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Samstag, 6. Februar 2021

Akkus - ein kleiner Anfänger-Kurs

Für Einsteiger ist es immer ein Problem :
Welche Akkus "soll" ich für mein Modell nutzen ?

So allgemein gestellt lässt sich diese Frage allerdings gar nicht beantworten. Denn jeder Nutzer und jedes Modell hat andere Anforderungen. Ich möchte hier (im Rahmen meiner Möglichkeiten) mal versuchen eine Hilfestellung zu geben. Hierbei wird es NICHT zu einer wissenschaftlichen Abhandlung kommen, es geht einzig um eine Entscheidungshilfe. Tiefer gehende Informationen zu einzelnen Akkus und deren Verwendung werde ich im weiteren Text verlinken.

Als erstes muss mal festgestellt werden um welches Modell es sich handelt. Denn die Anforderungen des jeweiligen Modells bestimmen maßgeblich welche Akkus einsetzbar sein werden.

 




 So ein großer Schlepper oder eine stämmige Barkasse mit genügend Platz und Zuladung kann man im Prinzip mit jeder beliebigen Akku-Technologie ausrüsten. Bleiakkus sind genauso möglich wie NIMH-, LiFePO4- oder LiPo-Akkus. Meiner Meinung nach ist eine Ausrüstung mit LiPo Akkus hier unnötig da genug andere (und für diesen Verwendungszweck bessere) Alternativen zur Verfügung stehen.


Dieses mit nur 575 Gramm recht kleine, aber relativ leistungsstarke Polizeiboot wäre das andere Extrem. Hier kommt eigentlich nur noch ein LiPo Akku in Frage. Für andere Akkutypen wäre weder die Zuladung ausreichend noch würde eine vernünftige Fahrzeit erreicht.

  Im folgenden möchte ich daher mal versuchen die Vor- und Nachteile der einzelnen Akku-Typen zu erläutern.

 

Gleich vorab ein wichtiger Hinweis : moderne Modellbau-Akkus sind unglaublich leistungsfähig. Speziell LiPo und LiFePO4 Akkus können kurzzeitig wahnsinnig höhe Ströme liefern. Bitte arbeitet IMMER konzentriert und sorgfältig ! Berühren sich die beim anlöten der Stecker am Akku die beiden Kabel verschweißen die sich meist sofort miteinander und fangen auch sofort an zu glühen. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich ! Auch für eure Finger ! Wenn ihr Akkustecker anlötet gehört immer der Teil des Steckers an den Akku der KEINE freiliegenden Kontakte hat !

Benutzt möglichst verpolungssichere Steckersysteme wie XT30, XT60, XT90 oder T-Plug und wählt das System passend zur Belastung. Über die verschiedenen Steckersysteme könnt ihr euch hier informieren. 


 Wenn ihr Akkustecker ändern wollt beachtet bitte das an den Akku IMMER der Teil des Steckers gehört der KEINE offenen Kontakte hat ! Und beim abschneiden des alten Steckers NIEMALS beide Adern gleichzeitig kappen. Die Energie im Akku ist durchaus in der Lage den Seitenschneider zum glühen zu bringen. Wenn ihr unsicher seit lasst diese Arbeit eher von Leuten ausführen die sich auskennen.

 

Die Bleiakkus

 Ladung : </= 1/10 C
Typ-Spannung pro Zelle : 2V
Ladeschluss-Spannung
pro Zelle : 2,3 - 2,46V*
Entladeschluss unter Last
pro Zelle : 1,75V
* je nach Akku-Typ

 Für unser Hobby spielen eigentlich nur noch s.g. Blei-Gel Akkus eine Rolle. Sie sind hermetisch dicht verschlossen und können in jeder Lage eingesetzt werden.

