Dienstag, 6. Januar 2026

Eine neue Einsteiger-Fernsteuer Reihe : die HotRC Sender

Ein weiterer kleiner, preiswerter 10 Kanal Einsteiger-Sender ist seit einiger Zeit auch auf dem deutschen Markt zu bekommen. Die HotRC HT-10A (oder auch Amewi ATXH10 genannt) bietet für einen Preis von nur ca. 55,- (in Deutschland, im Set incl. 10 Kanal Empfänger F-10A) einige recht interessante Features die man bei dem Preis nicht unbedingt erwarten würde.


Um Fragen vorzubeugen : ja, die Anlage hat (zumindest in der Version die bei europäischen Händlern* zu bekommen ist) tatsächlich eine Zulassung für einen Betrieb in Europa. Sie darf also legal in Europa betrieben werden.
Ob in China gekaufte Anlagen die selbe Firmware (EU-LBT) besitzen kann ich nur vermuten. Ich nehme es aber an da die selben Empfänger nutzbar sind. Die FC-iD ist bei chinesischen Käufen bisher nicht auf dem Typenschild aufgedruckt auch die Kompatibilitätserklärung liegt dann nicht bei.
* bekannt sind mir Amewi als Importeur/Großhändler sowie als Händler (zur Zeit) Aeronaut, Modellbaucenter Bochum und Berlinski

Der Sender hat ein kleines, aber knackig scharfes und gut ablesbares Farb-Display. Das Menue ist übersichtlich und eigentlich intuitiv zu erfassen. Ich werde diese Seite in den nächsten Wochen noch mit kleinen Anleitungen für das Menue ergänzen. Dafür brauche ich allerdings noch etwas Zeit. Das hier ist schließlich eine "One Man Show" mit den dann leider vorhandenen Beschränkungen.

Gerade bei kleineren Kinderhänden ist die kompakte Bauform des Senders von Vorteil, er liegt aber auch bei mir gut in der Hand. Aufgrund des geringen Gewichts (409g incl. der 4x AA Akkus) kann man ein, in die Öse eingehängtes, Schlüsselband als Sendergurt nutzen. Die beiden Antennen sind klappbar was für ein angenehm kleines Volumen in der Transportkiste sorgt. Für den Betrieb werden nur 4 Stück AA Batterien/Akkus benötigt. Wahlweise kann der Sender auch mit einem 2S LiPo Akku ausgerüstet werden, hierzu ist sogar ein 3pol. Ballancer Anschluss im Akkufach vorhanden. Auch das ist Anwender-freundlich. Allerdings ist das laden der Akkus im Sender nicht möglich !

Der Sender hat (laut Hersteller-Angabe) eine Stromaufnahme im Betrieb von 120mA. Mit einem frischen Satz 2000mAh Akkus müssten also 15 bis 16 Stunden Betrieb möglich sein. Das werde ich in den nächsten Wochen noch in Ruhe testen.

Die Joysticks sind erfreulich präzise und "stramm" in der Bedienung. Die eingeschraubten Griffstücke sind ähnlich denen der Flysky Sender und aus Aluminium gefertigt. In der Länge verstellbar sind sie allerdings nicht.

Im Betrieb ist die Anlage unauffällig, ich hab sie allerdings im Schiff noch nicht bei mehr als 250m Entfernung testen können. Die Angabe des Herstellers liegt bei 300m auf dem Wasser und 800m in der Luft. Wenn ich nach der Anzeige auf dem Display des Senders gehe müssten aber auf dem Wasser 400m machbar sein. Die Telemetrie soll eine Reichweite von 300m haben, auch das konnte ich bisher nicht überprüfen. Für eine normale Nutzung im Scale-Modellbau sollte das ganze aber vollkommen ausreichend sein. Ausfälle oder Verbindungsabbrüche hatte ich in den bisher keine.

Das binden der Empfänger ist über das Menue und einen Binding-Knopf am Empfänger leicht möglich. Ich habe als Test nacheinander mehrere Empfänger gebunden. Die Bindung blieb erhalten. Einen klassischen Modellspeicher zum auswählen des Modells gibt es nicht, ein eingeschalteter und gebundener Empfänger ist automatisch aktiv.

