Donnerstag, 12. September 2019

Der Navy Twin Stick

Nutzer moderner Fernsteuerungen, vor allem wenn sie mehrmotorige Boote bauen, schielen immer etwas neidisch auf die altmodischen Futaba F14 Sender. Dafür bekommt man nämlich einen Doppel-Fahrhebel (zwei parallele Hebel), den s.g. Navy Twin Stick.

Ja, man kann dieses altmodische (und sehr teure) Futaba Teil an mehrere andere Anlagen anpasssen. In die von mir genutzte Flysky FS-i6s passt er aber nicht mal mit Gewalt rein. Er ist einfach viel zu sperrig.

So lag der Wunsch nach einem Eigenbau nahe. Über Monate hab ich darüber immer mal wieder nachgedacht, bin aber irgendwie nie dazu gekommen das ganze wirklich zu beginnen. Im September 2019 kam die ganze Sache dann rasant in Fahrt. 

Im Forum "RC-Modellbau-Schiffe" tauchte im Datei-Bereich eine .stl Datei des Users "Starkaptain" für einen Navy Twin Stick für die Flysky Anlage auf. Von diesem Twin Stick entsteht bei mir gerade ein Prototyp.


Um Missverständnissen vorzubeugen, eine Nutzung ist mit dem Urheber der stl-Datei abgesprochen und von ihm bereits genehmigt.

 Das ist das gesamte benötigte Material. Die im Bild sichtbaren Messingschrauben werde ich noch durch 2mm längere Stahlschrauben ersetzen.


 Die Grundplatte.
  
 Mit eingelegten Knüppel-Unterteilen und den 3 Klemmbrücken.


 Durch mehr oder weniger festschrauben der Klemmbrücken wird der Widerstand beim bedienen eingestellt.


 Der Blick von oben auf die Grundplatte mit eingelegten Knüppel-Unterteilen.


 Die Messingrohre (4mm Durchmesser) können so lang gewählt werden wie man möchte. Meine sind 28mm lang, der Twin Stick ist so nicht höher als der Kreuzknüppel auf der anderen Seite. Macht man sie länger ist die Bedienung natürlich feinfühliger möglich.
 Die Messingrohre werden als erstes VORSICHTIG in die Griffstücke eingepresst. Ich habe das mit einem Maschinenschraubstock gemacht. Danach habe ich sie sehr vorsichtig in die Knüppel-Unterteile eingepresst. Das muss möglichst gerade erfolgen. Nach dem einpressen habe ich einen Tropfen sehr dünnflüssigen Sekundenkleber in die Fuge gegeben, durch die Kapillar-Wirkung wird er nach innen gezogen.

 
Der Twin Stick passt optisch sehr gut zu der Anlage und kann noch farblich angepasst werden. Das werde ich bei dem Prototyp vorerst wohl nicht machen. 

 Die Potis werden dem Original-Steuerknüppel entnommen.


 Sie passen optimal in dafür vorgesehene Halterungen rechts und links in der Grundplatte. Allerdings muss man zur Montage die kleinen Platinen VORSICHTIG so weit weg biegen das sie nicht im Weg sind.


Bei Einbau muss man darauf achten das sich die Potis in Mittellage befinden ! 


Das Verbindungskabel von der linken Seite zur Anschluss-Platine auf der linken Seite kann leider nicht weiter verwendet werden da es zu kurz ist. Hier müssen 3 kleine Litzen eingelötet werden. Nach dem einstecken des Steckers in die Anschluss-Platine und dem schließen des Sender-Gehäuses kann der Twin Stick in Betrieb genommen werden.




In meinen Sendern läuft der Twin Stick völlig problemlos und ich werde weitere Anlagen so umrüsten.



 
Für Backbord und Steuerbord kann man die Knüppel-Oberteile auch in rot und grün anfertigen.

Komplette Bausätze gibt es jetzt in 5 Farben :






Seit ein paar Tagen habe ich auch die Verriegelung für den Stick fertig.


 
Drückt man den Stift auf der rechten Seite hinein sind die Stick gekoppelt. Drückt man ihn auf der linken Seite rein sind die Sticks einzeln.
______________

Ein Mitglied meiner Facebook-Gruppe, Christoph Rode, hat in seine Anlage sogar zwei Twin Sticks eingebaut. Der zweite, quer eingebaute Stick steuert Ruder und Querstrahlruder.