Der scheinbar größte Vorteil dieser Akkus ist der niedrige Preis. Warum schreibe ich "scheinbar" ? Nun, die sehr niedrige Zyklenzahl die so ein Akku schafft relativiert das schnell wieder. Denn das größte Problem dieser Akkus ist das sie heute nur noch für eine bestimmte Anwendung hergestellt werden : USV- und Alarmanlagen. Dabei hängen die Dinger das ganze Jahr am Strom und werden werden im günstigsten Fall nur ein paar Mal in 5 Jahren wirklich benutzt. Nach 5 Jahren aber wandern sie aus Versicherungs-Gründen auf den Müll. Wenn man die Akkus so benutzt wie wir es machen kommt man im günstigsten Fall auf 100 bis 150 Zyklen. Unter sehr geringer Belastung unter optimalen Bedingungen geben die Hersteller eine Haltbarkeit von 400 Zyklen an. Dann ist die Kapazität so stark abgesunken das man sie freiwillig abgibt. Ein weiteres Problem ist das diese Akkus weder schnell geladen noch hoch belastet werden können. Beim schnellladen gehen sie kaputt. Und unter hoher Belastung bricht die Spannung stark ein.

Außerdem spielt beim Schiff ein weiterer Faktor eine Rolle. Die nutzbare Kapazität ist, verglichen mit dem Gewicht des Akkus, sehr gering. Und wenn der Akku möglichst lang halten soll muss man ihn sorgsam behandeln. Das heißt möglichst nur bis zu 70% entladen, niemals entladen lagern und ihn im Winter gut pflegen.

Moment ... "im Winter gut pflegen" ?
Ja, das ist tatsächlich notwendig. Denn Bleiakkus haben eine relativ hohe Selbstentladung von (je nach Bauart) bis zu 30% pro Monat ! Man sollte also um einer Tiefentladung vorzubeugen den Akku alle 2 Monate aufladen !

Andererseits kann das Gewicht des Akkus auch ein Vorteil sein wenn man an Schiffe denkt die sehr viel Gewicht brauchen um auf Wasserlinie zu kommen.

 

 Die LiFePO4 Akkus

 Ladung : </= 4C (oder Hersteller-Grenzwert)
Typ-Spannung pro Zelle : 3,3V
Ladeschluss-Spannung
pro Zelle : 3,6V
Entladeschluss unter Last
pro Zelle : 2V (besser 2,5V !)
Lagerspannung
pro Zelle : 3,3V

 
Links ein Block aus 30650 China Zellen mit in 2S2P Konfiguration (also mit 6,6V 12Ah), Gewicht 712 Gramm
Rechts ein Block aus 40152 Headway Zellen in 2S Konfiguration (also mit 6,6V 15Ah), Gewicht 996 Gramm

Deutlich leichter und wesentlich leistungsfähiger als die Bleiakkus sind die LiFePO4 Akkus. Sie können wesentlich höhere Ströme abgeben und sie können sehr schnell geladen werden. Wenn sie nicht misshandelt werden garantieren die Hersteller heute eine Haltbarkeit von ca. 2000 Zyklen, damit sind das für unser Hobby die Akkus mit der längsten Verwendungsdauer. Nur eines mögen diese Akkus gar nicht : sie dürfen auf keinen Fall tiefentladen werden ! Selbst eine einzige Tiefentladung tötet den Akku sofort !

Bei LiFePO4 Akkus ist die Selbstentladung mit 3 bis 5% pro Monat so gering das man den Akku ruhig den ganzen Winter über ohne Pflege im Schrank liegen lassen kann.

Es gibt diese Akkus in mehreren Bauformen. Zum einen die zylindrischen Bauformen wie ich sie verwende. Die gibt es mit normalen Batteriepolen*, Schraubkontakten und auch mit Lötfahnen.
*Achtung : das verlöten von Zellen mit normalen Batteriepolen kann ich nicht empfehlen, durch zu viel Hitze wird die Zelle schnell zerstört. Solche Zellen müssten punktgeschweißt werden was die meisten Nutzer überfordern dürfte.

Beim konfektionieren der Akkus sollte man ein Ballancer-Kabel mit einbauen und dieses auch benutzen. Die Zellen neigen zwar nur gering zum driften, trotzdem ist das Laden mit Ballancer deutlich besser. In Ausnahmefällen kann der Akku aber durchaus auch mal mit einem Bleiakku-Lader geladen werden. Man sollte das nur nicht zu oft machen.