Im Set liegt nahezu immer ein nur 8 Gramm "schwerer" F-10A als Empfänger bei. Er hat bei 38x29x13,5mm volle 10 Prop-Kanäle zu bieten. Außerdem liegt ein Kabel mit einem kleinen, weißen Stecker in dem Tütchen des Empfängers. Das ist tatsächlich ein Anschluss um mit einer einfachen Telemetrie den Fahrakku zu überwachen, die Spannung wird dann auf dem Sender-Display angezeigt. Die Empfänger-Stromaufnahme (ohne angeschlossene Servos o.ä.) beträgt 39 mA.



Ein weiterer, interessanter Empfänger ist der F-01A Light Control. Er hat 8 Prop-Kanäle und tatsächlich 7 Schaltkanäle. Der Telemetrie-Anschluss ist auch bei diesem Empfänger vorhanden. Auch dieser Empfänger wiegt nur 8 Gramm und ist nur 38x25x13mm klein. Die Empfänger-Stromaufnahme (ohne angeschlossene Servos, Lampen o.ä.) beträgt auch hier 39 mA. Die Funktionen der Schalteinheit sind leider Kfz-lastig ausgelegt. Anschluss 1 : Blinker links - Anschluss 2 : Blinker rechts - Anschluss 3 : Rückfahrscheinwerfer - Anschluss 4 : Scheinwerfer - Anschluss 5 : Bremsleuchten (bei Fahrt als Rückleuchten gedimmt) - Anschluss 6 : Stroboskop-Blitz. Auf Anschluss 7 liegt BEC-Spannung an.



Der F-06A ist ein recht kleiner Empfänger mit 6
Prop Kanälen in Standard-Bauform. Er wiegt nur 7,4g und hat die Maße 38x24x13mm. Auch bei diesem Empfänger ist eine vereinfachte Telemetrie-Funktion (begrenzt auf die Fahrakku-Spannung) vorhanden. Einschänkungen in der Reichweite habe ich bisher nicht beobachtet.

 

Weitere, kompatible Empfänger mit PWM Ausgabe gibt es auch. Die liegen mir aber bisher nicht vor, das wird sich aber noch ändern.
F-01AT Gyro Light (8 Prop Kanäle, Gyro, 7 Schaltfunktionen)
F-04A                     (4 Prop Kanäle Standard), 5g - 32x18x13mm
F-04BT Gyro          (4 Prop Kanäle, Micro-Format, Gyro), 3g - 22x15x10mm
F-08A                     (8 Prop Kanäle Standard), 7,4g - 38x24x13mm
F-08AT Gyro          (8 Prop Kanäle, Gyro), 7,4g - 38x24x13mm
F-06AT Gyro          (6 Prop Kanäle, Gyro), 7,4g - 38x24x13mm

Mein Fazit : für kleinere Projekte wo man mit den gebotenen Funktionen auskommt ist die Anlage durchaus zu empfehlen. Für Kinderhände ist sie ein idealer Handsender.

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Die HotRC CT-10B ist ein handlicher Pistolensender der gut in der Hand liegt und erstaunliche 10 Kanäle mit bringt. Es gibt Modellspeicher und sogar eine Überwachung der Fahrakku-Spannung per Telemetrie. Dieser Sender hat eine Stromaufnahme von 160 bis 300mA, mit meinem 3400mAh LiIon Akku liegt die Betriebszeit bei ca. 11 Stunden.


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Die HotRC DS-650 ist eine kleine Einhand-Fernbedienung mit 6 Kanälen.
Sie hat einen eingebauten 1500mA LiPo Akku, eine vereinfachte Telemetrie (Fahrakku-Spannung) und erstaunlicherweise die volle Reichweite. Laut Herstellerangabe liegt der Stromverbrauch bei rund 100mA, der Sender sollte also einen ganzen Tag in Betrieb durchhalten. Das sehr kleine Display ist gut ablesbar und zeigt alle wesentlichen Daten an.




Dieser Beitrag ist noch in Arbeit, es werden noch Bilder, weitere technische Daten und auch kleine Hinweise zum Menue nachgefügt. Dann wird dieser Beitrag auch in das Inhaltsverzeichnis eingefügt. Ich bitte um etwas Geduld.

Donnerstag, 3. Juli 2025

Eine neue Aufnahme für FPV Monitore

Bisher konnte mich keine käufliche oder als stl verfügbare Halterung für FPV Monitore überzeugen. Sperrig, schwer, instabil ... das ist es alles nicht.

So hab ich dann eine "Cold Shoe" Aufnahme mit Hilfe einer gedruckten Ausgleichsplatte am Sender montiert.
 
