er wird also gerade im Teillast-Bereich besser laufen. Zum anderen dürfte er als reinrassiger Industriemotor wohl weit haltbarer sein. Nichts gegen den China-Motor der dem Bausatz beiliegt, er läuft schön ruhig. Aber der Bühler ist eben doch eine andere Liga.

So sieht das ganze mit (lose aufliegendem) Deck aus. Es sollte eigentlich gut möglich sein die Akkus bei Bedarf zu tauschen. Noch ein Wort zu den gezeigten Akkus. Es handelt sich um 18650er LiIon-Zellen mit 3400 mAh. Ob es dabei bleibt überlege ich ehrlich gesagt noch. Denn baugleiche LiFePO4 Zellen hätten zwar nur 1/3 der Kapazität, dafür sind sie aber in der Handhabung deutlich sicherer.

Update : Es werden jetzt doch LiFePO4 Zellen der Baugröße 18650. Die Kapazität von 1500mAh ist ausreichend. Mehr Sorgen macht mir die geringere Spannung. Mal sehen wie sich das auswirkt.

In meinem vorigen Bericht hab ich es ja schon erwähnt : da ich den Mini Tug für Kinder einsetzen möchte ist es nötig den Rumpf zusätzlich zu stabilisieren. Daher hab ich den Rumpf mit einer Lage 48g/m² Glasfasermatte laminiert.

Das Bild ist (man sieht es deutlich) noch vor dem laminieren entstanden. Von der Reihenfolge her passt es aber besser an diese Stelle. Das Schanzkleid ist sehr passgenau und lässt sich dank einer gefrästen Nut sehr einfach mit dem Deck verkleben.

Auch die Teile für das Steuerhaus liegen passgenau gefräst dem Bausatz bei. Das Armaturenbrett hat sogar eine gefräste Darstellung der Uhren und Bedienelemente.

Provisorisch aufgesetzt werden die lustigen (aber durchaus vorbildgerechten) Proportionen des Modells erst richtig deutlich.

 Der Aufbau im Rohbau. Schönes Detail : selbst bei den Türen sind die Kassetten profiliert eingefräst. Das gefällt mir richtig gut.

Jetzt gibt es erst mal eine strategische Pause von mehreren Tagen. Ich habe die Technik noch nicht komplett hier. Das Harz soll auch erstmal richtig durchhärten. Und außerdem habe ich die kommende Woche so viel zu tun das ich kaum dazu kommen werde weiter zu arbeiten.

Zuladungs-Probleme wird der Lütte jedenfalls nicht bekommen. Erstaunliche 520 Gramm braucht er um auf Wasserlinie zu kommen.

Donnerstag, 21. Juni 2018

Das "Mini-Tug Rudel" [2] : der Rumpf-Bau, Teil 1

Nachdem ich vor kurzem in einem Posting über den Inhalt des China Mini-Tug Bausatzes gezeigt habe war irgendwie klar das der Bausatz nicht lang unangetastet auf meinem Tisch stehen würde.
😅

Schon beim ersten Bauschritt wurde mein erster Eindruck bestätigt : die Holzteile sehen nicht nur gut aus, sie sind auch absolut passgenau. Das Spantengerüst lässt sich sauber und mit ganz leichter Klemmung zusammenstecken.

Das hält so gut das man das ganze auch vorsichtig in die Hand nehmen und bewegen kann ohne vorher irgend etwas geklebt zu haben. Das ist wirklich gut gemacht.

Nur sollte man in dem Stadium das Gerüst nicht vom Hellingbrett abnehmen. Denn das würde zum Verzug führen. Bis hier hin hab ich übrigens kein einziges Bauteil nacharbeiten müssen. Mit dem Skalpell habe ich nur die feinen Haltestege durchtrennt.

Wenn das Spantengerüst stabil verklebt ist kann man es problemlos für einen Moment vom Hellingbrett nehmen und ansehen.

Als nächstes werden die Kanten der Spanten so verschliffen (gestrackt) das die Bordwände sauber anliegen. Dazu sollte man, wegen der Biegebeanspruchung, wieder das Hellingbrett nutzen. Das verhindert das sich das Gerüst verzieht.

Hier sieht man das gut. Auf der linken Seite bereits verschliffen, rechts würde sich die Bordwand nicht befestigen lassen.

Im Hintergrund sieht man die Schleifhilfen die ich verwende. Das ist 3D-Druck. Die Dateien dazu findet man im Netz :-)

Ein Igel ? Nein, das Spantgerüst mit dem ersten Brett der Beplankung. Bis zum abbinden des Holzleims bleiben die Klammern dran.