Die meisten Modellbauladegeräte können heute auch mit LiFePO4 Akkus umgehen, mein ältestes Ladegerät (ein 1999 gekauftes Imax B6AC) ist bereits dafür eingerichtet. Meistens muss man dafür den LiPo Modus auf 3,3V Zellenspannung umstellen.

 

Die NIMH-Akkus

Ladung : </= 1-2C (oder Hersteller-Grenzwert)
Typ-Spannung pro Zelle : 1,2V
Ladeschluss-Spannung
pro Zelle : 1,5V
Entladeschluss unter Last
pro Zelle : 0,85V

Ebenfalls leichter und leistungsfähiger als Bleiakkus sind die NIMH-Akkus. Die größte Rolle spielen diese Akkus mittlerweile als Senderakkus. Als Antriebsakkus werden sie immer mehr verdrängt was die Preise für größere Akkupacks derzeit leider stark steigen lässt.

Wenn man eine möglichst hohe Leistung erzielen will sollte man normale NIMH Akkus erst kurz vor dem Einsatz nochmal voll laden. Denn sie verlieren in den ersten 24 Stunden bis zu 10% an Energie. Danach stabilisiert sich die Selbstentladung auf ca. 1% pro Tag bei Raumtemperatur ! Auch diese Akkus sollten also bei längerer Winterruhe alle 2 Monate wieder aufgeladen werden.

Etwas anderes ist bei den s.g. LSD-Akkus (den meisten z.B. unter der Marke Eneloop bekannt) der Fall. Die haben eine Selbstentladung von ca. 15% pro Jahr und brauchen wenig Pflege.

Mit guten Marken-Akkus sind 500 bis 1000 Zyklen erreichbar.

 

 Die LiPo Akkus

Ladung : </= 1C (oder Hersteller-Grenzwert)
Typ-Spannung pro Zelle : 3,7V (LiPo HV : 3,8V)
Ladeschluss-Spannung
pro Zelle : 4,2V (LiPo HV : 4,35V)
Entladeschluss unter Last
pro Zelle : 3V (LiPo HV : 3,3V)
Lagerspannung
pro Zelle : 3,8V (LiPo HV : 3,9V)

 
Gerade diese Akkus sorgen immer wieder für Verunsicherung. Es wird von großen Gefahren zum Beispiel durch Brände berichtet. Ja, so ein Akku KANN brennen. Aber das wird nicht passieren solang man umsichtig damit umgeht. Das Problem liegt eher zwischen den Ohren des Nutzers. Deshalb als erstes ein paar Sicherheits-Hinweise : 

1.) Wenn ein Akku aufgebläht ist oder Risse in der Folie hat gehört er entladen und in den Sondermüll !

2.) Wenn ein Akku so tiefentladen wurde das das Ladegerät das laden des Akkus verweigert sollte man NICHT zu Tricks greifen um den Akku zu reanimieren. So etwas kann zwar theoretisch funktionieren, das Risiko eines Brandes steigt aber.

3.) Wenn man ein neues Ladegerät bekommt sollte man die Messwerte dieses Ladegerätes mit einem Multimeter überprüfen. Es gibt (selten) Fälle wo schlecht kalibrierte Ladegeräte ausgeliefert wurden.

4.) Ladet LiPo Akkus NIEMALS unbeaufsichtigt !

5.) Ladet möglichst nur im "Ballance"-Modus ! 

6.) Für den Fall das doch etwas passiert : ladet bitte in einer Umgebung wo ein Akku-Brand möglichst wenig Schaden anrichten kann. Ich lade z.B. in einer Munitionskiste der Bundeswehr und im Bad. Denn so kann ein Brand keinen Schaden anrichten.

Wer umfassende Infos sucht kann sich z.B. das LiPo-FAQ von Stefans Lipo-Shop genauer durchlesen. Dieser Shop wäre auch mein Tip für den Fall das ihr hochwertige Qualitätsakkus sucht. :-)

 Werden diese Regeln beachtet kann man jahrelang mit diesen Akkus arbeiten ohne das etwas passiert.