Mit Zubehör Halteschrauben kann ich nun meine 3 Zoll FPV Monitore am Sender befestigen.

So sieht das dann am Sender angeschraubt aus.
 
Na also, so hab ich mir das vorgestellt. Hier mit einem 3 Zoll Monitor mit integriertem Akku und Empfänger. Laufzeit ca. 3 Stunden.
 
Bei Bedarf kann ich darauf jetzt auch eine ActionCam zum Filmen beim fahren montieren.

Mittlerweile sind alle meine Sender so aufgerüstet. Es sind zwar längst nicht alle Modelle mit Kameras ausgerüstet, ich hab aber gerne gleichwertig ausgestattete Sender um flexibler wechseln zu können wenn ein Sender mal (was noch nie vorgekommen ist) Probleme machen sollte.

Noch ein paar Worte zu meinem (eigentlich veralteten) analogen FPV Übertragungssystem. Ja klar, ein digitales System hätte mehr Reichweite und eine höhere Auflösung. Eigentlich wäre das von Vorteil. Aber ...
Die Kameras und die Sender für das analoge System sind winzig klein und passen so auch in Boote mit wenig Platz oder sehr geringer Zuladung. Das ist ideal für jemanden wie mich. Denn ich habe überwiegend kleine Modelle. Ein weiterer Punkt ist die Stromaufnahme die bei dem analogen System recht gering ist. Außerdem habe ich in meinen analogen Systemen sehr kleine Recorder die die Videos auf dem Schiff (und damit ohne Funkstörungen !) direkt auf einer Micro SD Karte aufzeichnen.
 
Fazit : vorerst bleibe ich beim Thema FPV echt analog. Und das liegt nicht nur am Preis.

Montag, 16. September 2024

Kleiner Tip zwischendurch .... (4)

Der absolute Horror ... das neue Modell liegt bei der Probefahrt mitten auf dem See und rührt sich nicht mehr.

Klar, den Trick mit der schwimmfähigen "langen Leine" kennen wir alle. Aber solang sich die Schraube des Havaristen noch dreht ist das keine gute Idee.


Da könnte sowas hier helfen. Das "gabelförmige" Alu-Gestell muss dabei von dem Modell das zum schieben genutzt wird nicht mal getragen werden, es wird durch die Pool-Nudeln nicht nur gepolstert sondern auch schwimmfähig gemacht.


So kann ich Modelle bis 34 cm Breite sicher greifen und an Land schieben. Und sollte der Havarist doch noch sinken kann er mein Rettungs-Modell nicht mehr gefährden. Durch die Schrägen Verstrebungen ist das ganze SEHR stabil.

Mittlerweile entsteht eine ganz neue, verstellbare Bergegabel. Den Beitrag dazu findet ihr dann hier. Die Beschreibung der alten Gabel lasse ich für Nachbauwillige online.
P.S. Anfragen zwecklos, die alte Bergegabel hat bereits einen neuen Besitzer.  😏


Da die beiden Seile die hinten am Modell belegt werden keine größeren Kräfte aufnehmen müssen, sie dienen nur zur Rückwärtsfahrt beim Manövrieren, werden auch keine größeren Ansprüche an die Poller gestellt. Einfache, auf dem Deck verklebte Poller sind vollkommen ausreichend.


Die Materialkosten (Aluprofile, Schrauben, Sicherungsmuttern und Pool-Nudeln) liegen bei unter 25,- €. Bitte nehmt dafür die Pool-Nudeln die bereits der länge nach ein Loch haben. Das erleichtert den Bau.


Das Fahrverhalten ist erstaunlich gut. Man muss nur relativ viel Gas geben um eng um die Kurve zu kommen. Die beiden Seile  sorgen nur dafür das die Sleppco das Gestell zurück zu ziehen. Bei Vorwärtsfahrt schiebt die Sleppco mit dem Bug gegen das gepolsterte Gestell. Bei etwas mehr Wellengang ist es auch von Vorteil das die Sleppco eben nicht in dem Gestell fixiert ist, sie kann sich so frei bewegen ohne das sie Kräfte aufnehmen muss.