 
Das funktioniert aber nur wenn man den Umbau auf andere Kippschalter unter Verzicht auf die Schalter-Platinen gemacht hat. Nur dann ist genug Platz für diesen Umbau !
________________
In die Flysky FS-i6 und FS-i6x passt der Twin Stick ohne Anpassungen ebenfalls.

Dieser FS-i6x Sender hat noch eine Besonderheit : schwarze Griffstücke und rot/grüne Knüppel-Unterteile. Außerdem Dreipositions Kippschalter auf allen 4 Positionen. Aber dazu an andere Stelle mehr.

Mit diesem Twin Stick sind bisher folgende Anlagen ohne Anpassungen umbaufähig :
Flysky FS-i6 sowie alle Fremd-Label dieser Anlage*
Flysky FS-i6s 
sowie alle Fremd-Label dieser Anlage*

Flysky FS-i6x sowie alle Fremd-Label dieser Anlage*
Flysky FS-NV14 sowie alle Fremd-Label dieser Anlage*
Flysky FS-i8
Flysky FS-ST8
Align T10
Pichler GigaProp 6
Reely HT6
Jamara FCX-6
* Fremd-Label : Reely, Modelcraft, Turnigy, Pichler, Jamara, Align


Mit diesem Twin Stick sind bisher folgende Anlagen mit geringen Anpassungen umbaufähig :
Flysky FS-tm10 (Anpassungen an der Grundplatte)

Flysky FS-i10
Carson Reflex Stick Pro (Verwendung von Flysky-Potis)  Facebook-Link

NICHT umbaufähig ist die Flysky FS-T6 ! Diese Anlage hat die alten Kreuzknüppel, der hat eine komplett andere Aufnahme !

Eine Carson Reflex Stick Pro mit dem Twin Stick ausgerüstet.
Weitere Umbauten von "Fremdanlagen" findet ihr hier.


Zusätzlich die Option
Da ihr zum Bau des Twin Sticks zusätzlich einen originalen Kreuzknüppel ausschlachten müsst könnt ihr einen solchen Kreuzknüppel bei Banggood bestellen. So kann man an die nötigen Potis für den Carson-Umbau kommen oder auch eine Flysky Anlage später wieder in Originalzustand bringen.


Und dann : VIEL Spaß mit den neuen Fahreigenschaften des Modells !
In dem folgenden Video das Schiff hat KEIN Bugstrahlruder, es wird ausschließlich über die Antriebe auf der Stelle gedreht !

Moderne Zeiten ... oder : der erste 3D Drucker zieht ein.

Es war für mich ein längerer Weg bis zum 3D Drucker.

Der eine Grund ist mein relativ geringer Etat der nicht wirklich zu meinen vielen Baustellen passt. Das andere Problem habe ich bis jetzt allerdings noch nicht lösen können : mein Bauern-Notebook ist zum 3D zeichnen fast ungeeignet.

Eigentlich wollte ich einen Ender 2 kaufen da der wesentlich besser zu dem (nicht vorhandenen) Platz in der Hobbywerkstatt passen würde.

Egal, jetzt musste es einfach sein. Das ein Mitglied meiner Facebook-Gruppe den Drucker nahezu unbenutzt und in gutem Zustand abgeben wollte war ein echter Glücksfall. Der Bausatz für einen "Creality Ender 3pro" ist dann also auf der Flottenparade im Freibad Eschbachtal in Remscheid übergeben worden. Für den größeren Platzbedarf werde ich schon einen Kompromiss finden.

Dieser preiswerte Drucker hat einen Bauraum von 220 x 220 x 250mm. Klar, das hört sich ertmal klein an. Aber für das was ich damit machen möchte reicht das vollkommen aus. In meiner sehr kleinen Wohnzimmer-Werft wäre ein noch größerer Drucker nur sehr schwer aufzustellen. Dazu kommt das für den "Ender 3" bereits eine ganze Reihe Hardware Upgrades bekannt sind durch die man mit diesem sehr preiswerten Drucker wirklich gute Ergebnisse erzielen kann. Das war allein schon wichtig da mir noch die Erfahrung fehlt solche Upgrades selber zu entwickeln.