Wenn man einen LiPo Akku gut behandelt, max. 80% seiner Kapazität entnimmt und auf Lagerspannung einlagert hat er eine Haltbarkeit von bis zu 300 Zyklen, unter hoher Beanspruchung 100 bis 150 Zyklen.

Will man einen LiPo besonders gut lagern empfiehlt es sich den Akku auf Lagerspannung zu bringen, ihn möglichst kalt zu lagern und alle 3 bis 4 Monate wieder aufzuladen. Die Selbstentladung während der Lagerung ist nämlich Temperatur-abhängig und kann durchaus höher als die Typ-bedingten 1 bis 2% ausfallen.

LiPo Akkus sind ausgesprochen leistungsfähig und dabei sehr leicht. Sie sind ideal für kleine oder auch für sehr leistungsfähige Modelle.

 

Batterien

Ganz so abwegig ist der Gedanke gar nicht. Wenn man sehr selten fährt und Boote mit geringer Stromaufnahme hat wäre eine Ausrüstung mit Batteriehaltern durchaus eine Maßnahme. Man braucht sich über die Lagerung und Pflege der Akkus keine Gedanken machen. Und auch die meisten modernen Sender können mit Batterien betrieben werden.


 

Fazit :

Genau so unterschiedlich wie unsere Modelle sind auch die Anforderungen die unsere Akkus erfüllen müssen. Die Kunst ist den Akku jeweils passend zum Modell auszuwählen. Ich versuche mit möglichst wenigen unterschiedlichen Akkutypen aus zu kommen. 

Meine Modelle haben alle eine überdurchschnittliche See-Ausdauer. ein paar Beispiele :

Barkasse "Sleppco"

2x NIMH Akku je 7,2V 3500 mAh
Fahrzeit im gemischten Betrieb ca. 5 Stunden

Schlepper "Bugsier 33"
1x LiFePO4 2S2P Akku 6,6V 12Ah
Fahrzeit im gemischten Betrieb ca. 8 Stunden

Hochseeschlepper "Smit Rotterdam"
6x LiFePO4 2S2P Akku, zusammen 12V 36Ah
Fahrzeit im gemischten Betrieb ca. 16 Stunden
Fahrzeit im schweren Schleppbetrieb ca. 5 Stunden

Polizeiboot "Bremen 9"
1x LiPo 7,2V 850mAh

Fahrzeit im gemischten Betrieb ca. 1,5 Stunden

Segelboot Micro Magic "Tweety"
 
1x LiPo 7,2V 850mAh
Fahrzeit im normalen Betrieb ca. 2 bis 4 Stunden je nach Wind

Sonntag, 15. November 2020

Die Sache mit den LED ...

Was aus so einer Geschichte wie diesen kleinen Peba Fischkuttern so alles werden kann. In 1/50 sind die Lampen der nautischen Beleuchtung ca. 4mm "groß". Nun ja, dank smd-LED und 3d-Drucker alles machbar.

Aber ganz so easy ist es dann aber doch nicht. Zum einen ist da das Problem mit den fizeligen 0402 LED. Auf einer Fläche von 1 x 0,5 mm sind zwei Lötpads. Und die muss man treffen. Mit dem heißen Lötkolben. Nur ist die LED eben aus Kunststoff. Zu heiß = nix gut ! Zu kalt = auch nix gut ...
Dank meinen nicht mehr ganz ruhigen Händen stieg in der letzten Zeit der Ausschuss drastisch an, mit viel Glück kann ich das Zeug noch an 3 Tagen im Monat und dann auch nur vielleicht eine Stunde lang löten. Schön ist das nicht.

Den Teil der Geschichte gebe ich gerade auf. Seit man bei eBay solche LED in guter Qualität fertig bedrahtet (pre-wired) kaufen kann ist das auch kein Problem mehr. Mit knapp 26 Cent pro LED sind die zwar nicht billig, dafür spart man aber eine wirklich lästige Arbeit.