Einkaufsliste:
1 Alu-Winkelprofil, 100 cm lang (für die Schrägstützen), Größe nebensächlich
3 Alu-Vierkantrohre 20x10mm, je 100 cm  lang
2 Poolnudeln mit Längsloch, je 150 cm lang
2 Seilstücke
Schrauben M5 (Länge passend zu den verwendeten Alu-Profilen)
selbstsichernde Muttern M5

Der Aufbau selber ist relativ einfach es handelt sich um ein einfaches "H" mit doppelter Querstrebe.

  



  

Viel Spaß beim nachbauen !


Und vielen Dank an Dennis und Christoph für die beiden "Testobjekte".

Auch große Brocken wie diese 18 kg schwere Atlantis sind kein Problem.

Nachtrag :

Eine Woche später haben wir mit dem Graupner Rettungsboot "Werner Kuntze" von Christoph Rode als Antrieb weitere Probefahrten gemacht. Und sieh an ... auch dieses relativ kleine Modell wird sehr gut damit fertig.



Update : da sich rausgestellt hat das bei großen Entfernungen oder schlechter Sicht das aufnehmen eines Havaristen noch deutlich verbesserungswürdig ist hab ich vorne an der Gabel jetzt eine Art "Trichter" angebracht. Das leitet den Havaristen deutlich besser in die Gabel. Außerdem wird sich so die Fahrt voraus deutlich verbessern.


Hier noch ein On Board-Video. So kann man die Arbeitsweise noch besser sehen :


Der ultimative Härte-Test ergab sich in Waltrop mit dem 35 kg schweren und 1,80m langen Modell von Reinhard Bastigkeit.

  

Da meine Sleppco ein gutes Stück übermotorisiert ist gelingen selbst solche Bergemanöver. Die Grenze wird dabei eher durch das einfache Ruder der Sleppco gesetzt. Man hat dann echte Probleme zu steuern.

Eine vereinfachte Version dieser Bergegabel in hellgrün (Version 2.0) ist mittlerweile bei mir in Gebrauch, die blaue Bergegabel ist mittlerweile in der Flotte von Christoph Rode im Einsatz.
 

Für kleinere Modelle als "Schieber" hab ich mittlerweile die stark verkleinerte Version 3.0 gebaut.
 
 
Sie soll mit Modellen bis 120mm Breite geschoben werden. Also z.B. mit Modellen auf Basis des Pollux Rumpfes oder mit dem Clyde Puffer den ich gerade baue. In die Gabel passen Modelle bis 210mm Breite. Aber auch bei breiteren Modellen kann die Gabel unter den Bug geschoben werden.
 
Bei der grünen und der organgen Gabel wurden rechteckige (10x20mm) Alu-Rohre aus dem Bauhaus verwendet. Zusammengefügt wurden sie mit Knotenblechen und Poppnieten.


Und dann gibt es noch bewegte Bilder :



Donnerstag, 22. Juni 2023

Multifunktion für die Flysky FS-i6s (und andere Einsteiger-Anlagen ?)

Nach längerer Zeit mal wieder eine Bastelei rund um die Flysky FS-i6s. Und zwar die Ausrüstung mit 4 zusätzlichen Kipptastern zum schalten von Schalt- und/oder Tastfunktionen. Prinzipiell lässt sich das System bei fast allen Sendern verwenden die in den Gebern Postis verwenden, völlig unabhängig vom Fabrikat oder Übertragungsprotokoll des Senders. Anleitungen zu anderen Sendern als der Flysky FSA-i6s werde ich nicht geben, da werdet ihr schon selber experimentieren müssen. Grundsätzlich sollte das System aber bei allen Anlagen funktionieren die auf den Prop Kanälen mit Potis arbeiten.


Im Ursprung wurde das System von Günther Wille entwickelt und als Prototyp gebaut. Auf seiner Homepage ist eine Beschreibung der Module incl. der Programme für die Atmega8 veröffentlicht. Außerdem findet ihr dort auch zwei Videos die die Funktion zeigen. Da Günther die umgebaute Anlage für seine Projekte in absehbarer Zeit nicht brauchte (er setzt mittlerweile auf Flysky FS-i6x mit OpenTX/EdgeTX) verkaufte er mir die Anlage im Frühsommer 2023.

Da ich auch danach schon gefragt wurde : ein umflashen der Flysky FS-i6s auf OpenTX/EdgeTX ist aufgrund des zu kleinen Speichers bisher NICHT möglich. Ich glaube auch nicht das da noch was kommen wird. Fragen dazu sind also sinnlos.