Was verspreche ich mir von dem Drucker ?
Der Drucker soll in erster Linie eingesetzt werden um technisches Zubehör (Servohalter u.ä.), Werkstatt-Material und Beschlagteile zu fertigen. Das drucken kompletter Modelle ist bei mir, der kleine Druckraum lässt es schon vermuten, vorerst nicht geplant. Da ich längerfristig einen Teil meiner Beschlagteile auch in einem Shapeways Shop anbieten möchte ist der eigene Drucker auch eine gute Möglichkeit  Probedrucke von Dateien zu machen.


Die Montage des Druckers bis zum ersten Probedruck ging erstaunlich schnell von statten. Knappe 2 Stunden nach dem auspacken konnte der Drucker erstmals eingeschaltet werden.

Natürlich bleibt noch viel zu tun. Die Einstellungen müssen noch optimiert werden, auch das optimale Filament für meine Zwecke muss noch gefunden werden. Aber fürs erste bin ich schon recht zufrieden. In den nächsten Tagen folgen noch weitere Probedrucke. Passende Dateien habe ich mir erstmal aus den diversen Datenbanken gezogen. Als erstes hab ich für Nicole mal einen kleinen Kölner Dom gedruckt.  :-)


 

Auch eine ganze Reihe Doppelpoller für unsere Hafenanlage entstehen bereits.



Eine LED-Beleuchtung und eine kleine Kamera mit Funk-Übertragung möchte ich auch noch einbauen. Denn im Normalfall soll der Drucker bei größeren Aufträgen im Badezimmer laufen können. Dadurch werden Belästigungen durch Geräusche im Wohnzimmer verhindert.

Ein erstes Fazit : die Ausgabe von rund 180,- € hat sich auf jeden Fall gelohnt. Die Qualität ist für diese Summe sehr ordentlich. Bei der Montage kann man nicht viel falsch machen. Alles ist soweit vorgefertigt und ordentlich beschriftet. Die Aufbauanleitung ist zwar spärlich, mehr Infos braucht man aber eigentlich nicht. Die wenigen noch offenen Fragen kann man mit Hilfe der üblichen Youtube Videos gut klären. Hier ein Beispiel für eine solche Video-Anleitung :

Video Ender 3pro, Aufbau in Echtzeit

In den nächsten Tagen geht es an ein paar weitere Upgrades die kleinere Schwächen des Druckers beheben sollen. Die Themen sind z.B. die Lautstärke, die Filament-Führung oder der Bauteile-Lüfter. Ich denke das wird mich noch einige Zeit beschäftigen. Zwischendurch entstehen aber schon Teile für eines der nächsten Projekte. Dazu aber später mehr.

Ich glaube auf dem Bild kann man schon erahnen was es werden soll.

Um den Drucker gelegentlich transportieren zu können soll er auch noch eine Transportkiste aus Multiplex-Platten bekommen. In dieser Kiste soll der Drucker mit allem Zubehör incl. mindestens 2 Rollen Filament sicher untergebracht werden können. Das ermöglicht dann auch mal die Mitnahme des Druckers zu Veranstaltungen ohne das man gleich Probleme befürchten müsste.

Sonntag, 1. September 2019

Die Sache mit dem China-Rundumlicht ... (eine Anleitung)

Es gibt bei diversen China-Händlern ebenso wie bei eBay so kleine, einfache Rundumleuchten für wenig Geld.


Da bei den meisten Händlern keine Bedienungsanleitung mitgeliefert wird und ich öfters danach gefragt werde möchte ich das "Ding" einmal erklären.

Wenn ihr das Teil bekommt schließt ihr es als erstes an einen Empfänger an und schaltet den Empfänger mit 4,8 bis 6 Volt ein. Nun beginnt das Rundumlicht in einem zufällig eingeschalteten Modus zu blinken. Eventuell arbeitet es auch nicht. Nicht nervös werden, das wird schon.