Mit meinem 3d-Drucker drucke ich derzeit 4 mm kleine Lampen. Fertig mit einer Bohrung in die so eine 0402 LED rein passt. Das geht erstaunlicherweise überraschend gut. Und dadurch das die Lampe leicht milchig bleibt verteilt sich das Licht der winzigen LED wirklich gut.


Warmweiße LED sind ähnlich dem Glühlampen-Licht und passen gut zu älteren Vorbildern, kaltweiße LED sind für moderne Vorbilder oder Scheinwerfer genau richtig.

Die warmweiße LED in dem Bild wird übrigens gerade mit nur 8 mA bestromt und ist noch deutlich zu hell. Beim Einbau werde ich wohl einen 1,2 kOhm Widerstand nehmen und so nur ca. 1,6 mA Strom durch die LED fließen lassen. Wenn man wie ich die LED eingießt ist ein geringer Strom eh wichtig. Gibt man die 20 mA Nennstrom auf die winzige LED wird sie deutlich zu heiß, ist sie dann eingegossen wird die Hitze nicht abgeführt und die LED geht schnell kaputt.

Bleibt noch ein Problem, wenn ich die LED in der Lampe mit Harz eingieße muss das ganze in Ruhe abbinden ohne das die Drähte oder die LED bewegt werden. Dafür hab ich heute eine stabil stehende Vorrichtung gedruckt.

Die Lampe kann unten auf der Platte mit einem schmalen Streifen Doppelklebeband befestigt werden. Dann wird die LED in die Lampe gesteckt und an der senkrechten "Wand" können die Drähte mit einer Wäscheklammer fixiert werden. So kann das ganze dann bei ca. 15 Lampen zugleich gemacht werden und das Harz kann in Ruhe abbinden. So kann man rationell arbeiten.

Danach werden die Laternen je nach Verwendungszweck mit Glühlampen-Tauchlack in rot, grün oder gelb eingefärbt. Erst dann wird das Gehäuse passend zum Schiff mit Ausnahme der Leuchtfläche lackiert.

 



Und je nach Montageort kommt dann noch eine Montageplatte unter die Leuchte.

So sieht das ganze dann fertig aus. Der "Glaskörper" der fotografierten Lampe ist ganze 4mm hoch. Mit Halter beträgt die Bauhöhe 6,5mm !


 
Hier wird die 0402 LED über 5V mit einem 1,2 kOhm Widerstand versorgt, das macht einen Strom von nur ca. 1,8mA ! So kann man mit SEHR wenig Stromverbrauch auch Modelle mit kleiner Akku-Kapazität beleuchten.


Die hier sichtbaren Fehler in der Lackierung sieht man mit bloßem Auge definitiv nicht.  😏

Und sogleich ... kommt der nächste Streich. Nämlich kleine Decksleuchten mit 4mm Gesamt-Bauhöhe und 3mm Durchmesser. Auf die Nachbildung des Drahtgitters hab ich verzichtet, es wäre eh nicht sichtbar. Zumindest nicht in der kleinen Baugröße.



Auch diese Laterne besteht aus zwei Bauteilen. Dem Halter und der "Glaskuppel". Und auch die nimmt 0402 LED in warmweiß auf. Allerdings sind die Prototyp-Bauteile in der Qualität noch nicht ganz so wie ich mir das vorstelle. Aber das wird schon.

Pro Lampe mindestens 20 bis 30 Minuten Arbeit. Viel Aufwand ? Klar !
Aber ein geniales Bild gibt so ein beleuchtetes Modell auf jeden Fall ab. Der Aufwand lohnt sich also.




Donnerstag, 20. August 2020

Fischkutter Hilde

 Das Modell entstand 2019/20 auf der Werft von Christian Bruns. Er baute das Modell für eine Bausatz-Besprechung der Zeitschrift Modell Werft, veröffentlicht in der Ausgabe Mai 2020.


Es handelt sich um einen Bausatz des Herstellers Kymodel aus China. In Deutschland im Vertrieb von Peba (Hobby-Lobby).