Für mich ist das der siebte Flysky FS-i6s Sender. Da ich diese Sender sehr mag steuere ich praktisch meine gesamte Modellflotte damit. Und da ich gerne alle Sender mit der selben Ausstattung nutze baue ich nun meine anderen Sender genau so um wie den Prototypen von Günther.

Mit ein paar kleineren Anpassungen. Günther nutzte zum übertragen der Multifunktions-Taster den Kanal 5 und legte dafür das Zusatz-Poti VRA lahm. Da ich die senkrechte Funktion des Ruder-Steuerknüppels (rechter Kreuzknüppel) nicht brauche und in Zukunft ein Schaltmodul auch mit dem Mikro-Empfänger Flysky F2A nutzen möchte habe ich das umgeklemmt auf Kanal 2. Außerdem hab ich die Schalter SWB und SWC durch kurze Standard-Schalter ersetzt da die weniger bruchgefährdet sind.

Für den Umbau eines Senders braucht man 2 Ein/Aus/Ein Kippschalter (um die Originalschalter der Positionen SWA und SWD zu ersetzen, die Anleitung findet ihr hier). 4 (Ein)/Aus/(Ein) Kipptaster für die Bedienung der Schaltfunktionen. Und für den Aufbau dann noch 1x Widerstand 1,5 kOhm und 6x Widerstand 750 Ohm.

VRA bleibt bei meinen Anlagen trotzdem abgeklemmt. Denn ich brauche später eine Möglichkeit Eigenbau-Soundmodule zu bedienen. Und dafür brauch ich einen freien Prop-Kanal. Da ich keinen Platz für weitere Schalter o.ä. habe nutze ich dafür später auch die 4 Zusatz-Kipptaster die dazu einfach mit einem weiteren Kippschalter auf den Kanal 5 umgeschaltet werden können. Dazu (und zu dem Eigenbau-Soundmodul) werde ich zu gegebener Zeit eine Extra-Seite anlegen. Bei dem folgenden Bild ist dieser Kippschalter zum auswählen Sound/Funktion bereits oberhalb des Displays zu sehen. Sind die 4 Zusatztaster auf "Funktion" geschaltet wird gleichzeitig der Sound-Kanal (Kanal 5) über eine Widerstandsbrücke auf Mitte festgelegt. Das gleich passiert wenn die 4 Zusatztaster auf "Sound" geschaltet sind mit dem Funktionskanal (Kanal 2). So kann ich mit den Kipptastern zusätzlich und ohne weiteren Platzbedarf im Sender, bis zu 8 Soundfunktionen schalten.




Zum bohren der Löcher für die 4 Zusatz-Kipptaster hab ich mir mit dem 3D Drucker eine Bohrschablone angefertigt. Die wird auf die Gewindebohrung gesteckt und mit einem Streifen Doppelklebeband fixiert. Dann werden die 4 Bohrungen mit 2mm vorgebohrt. Danach können die Bohrschablone entfernt und die 4 Bohrungen auf 6mm aufgebohrt werden. So ist gewährleistet das die Bohrungen genau an den Stellen gemacht werden wo innen im Sender keine Bauteile im Weg sind.





Das Prinzip der Multifunktionstaster ist relativ simpel und gerade deswegen ziemlich genial. Diese 4 Dreistellungs-Taster haben ihre Nullstellung in der Mitte. Indem man entweder nach oben oder nach unten tastet kann man mit jedem der Taster 2 Funktionen schalten oder tasten. Bei 4 Kipptastern gehen also 8 Funktionen. Dabei ist jeder Taststellung über Widerstände ein PWM-Wert zugeordnet der beim tasten vom Sender an den Empfänger übermittelt wird. Über eine Platine auf dem Schiff wird das ausgewertet und dann (über einen Transistor verstärkt) für die Verbraucher zur Verfügung gestellt.
Die 4 Kipptaster lösen 8 verschiedene PWM Werte aus :
100 - 116 - 129 - 141 - 155 - 166 - 178 - 200

Zusätzlich werden die Kippschalter SWA, SWB, SWC und SWD ausgewertet und als Schaltfunktionen auf dem Schiff verfügbar gemacht.

Zur Zeit habe ich die Platinen die Günther entwickelt hat zur Verfügung. Diese Platinen habe ich (nach dem Entwickler) als "GüWi Mini" und "GüWi Maxi" bezeichnet. Um das ganze übersichtlicher zu gestalten werde ich diese Bezeichnungen jetzt auch hier nutzen.