Die zweite Seitenwand ist verklebt. Auch die war super passgenau. Am Heck musste ich am Stoß die Länge um ca. 0,3mm korrigieren. Das ergibt sich dadurch das ich evtl. beim stracken etwas zu großzügig war. 


Das hier ist übrigens die Schubschulter aus gestapelten Holzscheiben. Ich überlege noch ob ich davon jetzt eine Form mache und das Teil in Gummi anfertige. Das wäre (genau wie eine umlaufende Gummi-Scheuerleiste) extrem hilfreich wenn man Kinder fahren lässt. Die Entscheidung kann ich aber noch etwas vor mir her schieben, die Schubschulter wird erst montiert wenn der Rumpf mit einer Lage Glasfaser und Harz versehen wurde.


Vor dem aufbringen des Rumpf-Bodens mussten noch die Rumpf-Seiten so verschliffen werden das sie mit dem Spantgerüst schön in einer Ebene liegen. Nur so kann der Rumpfboden sauber erleimt werden. Ordentlich Leim drauf, Platte ausrichten und dann pressen. Ja, die Zwingen sind etwas "mächtig" für den kleinen Rumpf. Aber ... wer gut presst der gut klebt. Den Rest erledigt Gaffer-Tape. Dann war mal wieder warten angesagt.

Das ist der derzeitige Stand der Dinge. Hier sieht man übrigens einen Fahler. Die beiden Teile im Heck hätten getauscht werden müssen. Das offene Bauteil nach oben, das mit der Bohrung nach unten. Nicht tragisch ...

Der kleine Rumpf ist ausgesprochen stabil. 


Nun noch die Kanten verschleifen. Und dann laminieren. Von der Holz-Qualität her könnte man zwar auch so fahren. Bei dem angedachten Einsatzgebiet erscheint mir das laminieren sicherer. Und das Harz hab ich eh da, nur die Matte (48 Gramm ?) muss ich noch von Bacuplast holen.


Die kleinen "Füße" mit denen das Spantgerüst auf das Helling-Brett gesteckt werden haben nun ausgedient, sie stehen dem Deck im Weg.
Daher hab ich sie mit dem Bohrzwerg kurzerhand abgeschnitten. Danach noch an der Kante die Bordwand und das Spantgerüst auf eine wirklich einheitliche Höhe schleifen damit später das Deck verklebt werden kann.

Das abtrennen der Spant-Füße hab ich mit so einer, diamantbesetzten Trennscheibe aus dem Dental-Bereich gemacht. Gerade bei sowas macht Profi-Werkzeug echt Spaß !


Dienstag, 19. Juni 2018

Das "Mini-Tug Rudel" [1] : Auspacken und Übersicht

Vor einiger Zeit wurde ich durch einen Thread in meiner Facebook-Gruppe auf einen kleinen, einfachen China Bausatz eines Schleppers aufmerksam. Der skurile Klein-Schlepper wirkt etwas Comic-haft überzeichnet, das ist er aber in Wirklichkeit gar nicht. Es gibt in Nordamerika und Kanada solche "fahrenden Telefonzellen" tatsächlich. Und das gar nicht so selten ...

Kaufen kann man den Bausatz im Maßstab 1:18 bei eBay in 3 Versionen.
Den Q1 Plus bekommt man mittlerweile auch bei Banggood, ich hoffe das die den Bereich der Schiffsmodellbausätze noch deutlich ausbauen. Denn in der Richtung gibt es in China wirklich schöne Sachen !
Siehe Update ganz unten in diesem Posting !

Q1 : 220 x 105mm (kleiner Vorbau vor dem Steuerhaus, Achterdeck frei)
Q2 : 220 x 105mm (Vorderdeck frei, kleiner Maschinenraum auf dem Achterdeck)
Q1 Plus : 275 x 130mm (etwas größeres Steuerhaus, Achterdeck frei)

Aus den Bausatz Versionen Q1 und Q2 werde ich im Laufe der Zeit mehrere Modelle bauen. Denn durch die lustige Optik ist er für Kinder optimal. Und die geringen Maße des Schleppers ermöglichen einen Einsatz auf dem kleinen Wasserbecken auf dem Messestand.

Ein kleiner Karton für ein kleines Modell. Aber, wie ein erster Blick in den Karton zeigt ...

... das ganze ist sauber und ordentlich verpackt. Da gibt es nichts zu bemängeln. Der Mini-Zettel ist nur die Anleitung wie man an die Anleitung kommen kann. Die kann man in Form eines PDF runterladen. 27 Seiten (!) mit qualitativ guten Bildern und Zeichnungen. Sehr ordentlich. Das hätte ich in dem Umfang nicht erwartet.