Durch den hohen Vorfertigungsgrad ist das Modell sehr gut geeignet für Einsteiger und "Küchentisch-Modellbauer".

Länge : 258 mm
Breite : 90 mm
Tiefgang : 30 mm
Gewicht : 230 Gramm
Maßstab 1/50

Bürstenmotor Mabuchi
"FK-130SH-09450"
2S LiPo Akku 7,2V 850mAh


Gesteuert wird das Modell über einen Flysky FS-i6s Sender und einen 4 Kanal Mikro Empfänger FS2A.

Dabei sind der Motor, das Ruder, die Beleuchtung (6 Funktionen) und das Soundmodul (6 Funktionen) steuerbar.


Durch die geringe Größe kann das Modell auf fast jeder Pfütze gefahren werden. Es ist aber durchaus so "seefest" das man bei wenig Seegang auch auf größere Gewässer gehen kann.

Sonntag, 9. August 2020

Hecktrawler Marie Astrid

 Der kleine Hecktrawlers Marie Astrid entstand im Winter 2019/20 auf der Werft von Jürgen Behrendt und wurde im Herbst 2020 von mir erworben.


Auch dieses Modell war ein Testmodell der Zeitschrift Modellwerft. Der Artikel wurde in der Ausgabe Mai 2020 veröffentlicht.


Länge : 258 mm
Breite : 92 mm
Tiefgang : 30 mm
Gewicht : 279 Gramm
Maßstab 1/50

Bürstenmotor Mabuchi "FK-130SH-09450"
2S LiPo Akku 7,2V 850mAh


Ich habe das Modell seit Herbst 2020 im Bestand. Es wurde bei mir nachträglich mit Licht und Sound ausgerüstet. Ruder und Antrieb sind natürlich auch steuerbar.

Der Bausatz ist durchaus Einsteiger-tauglich und kann auch am Küchentisch gebaut werden.



 Von den 3 kleinen Peba Fischkuttern ist dieses Modell das was am besten für offene Gewässer geeignete.

Krabbenkutter Nicole

Auch dieser kleine Krabbenkutter entstand aus einem Bausatz des Herstellers Kymodel (Vertrieb Hobby-Lobby). Gebaut wurde das Modell von Stefan Schmischke im Rahmen einer Bausatzvorstellung in der Zeitschrift Modellwerft. In meiner Flotte ist das Modell seit Herbst 2020. Es wurde nachträglich mit Sound und Licht ausgestattet.


Diese Modelle sind ideal für Einsteiger und Modellbauer mit wenig Platz. Auch später beim Transport zum See ist so ein handliches Modell ausgesprochen praktisch.


Länge : 259 mm
Breite : 92 mm
Tiefgang : 30 mm
Gewicht : 220 Gramm
Maßstab 1/50

Bürstenmotor
Mabuchi "FK-130SH-09450"
2S LiPo Akku 7,2V 850mAh


Gesteuert wird auch dieses Modell mit einem Flysky FS-i6s Sender und einem FS2A Empfänger. Fahrtregler, Ruderservo, Sound (6 Funktionen) und Licht (6 Funktionen) sind dabei steuerbar.


Durch die geringe Größe kann das Modell auf jedem kleinen Gartenteich gefahren werden, es ist aber durchaus Freiwasser-tauglich. Nur viel Seegang verträgt es nicht.

Samstag, 1. August 2020

Bugsier 33

 Das Modell des Schleppers "Bugsier 33" wird vielen Personen bekannt vorkommen, handelt es sich doch eigentlich um ein Bausatzmodell der Firma Robbe das unter dem Namen Neptun vertrieben wurde. Eigentlich müsste für eine vorbildgerechte Optik die Fensterteilung der Brücke geändert werden, das ist aber bei diesem Modell unterlassen worden. Leider ist der Bausatz heute nicht mehr im Handel.