Die Platine "GüWi Mini"

Sie stellt die Funktionen der Kippschalter SWA - SWD in Form von 8 Schaltfunktionen zur Verfügung. Die Funktionen der 4 Zusatz-Tastschalter werden getrennt ausgewertet.
Version A : 8 Tastfunktionen
Version B : 4 Schaltfunktionen + 4 Tastfunktionen
Beide Versionen sind optisch und technisch baugleich, sie unterscheiden sich nur in der Programmierung.


Die Platine "GüWi Maxi"

Mit dem Kippschalter SWA werden die Funktionen der 4 Zusatz-Tastschalter in 3 Ebenen umgeschaltet.
Die Kippschalter SWB, SWC und SWD werden direkt ausgewertet und in Form von 6 direkt schaltbaren Funktionen verwendet.
Über die Zusatz-Tastschalter können auf der ersten Ebene 8 Tast-Funktionen ausgelöst werden. Auf der zweiten und dritten Ebene können je weitere 8 Funktionen ausgelöst werden, sie können mit Jumpern als Tast- oder Schaltfunktion konfiguriert werden.


Mittelfristig möchte ich eine Reihe weitere Auswerte-Platinen schaffen. Nicht weil ich mit den GüWi-Platinen unzufrieden wäre sondern weil ich noch andere Konfigurationen schaffen möchte. Außerdem wäre ich für die Kleinmodelle an einer extra kleinen Variante interessiert. Aufgrund meiner mangelnden Programmier-Fähigkeiten werde ich diese Module allerdings wahrscheinlich auf Arduino- oder ESP32-Basis bauen. Hierbei wäre möglicherweise auch eine direkte Auswertung des S-Bus Signals denkbar.


Folgende Bausteine sind dabei bisher angedacht :

Meyer Switch "Micro A"
Möglichst kleine Bauart, Funktion wie beim GüWi, Steuerung nur über die Zusatz-Kipptaster !
4 Tast-Funktionen
4 Schalt-Funktionen

Meyer Switch "Micro B"

Möglichst kleine Bauart, Funktion wie beim GüWi, Steuerung nur über die Zusatz-Kipptaster !
5 Tast-Funktionen
3 Schalt-Funktionen

Meyer Switch "Micro C"
Möglichst kleine Bauart, Funktion wie beim GüWi, Steuerung nur über die Zusatz-Kipptaster !
6 Tast-Funktionen
2 Schalt-Funktionen

Meyer Switch "Micro D"
Möglichst kleine Bauart, Funktion wie beim GüWi, Steuerung nur über die Zusatz-Kipptaster !
8 Schalt-Funktionen

Meyer Switch "Mini A"

Funktion wie bei GüWi (Schaltung über die 4 Zusatz-Taster und SWA - SWD).
8 Schaltfunktionen (SWA – SWD)

8 Tastfunktionen (Zusatztaster)

Meyer Switch "Mini A (s-Bus)"
Funktion wie
Meyer Switch "Mini A",Ansteuerung über s-Bus.

Meyer Switch "Mini B"
Funktion wie bei GüWi (Schaltung über die 4 Zusatz-Taster und SWA - SWD).
8 Schaltfunktionen (SWA – SWD)
4 Schaltfunktionen (Zusatztaster)
4 Tastfunktionen (Zusatztaster)

Meyer Switch "Mini B (s-Bus)"
Funktion wie
Meyer Switch "Mini B", Ansteuerung über s-Bus.

Meyer Switch "Midi"

Funktion wie bei Günther Wille (Schaltung über die 4 Zusatz-Taster und SWA - SWD).

Gruppen-Umschaltung (SWA)

6 direkte Schaltfunktionen (SWB, SWC und SWD)

8 Tastfunktionen (Gruppe A)

8 Schalt- oder Tastfunktionen, konfigurierbar (Gruppe B)

8 Schalt- oder Tastfunktionen, konfigurierbar (Gruppe C)

Meyer Switch "Midi (s-Bus)"

Funktion wie bei
"Meyer Switch Midi", Ansteuerung über s-Bus

Aufgrund mehrerer Anfragen : Ich werde alle zum Nachbau notwendigen Informationen nach ausgiebigen Tests, also irgendwann im Winter 2023/24, in meiner Facebook-Gruppe "RC Schiffsmodellbau" hochladen. Ob es noch andere Download-Möglichkeiten geben wird ist noch nicht entschieden. Wenn die Datei online ist werde ich das hier bekanntgeben, zur Zeit ist das noch nicht der Fall !