Nehmt euren Steuerknüppel (des Kanals wo das Rundumlicht angeschlossen ist) und bewegt ihn bis zum LINKEN Anschlag, dann zurück und bis zum rechten Anschlag. Nun müsste das Rundumlicht in einem anderen Modus laufen. Diesen Vorgang macht ihr jetzt so oft bis das Rundumlicht in dem gewünschten Betriebsmodus läuft. Nun schaltet ihr den Strom ab ! Alles abklemmen und fertig.

Wenn ihr nun das Rundumlicht nur mit 4,8V (Plus = rot und Minus = schwarz, OHNE Anschluss an den Empfänger !) anschließt wird es in dem eingestellten Modus laufen. Ihr könnt es nun beliebig ein und aus schalten, es behält den eingestellten Modus bei. Aber ihr braucht dazu ein Schaltmodul, ein direkter Anschluss an den Empfänger ist trotz Servostecker NICHT möglich. Man kann man es im Modell aber über jedes beliebige Schaltmodul ein und aus schalten.



Hier noch als Video für die Leute denen mein Geschreibsel nicht reicht :-)

Zu beachten ist dabei das die meisten Schaltmodule Minus-schaltend ausgeführt sind. Man schließt also den Minus-Pol des Rundumlichts an das Schaltmodul an, den Pluspol direkt an den Akku. Lest dazu bitte die Anleitung eurer Schaltmodule !

Viel Erfolg !

Sonntag, 25. August 2019

Sonntags-shippern am 25.8.

Einfach mal am Sonntag Vormittag ans Wasser. Diesmal an den Volksgarten-Weiher in Köln. Mit einer kleinen Hafenanlage von Christoph Rode.
 

Wir werden immer besser, meine Berge-Gabel konnte heute tatsächlich mal im Auto bleiben. Erlebt man auch nicht so oft.

Auf den folgenden  zwei Bildern sehr ihr übrigens eine Premiere : die Sleppco hat jetzt Fender als der Manufaktur Gaby Houtrouw. Eine wirklich lohnende Investition !
 

Durch die vielen, großen Bäume am Ufer ist es dort immer ausgesprochen angenehm. Auch an so warmen Tagen wie heute.

 

Und Sonntag Vormittag ist die Parkplatz-Situation dort ausgesprochen entspannt.  :-)


Das ganze schreit geradezu nach einer Neuauflage. Aber in 14 Tagen geht es erstmal nach Remscheid zur Flottenparade ins Freibad Eschbachtal.

Dienstag, 23. Juli 2019

Still hier ? Alles Fassade !

Wer auf ein weiteres Posting über Fortschritte bezüglich der Taucher Otto Wulf 8 wartet könnte jetzt enttäuscht sein, das warten dauert noch etwas länger da der Werftbetrieb gerade ruht.

Ich bin gerade dabei unseren Wohnwagen fertig zu machen für die Fahrt nach Sankt Peter zum Badweiherhock. Da wir uns dort mit diversen Mitgliedern meiner Facebook Gruppe beteiligen werden gleicht auch das packen des Autos irgendwie dem Computerspiel Tetris. Drei Pavillons, drei Tische 3x1m, ein Tisch 2x1m, eine Kabeltrommel und mehrere Kisten Kleinkram müssen auf möglichst geringer Fläche im Auto untergebracht werden. Schließlich muss auch der Rollstuhl meiner Frau sowie das ganze Camping-Zeug für einen dreiwöchigen Urlaub irgendwie in das Auto passen.

Der nächste Beitrag wird also eine Veranstaltungs-Rückschau, hoffentlich mit vielen, guten Bildern ! Danach geht es dann "quick and dirty" mit einem gelben Nudelboot weiter. Kindgerecht, lustig und mit einer gelben Rundumleuchte. Dann kann ich auch mal risikolos Kinder mit einem Boot fahren lassen. Erst danach wird der normale Werftbetrieb wieder aufgenommen.

Montag, 3. Juni 2019

Na also, geht doch !