Die technischen Daten :

Länge : 570mm
Breite : 175mm
Tiefgang : 90mm
Durchfahrhöhe : 360mm
Gewicht : 2.700g
Maßstab 1:50

2S2P LiFePO4 Akku 6V 12.000mAh
LRP Truck Puller 2 Bürstenmotor
Fahrzeit im gemischten Betrieb über 10 Stunden

Benedini TBS Mini Soundmodul mit echten Sounds
Lichtfunktionen
Telemetrie

Das Modell wird über einen Flysky FS-i6s Sender und einen 10 Kanal Empfänger gesteuert.


Das Modell entstand im Jahr 2005 auf der Werft von Andreas Stach und ist seit 2020 in Köln beheimatet. Es hat ein gutes Fahrverhalten und ist sehr wendig. Gelegentlich kommt der Schlepper auch für kleinere Einsätze mit der Bergegabel zum Einsatz.

Durch die Kortdüse ist das Modell nicht nur kräftig sondern auch sehr wendig. Eben ein echter Schlepper.

Das Vorbild dieses Modells ist der 1969 auf der Werft Schichau gebaute Schlepper Bugsier 33. Mit einem 2200 PS starken KHD Dieselmotor ausgerüstet erreicht der Schlepper einen Pfahlzug von bis zu 32to. Der Schlepper wurde bis 1981 in Lissabon eingesetzt, kam danach nach Hamburg wo er aber meist aufgelegt blieb. Mittlerweile wurde er nach Lettland verkauft wo er den Namen "Namejs" bekam. Der weitere Verbleib ist mir derzeit nicht bekannt, Bilder von 2016 zeigen den Schlepper aber in recht gutem Pflegezustand.

Donnerstag, 2. April 2020

Polizeiboot Bremen 9

 Das Polizeiboot "Bremen 9" wird vielen Modellbauern noch aus seligen Graupner Zeiten bekannt sein. Bei meinem Modell handelt es sich aber nicht um das recht große  Graupner Modell.

Das Modell entstand aus einem Bausatz von Peba (Vertrieb Hobby-Lobby) und ist wesentlich kleiner.



Kommen wir zu den technischen Daten :

Länge : 430mm
Breite : 140mm
Tiefgang : 40mm
Durchfahrthöhe : 180mm
Gewicht : 600g
Maßstab 1:50

2S 850mAh LiPo-Akku
300er "Billig"-Bürstenmotor von Conrad
Fahrzeit im gemischten Betreib ca. 1,5 Stunden

Benedini TBS Micro Soundmodul mit echten Sounds
Lichtfunktion
Radar

Gesteuert wird das Modell über einen HotRC HT-10A Sender und einen 10 Kanal  Empfänger.

Trotz seiner geringen Größe ist das Modell erstaunlich seefest, es kann ohne schlechtes Gefühl auch auf normalen, offenen Gewässern gefahren werden.
Gebaut wurde es im Jahr 2019 auf der Werft von Andreas Stach als Besprechungsmuster für die VTH-Fachzeitschrift Modellwerft. Kurze Zeit später wechselte sein Heimathafen nach Köln.



Die geringe Größe ist beim Transport und bei der Unterbringung zuhause ein großer Vorteil. Der Bausatz ist auch am Küchentisch gut zu bauen und eignet sich durchaus als Einsteigermodell. Nur der (zu schwere und zu starke) Motor aus dem Baukasten sollte besser nicht verwendet werden.



Auch für dieses Modell ist eine stabile Transportkiste vorhanden. So kann es risikolos transportiert werden.


Auch dieses Modell wird wegen seinen sehr guten Fahreigenschaften und dem leichten Transport sehr häufig eingesetzt.

Das Vorbild ist ein Streckenboot der Wasserschutzpolizei das 1992 auf der Fassmer Werft entstand. Das über 30 Knoten (über 54 km/h) schnelle Fahrzeug wurde überwiegend in der Wesermündung und den angrenzenden Küstengewässern eingesetzt. Später wurde es im Rahmen der Aufbau-Hilfe in den Libanon abgegeben und bekam dort den Namen "Nakoura". Sie wurde grau lackiert und mit 2 Maschinengewehren bewaffnet. Ob das Boot noch in Betrieb ist oder der weitere Verbleib sind mir nicht bekannt.