Wer den Testsender und die ersten Auswertemodule in Betrieb sehen möchte hat auf den Messen "Faszination Modellbau 2023" auf dem Stand meiner Facebook-Gruppe die Gelegenheit dazu. Auf der
"Intermodellbau 2024" und der "Faszination Modellbau 2024" ist dann wahrscheinlich auch das zugehörige Soundmodul auf der Messe zu sehen. Sprecht mich einfach an.

Samstag, 13. August 2022

Klein, kleiner ... und es segelt doch !

In der ersten Hälfte der 2000er Jahre gab es einen kleinen, feinen Segelboot Bausatz mit dem treffenden Namen "Sailing Uhu" ("Uhu" = unter hunderdert, gemeint ist das Gewicht in Gramm). Geschaffen in Eigenleistung von mehreren Modellbauern. Daraus entsteht an ca. 2 Wochenenden ein kleines Segelboot. Mit 182 mm Länge, 76 mm Breite und ca. 100 Gramm Gewicht ist das Modell der ideale Begleiter auf Reisen. Denn es passt mit allem Zubehör mühelos in einen Standard-Alukoffer. Der Rumpf ist ein Langkieler mit innenliegendem Ballast, dadurch ist das Modell wenig anfällig für Dreck im Wasser.

Lange Zeit habe ich nach diesem Bausatz gesucht und keinen bekommen. Vor einiger Zeit meldete sich dann ein Modellbauer bei mir der das Hobby leider aus gesundheitlichen Gründen an den Nagel hängen muss. Er habe noch einen fast jungfräulichen Bausatz und wolle sich davon trennen.

Das Resultat ist das der Bausatz nun vor mir auf dem Tisch steht. Bis auf ein ABS Tiefziehteil aus dem die Decks-Zugangsluke gebaut werden soll ist der Bausatz komplett.

Meine technische Ausstattung sieht wie folgt aus :

  • Flysky FS-2A Empfänger mit 4 Kanälen (2,7 Gramm)
  • zwei GH-37D Servos (je 4,8 Gramm incl. Kabel)
  • LiPo Einzelzelle mit 180mAh (4,4 Gramm ohne Stecker)
  • innenliegendes Kielgewicht aus 62,6 Gramm Blei

Da ich etwas mehr in Richtung Scale-Optik gehen will ändere ich die Besegelung. Es wird eine optisch ansprechende Gaffel-Besegelung. Einsetzbar wird das Modell bis Windstärke 3 sein. Obwohl der Akku sehr klein ist sollte die Betriebszeit bei ca. 1,5 Stunden liegen.

Eine einfache, manuell schaltbare LED Positionsbeleuchtung macht das Modell tauglich für Dämmerungs-Einsätze z.B. bei Veranstaltungen.

Beheimatet ist das Boot (an der Flagge deutlich erkennbar) in Schweden, genau genommen in Stockholm. Der Name "Liza" geht zurück auf eine, im Januar 2022 verstorbene, schwedische Sängerin zurück : Liza Öhmann. Sie war u.a. von 1979 bis 1981 als Backroundsängerin mit ABBA auf Tournee.


Bilder werden in den nächsten Tagen nachgefügt !

Donnerstag, 7. April 2022

Figuren in 1/10

Ein offenes Boot wie mein 1/10 Opduwer braucht natürlich eine oder mehrere Figuren. Schade nur das die dann so starr im Boot sitzen ... oder doch nicht ?  😏

Vor über einem Jahr bin ich auf eine Webseite gestoßen. Dort waren Videos von ferngesteuert beweglichen Figuren (Animatroniks) zu sehen. Leider in größeren Maßstäben wie 1/4 oder 1/6. Nun, da ich neugierig bin hab ich den Macher dieser Figuren angeschrieben. Und er ließ sich tatsächlich überzeugen drei Prototypen in 1/10 zu fertigen und mir zu schicken. Die Bauteile sind sauber 3D-gedruckt und passen wirklich gut zusammen.

Eine dieser Figuren wird demnächst an Christoph Rode gehen, zwei (1x weiblich und 1x männlich) werde ich selber aufbauen. In den Körper der Figuren passen tatsächlich bis zu 5 Servos der 1,7g Klasse. So kann die Figur beide Arme hebn, den Kopf drehen und nicken. Das 5. Servo (mit dem der Kopf auch geneigt werden könnte) werde ich wohl wahrscheinlich nicht einbauen.