In der linken Tüte finden wir Reifen und Kette, rechts die kleinen Polystyrolteile und die Verglasung.

In der nächsten Lage noch eine weitere Tüte in der wir die 3D-Druck Bauteile finden.

Darunter liegen die größeren Polystyrol-Bauteile.

Als letztes dann das Päckchen mit den gelaserten Holz-Bauteilen für den Rumpf. Sehr sauber gelasert und aus gutem, völlig geraden Holz. Auch dieses Päckchen ist sauber in Folie verpackt.

Diese Platte, unter anderem mit der Helling-Platte ist 2,8mm stark.

1,5mm stark sind die Rumpf-Seiten.

Diese Platte ist wieder 2,8mm stark und enthält die Spanten.

1,5mm stark, die Rumpfplatten.

Das Deck und die geraden Streifen sind aus 1,5mm starkem Polystyrol,
das schmale Schanzkleid ist 1mm stark. Zur Montage des Schanzkleids ist im Deck eine Nut eingefräst.

Sauber in einzelnen Tütchen verpackt : die Kleinteile. Selbst alle Antriebsteile incl. des 8,4V Motors sind vorhanden. Ich werde den Schlepper allerdings mit Messingschraube und Bühler Mini III 6V ausrüsten.

Fazit bis dahin : das alles habe ich schon öfter DEUTLICH schlechter gesehen. Bis hierhin bin ich mit dem Bausatz schon mal sehr zufrieden. Sogar ein Helling-Brett für die Überkopf-Montage des Rumpfs ist vorhanden.


Update :
Offenbar kopieren die China-Hersteller sich jetzt schon gegenseitig. Sehr ärgerlich. Der bei Banggood angebotene Q1 Plus Bausatz ist eine Fake-Kopie ! Der originale Hersteller schreibt dazu in einer eMail :


"Dear sir, please note that This is a fake kit, which is copied from my kit. I can see many differents form your pictures. and the package is different too. the contact EMAIL was also copied mine.
by the way, please note that the motor, shaft, prop are for Q1 not Q1plus. Thanks for your information, i will do some measures later."


Da diese Fake-Bausätze nicht den vollen Umfang haben und zusätzlich auch noch unter Fehlteilen leiden kann ich nur empfehlen die Finger von den von Banggood lieferbaren Q1 Plus zu lassen.

Sonntag, 22. April 2018

Baubericht Boom Boat (1:87), Teil 1

Vor einigen Tagen stellte Sven Löffler in meiner Facebook-Gruppe einen kleinen 3D-Druck vor. Ein kanadisches Dozer Boat (Boom Boat) als Micro-Modell im Maßstab 1:87.

Innerhalb einer halben Stunde meldeten sich 7 oder 8 Modellbauer mit dem Satz "das muss ich haben"... . Ich gehörte auch dazu. Auf der Intermodellbau Dortmund hat er mir den Bausatz jetzt übergeben. Hier erstmal ein paar Bilder von dem provisorisch zusammengesteckten Boot, allerdings natürlich noch ohne Antrieb und Schutzgitter.

  

Das Boot ist ganze 60 mm lang und 29 mm breit.
  

Es wird später von einem (im Wasser laufenden) 6mm Motor angetrieben der wie ein Schottelantrieb drehbar sein wird.

  

Das Fahrverhalten dieser Arbeitsboote gleicht etwas einem Autoscooter in 3 Dimensionen. Denn sie schaukeln stark. Und mit ihren leistungsstarken Motoren sind sie ausgesprochen wendig und schubstark. Sie werden von Sägewerken eingesetzt um Baumstämme zu bugsieren die über kleinere Flüssen den Sägewerken zugeführt werden.

  

Und so ähnlich wird der Innenausbau mal aussehen. Hier als Muster das Modell von Sven Löffler. 

Der Rumpf und der Aufbau des Bootes. Ein Micro-Servo (übrigens das kleinste lieferbare Standard-Servo), ein 6x10mm Motor, ein Eigenbau Ruderkoker, Schalter und Ladebuchse. Eigentlich fehlen nur noch eine Figur, der Empfänger und die Lipo-Zelle. Dann kann es los gehen.

Der Schalter und die 3polige Ladebuchse sind bereits eingebaut. Außerdem habe ich angefangen mit der Lackierung. Das Unterwasserschiff in einem ganz dunklen Grau, über Wasser hellgrau. Nur der Wellenbrecher bringt etwas (rote) Farbe ins Spiel. Später wird das ganze dann noch gealtert. Die Unebenheiten des 3D-Drucks habe ich ganz bewusst nicht versäubert. Die Oberfläche passt eigentlich ganz gut zu einem etwas verbeulten, zerschrammten Arbeitsboot.