Bei der Taucher Otto Wulf 8 habe ich mich für einen Brushless-Antrieb entschieden. Eine ungewöhnliche Wahl für einen kleinen Verdränger, ich weiß ...
Nur ist es so das ich bei diesem Schiff extrem Gewicht einsparen muss. Durch den Brushless-Antrieb spare ich 110 Gramm gegenüber dem Bühler Motor ein, bei 1500 Gramm Gesamtgewicht des Modells schon ein großer Vorteil. Die Entscheidung fiel also zugunsten folgender Kombination :

Motor :
Bauer G-Power 2830, 750 kV, max. 185 Watt


Fahrtregler :
Derkum D-Power Wave 25A
Allerdings gab es ein paar Tage wo ich an dieser Lösung stark gezweifelt habe. Die ersten Probeläufe auf der Werkbank verliefen nämlich SEHR enttäuschend. Das Anlauf-Verhalten des Motors war katastrophal, von 100 Versuchen lief der Motor im Automatik-Betrieb gute 15 mal gar nicht an. Das ist nicht akzeptabel. Dazu kommt ein Laufgeräusch das stark an einen Amok-laufenden Zahnarzt-Bohrer erinnert und die Lautstärke einer Kreissäge erreicht. Also bin ich wieder zum Händler und hab mir die Programmierkarte gegönnt. Das hätte ich mir sparen können. Egal bei welcher Einstellung, der Motor lief NICHT sauber. Dazu kommt das allein in meiner Facebook-Gruppe mindestens 5 Regler vorhanden sind die beim Kauf scheinbar keine Firmware aufgespielt hatten, sie waren absolut nicht zum laufen zu bringen ! So wie er verkauft wird kann ich den Regler absolut NICHT empfehlen.

Und es gibt noch weitere Ungereimtheiten. Ein Bekannter von mir hat bei Derkum die Auskunft bekommen das dieser Regler und diese Programmierkarte gar nicht zusammen arbeiten und das die gemeinsame Verwendung erst verantwortlich sein soll für die Probleme ... mir hat man beim Derkum im Ladenlokal genau diese Kombination aber als zusammengehörig verkauft und im Webshop steht das auch so als Kombination drin !

Aber ...
Wo viel Schatten ist muss auch irgendwo viel Licht sein. In meiner Facebook-Gruppe "RC Schiffsmodellbau" gibt es nämlich ein Mitglied das nicht nur verstorbene Regler reparieren kann, er spielt auch eine hervorragende eigene Firmware auf Brushless-Regler auf. Und damit ist der Regler wirklich erste Klasse ! Dank 18kHz Arbeitsfrequenz ist er leise, das Anlaufverhalten ist super und der kleine Bauer-Motor läuft tatsächlich unter Last eine minimale Drehzahl ohne zu mucken !


 

So hab ich mir das vorgestellt, ich freue mich schon auf erste Probefahrten !

Stellt sich allerdings die Frage warum ein Fahrtregler von einem Hersteller mit einer Firmware ausgeliefert wird die absolut untauglich ist. Klar, der Regler ist nicht gerade hochpreisig. Wunder hatte ich nicht erwartet. Aber er sollte wenigstens seinen Job machen.
_________

P.S. Wenn jetzt jemand sagt "der Motor kann bis 30A ziehen, der Regler ist zu klein" hat er theoretisch Recht. Aber ... der Motor wird in einem 46cm langen Schlepper mit 40er Schraube auch im Schleppbetrieb die möglichen 185 Watt NIEMALS erreichen. Ich schätze das sich der Strom bei Freifahrt und vorbildgerechter Geschwindigkeit bei unter 1,5A einpendeln wird.

Donnerstag, 30. Mai 2019

Auf ein Neues ...

Ich hatte ja hier im Blog bereits über den Bau des Schleppers Taucher Otto Wulf 8 berichtet.

Nun ist es leider so das ich die als Plan-Bau derzeit beim besten Willen kaum fertig stellen kann. Dazu kommt das Hobby-Lobby den Schlepper seit Mitte April 2019 als Bausatz in genau "meinem Maßstab" 1:50 anbietet. Ja, es wäre schön gewesen wenn der Schlepper etwas seltener geblieben wäre. Aber ... das Schiff gefällt mir einfach vom Typ her, es ist für mich nicht wesentlich der einzige mit diesem Schiff zu sein. Und so habe ich mich entschieden doch noch auf den Peba-Bausatz umzusteigen.