Nur im Schulterbereich sind meine derzeit vorhandenen Servos noch zu klobig, das passt so nicht. Es gibt aber passendere Servos, die muss ich nur erst bestellen. Da sind dann die Gehäuse am Abtrieb deutlich schmaler und passen in die Schultergelenke.

Für die Steuerung plane ich einen Arduino zu verwenden. Darauf werden verschiedene Bewegungsabläufe, einzeln abrufbar gespeichert. Zusätzlich werde ich die Figuren in jeder Funktion ferngesteuert bewegen können. Allein die Schaffung des nötigen Codes zur Steuerung von mindestens 8 Servos und mehrerer Zusatz-Funktionen wird mich wohl länger beschäftigen. Vor allem da ich in dem Bereich nur über sehr geringe Erfahrungen verfüge.

Allerdings ist es so das ich durch den Bau des Wohnmobils vorerst vollkommen ausgelastet so das die Figuren wohl noch länger brauchen werden. Dies hier ist also bisher eher eine Art Vorschau. Sobald es Fortschritte gibt werde ich sie aber hier zeigen.



Sonntag, 17. Oktober 2021

Warum es hier so ruhig ist ...

Der Modellbau muss bei mir gerade eine kleine Pause einlegen. Ich bereite die Messestände unserer Facebook-Gruppe für die Modellbaumessen in Friedrichshafen (4.-7. November) und Dortmund (17.-20. November) vor. Kommt uns doch mal besuchen, es wird sich lohnen ! Ich kann schon verraten das wir eine ganze Reihe richtig tolle Ausstellungsstücke mitbringen werden.

Außerdem arbeite ich daran unser "neues" Auto zu einem Wohnmobil umzubauen. Noch laufen die Vorbereitungen. Aber ab Ende November werden wir mit dem Innenausbau beginnen. Das lässt mir derzeit keine Möglichkeiten für den Modellbau. Dafür wird dieses Fahrzeug unsere Möglichkeiten auch für den Modellbau stark erweitern ! Auf die dann möglichen Reisen freuen wir uns schon.


Die wenige Zeit die ich übrig habe werde ich diesen Winter brauchen um die Schäden der Saison an meinen Schiffen auszubessern. Unter anderem hat mein Polizeiboot einen Sturz-Schaden der zu einem Riss im Rumpf geführt hat. 😔 Auch die Soundmodule von Polizeiboot und Sleppco brauchen etwas "Liebe".

Eine kleine Vorschau habe ich aber für euch. Der Opduwer der aus den Gfk-Teilen von Robert Alkier entsteht wird diesen Winter auf jeden Fall fahrbereit werden. Den Rohbau hat Christoph Rode für mich übernommen. Und ich arbeite, soweit es meine Zeit erlaubt, an den animatronischen Figuren und an der Programmierung des Steuer-Arduino für die Figuren. Das wird so richtig witzig werden !

Montag, 23. August 2021

Eine neue, alte Idee : die Bergegabel 2.0

 Im Laufe der Jahre haben sich bei meiner alten Bergegabel ein paar kleinere Schwächen rausgestellt. Sie ist stabil, einfach zu bauen und gut zu manövrieren. Aber sie ist nicht für unterschiedlich große Schiebe-Modelle verstellbar. Und ich wünschte mir die Arme der Gabel auf 45 Grad Winkel aufstellen zu können um z.B. Treibgut vom Wasser abfischen zu können.



Für den Verstell-Mechanismus arbeite ich mit Alu-Profilen von Alfer. Die gibt es in abgestimmten Größen das man sie übereinander schieben kann.



So wird der erste, verstellbare Arm auf die H-förmige, mittlere Brücke aufgeschoben.


Mit der einfach stramm aufgeschobenen Poolnudel sieht das doch schon sehr gut aus.


Montage des ersten Gabel-Holmes auf der Havaristen-Seite ...


... sie ist auf ca. 45 Grad ausstellbar. Nur die Poolnudel fehlt noch. Da die elastisch ist wird sie einfach mit verstellt.


Und schon ist sie da, die "Nudel vom Dienst". Beide Seiten der Gabel sind unabhängig voneinander verstellbar.





In den nächsten Stunden geht es weiter ...