Das Modell auf dem Hobby-Lobby Messestand.
Der Bausatz wird gefertigt von Kymodel aus China und ist ein Bausatz einer neuen Generation. Zum einen ist er überkomplett ausgestattet, zum anderen hat er einen Vorfertigungs- und Detailierungs-Grad der bisher im RC-Schiffsmodellbau-Bereich unüblich war. Ich glaube das wird gemischte Reaktionen hervorrufen. Die einen werden sagen "das ist kein Modellbau mehr", andere werden es optimal finden weil solche Bausätze perfekt am Küchentisch gebaut werden können. Na ja, man kann es eh nicht jedem Recht machen. Ich glaube aber das man mit solchen Bausätzen durchaus neue Käuferschichten erschließen kann. Und ich freue mich auf weitere Modellbausätze dieser Art !

Das Auge "bastelt auch mit". Der Bausatz kommt ordentlich verpackt,
 in einem optisch ansprechenden Karton.





Samstag, 18. Mai 2019

Die FPV-Anlage, weitere Tests

Ich hatte es ja schon erwähnt, meine Neubauten sollen alle eine FPV (First Person View) Anlage bekommen. Damit kann man an Land sehen was der Skipper des Schiffes sehen würde. Da ich mir bis heute unschlüssig bin was das zu verwendende Material angeht müssen weitere Tests her. Am einfachsten geht das mit meiner Sleppco da ich die Kameras an einem Bügel anstelle des Verdecks montieren kann. Der Sender und die Kameras können so leicht und schnell ausgetauscht werden.


Um nicht ständig Umbauten an der Sleppco vornehmen zu müssen habe ich in der Pflicht eine 6pol. MPX Buchse montiert. Wird die Buchse nicht benötigt kann ich sie mit einer kleinen Holzkiste abdecken. 



 Unter dem Boden der Pflicht sind der Kamera-Umschalter und zwei sehr kleine Recorder montiert. Die Recorder zeichnen der Kamera-Bild an Bord auf, so vermeide ich das aufzeichnen von Funkstörungen. Außerdem werden die Kameras auch dann aufgezeichnet wenn gerade die andere Kamera auf den Sender geschaltet ist.


Und so sieht das ganze dann mit Kabeln aus. Alles ist mit einem Stecker trennbar und mit einem Handgriff abnehmbar.

Aufpassen muss man beim Einbau des Senders, die ganzen FPV Sender werden SEHR heiß. Man sollte sie daher nicht in der Nähe von hitzeempfindlichen Bauteilen platzieren !


Für den Skipper steht ein Handy mit Empfänger bereit. Über einen weiteren Empfänger und einen normalen Fernseher können später auch Gäste einer Veranstaltung die Live-Bilder sehen !



Die gesamte Anlage (2 Kameras, Umschalter, 2 Recorder und FPV-Sender) läuft auf 5V und hat eine Stromaufnahme von maximal 860mA. Bei kleinen Modellen mit nur einer Kamera wären 530mA Strom bereitzustellen. Zeichnet man an Land auf und verzichtet auf den Recorder lässt sich das auf 280mA reduzieren und wäre damit auch für kleinste Modelle brauchbar.



Das schöne an den jetzigen Komponenten ist die geringe Größe. Die Kameras arbeiten mit 600 TVL Auflösung. Das hält auch die Film-Dateien angenehm klein. Der 25/50mW Sender hat eine Größe von 12 x 12mm. Und der kleine Recorder gerade mal 20x20mm. Sowas passt auch in Klein-Modelle problemlos rein. Die Antenne sollte ein verbessertes Abstrahlverhalten in alle Richtungen bringen. Der Empfänger für das Handy ist ein Scanner-Empfänger, man braucht ihn also nicht einstellen. Er wird demnächst durch einen Monitor mit eingebautem Empfänger ersetzt. Und der Empfänger für den Fernseher ist dieser hier.

Einen weiteren, kleinen Monitor (mit eigenem Akku und eingebautem Empfänger) habe ich vor kurzem bekommen. Ein erster Test sah schon sehr positiv aus. Klar, der Monitor könnte heller sein. Aber das ginge dann zulasten der Akku-Laufzeit. Und für den sehr geringen Preis von 23,- hätte ich auch keine Wunder erwartet. Dafür ist die Leistung des Monitors aber durchaus gut !



Da dieser Monitor sehr leicht ist denke ich darüber nach dafür eine Halterung für die Montage am RC-Sender zu bauen und so unabhängig vom Handy zu werden. Die Auflösung ist mit 480 x 272 Pixel dann zwar schlechter, für das FPV fahren wird es aber wohl reichen. Sollte der Test erfolgreich sein werde ich noch weitere dieser sehr preisgünstigen Monitore bestellen.

Noch ein Wort zu den aufgezeichneten Videos :
Der kleine Recorder zeichnet im Format 640x480 Pixel und mit einer Frame-Rate von 24 Bildern/sec. als AVI-Datei auf. Es werden immer 5 Minuten aufgezeichnet, dann gespeichert und das nächste Video aufgezeichnet. 10 Sekunden Film brauchen dabei etwas über 6000 KB Speicherplatz, unterstützt werden Micro SD-Karten bis 32 GB. Theoretisch reicht das für ca. 930 Minuten Videoaufzeichnung, also für rund 15,5 Stunden.
Klar, HD-Format und eine hohe Frame-Rate wären schon schön. Aber das würde auch bedeuten das man während einer Veranstaltung die Speicherkarte wechseln müsste. Außerdem muss natürlich bei der anschließenden Video-Bearbeitung mit einem viel leistungsfähigeren Rechner gearbeitet werden. Von der Speicherfläche die man später zum lagern der Videos braucht wollen wir mal nicht reden.


Der FPV-Sender (Stromaufnahme max. 200mA)
Der Micro-SD-Recorder (Stromaufnahme max. 250mA)
Die Kameras (Stromaufnahme 80mA)

Die Links gehen auf meine Einkaufs-Quelle Banggood, ein China-Händler. Bestellt man die Teile einzeln (!) wird kein Besuch beim Zoll fällig. Man bekommt die Teile aber auch aus anderen Quellen.

Dienstag, 2. April 2019

In Köln darf wieder mit Schiffsmodellen gefahren werden !


Zum Schiffsmodell-Verbot in Köln :

Es gibt einen ersten Teil-Erfolg. Das Ordnungsamt wird auf 5 Gewässern das fahren mit Schiffsmodellen NICHT mehr verfolgen. Das soll nur eine kurzfristige Lösung sein bis im Herbst/Winter der neue Landschaftsplan die Ausnahme-Regelungen als Vorschrift festschreibt. Dann wird es wahrscheinlich auch zu weiteren Gewässer-Freigaben kommen. Daran wird noch gearbeitet, Vorschläge dazu wurden von uns gemacht.

Fahren könnt ihr jetzt hier :

ADENAUER WEIHER
Gesamte Wasserfläche.

AACHENER WEIHER
Gesamte Wasserfläche.

KALSCHEURER WEIHER
Nur die für den Kahnverleih abgesperrte Fläche, nicht auf dem Rest des Weihers !


Volksgarten Weiher
Gesamte Wasserfläche.

FÜHLINGER SEE
Hier hat sich nichts geändert. Der See durfte aufgrund der See-Ordnung ja schon immer mit Segelbooten befahren werden. Bei dieser Einschränkung bleibt es vorerst.

Es gilt eine offiziell Höchstgeschwindigkeit von 6 km/h. Das ergibt sich leider aus dem NRW Wasserwirtschafts-Gesetz (Gemeingebrauch) da kommen wir nicht drum herum !

Dampfmaschinen können von dieser "Duldung" leider noch nicht erfasst werden, werden aber in dem späteren Landschaftsplan ausdrücklich mit erlaubt werden.

Verbrenner sind (und bleiben) verboten.


Diese Regelung ist allerdings noch so neu das es noch ein paar Tage brauchen wird bis alle Mitarbeiter des Ordnungsamtes davon wissen.
_____________________________________________________________________________

Auf allen anderen Gewässern (auch dem Decksteiner Weiher !) gilt das Verbot derzeit weiter. Speziell am Thema Decksteiner Weiher bleiben wir aber auf jeden Fall dran !

Bitte haltet euch an die Auflagen, ihr gefährdet sonst das Gesamtprojekt (Aufnahme in den Landschaftsplan der Stadt).


Viele Grüße, Andreas Konietzny und Holger Meyer