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Mittwoch, 4. April 2018

Baubericht Schlepper "Taucher Otto Wulf 8" in 1:50 (Teil 5b)

Die Schraube (40mm Durchmesser) wurde mit 1mm Zwischenlagen in der Kortdüse (42mm Innendurchmesser) festgelegt. Da die Welle in der Schraube verschraubt ist war sie so schon mal an einem Ende in genau definierter Lage. 


Der Motorträger entstand aus einem 40mm breiten Abschnitt eines 35mm Alu-Winkelprofils in 3mm Stärke. Damit der Motor im engen Rumpf halbwegs gut demontierbar bleibt habe ich auf Muttern verzichtet und die M3 Motor-Befestigungsgewinde direkt in den Alu-Halter geschnitten. Mit den Innensechskantschrauben sollte dann eine Demontage möglich sein.


Nach kleinen Nacharbeiten im etwas ungenau gefrästen Wellendurchgang konnte dann auch der Motor genau ausgerichtet und der Motorträger passgenau mit Sikaflex 221i (einem Karosseriekleber aus dem Wohnmobilbereich) befestigt werden. Das ergibt es relativ feste, "Gummi"-Lagerung die eine Übertragung von Vibrationen auf den Rumpf (Geräusche) vermindern soll. Mit diesem Material versuche ich das in einem Schiffsmodell das erste Mal. Da ich aber bei Wohnmobil-Ausbauten bereits mit dem Material gearbeitet habe bin ich recht zuversichtlich das es funktionieren sollte. Die Klebekraft ist SEHR hoch. Und das Material wird abgebunden zu eine Art festem "Gummi".


Die Distanzhalter aus Balsaholz wurden nach dem abbinden des Sikaflex wieder entfernt. Sie dienten ausschließlich dazu die genaue Lage des Motors zu fixieren bis das Sikaflex abgebunden hatte.

Dann konnte sie los gehen, die allseits beliebte "Schmiererei" mit Harz, Härter und Baumwollflocken. Ich verwende übrigens Material der Firma Bacuplast, die haben einen Lagerverkauf in ihrem Firmensitz in Remscheid. Da zu kaufen wo die Profis kaufen hat den großen Vorteil das man keine überlagerte Ware bekommt und eine vernünftige Beratung erwarten kann.

Um die genaue Lage der Schraube in der Kortdüse sicher zu stellen musste die Schraube in der Kortdüse sicher fixiert werden. Nachdem mir die dazu vorgesehenen Polystyrolstreifen zum gefühlt fünfzigsten Mal runtergefallen waren und meine Frau alle Schimpfworte kannte kam dann der Geistesblitz. Ich hasse Heißkleber. Aber zum provisorischen anheften ist er ideal ! Auch das verdrehen der Kortdüse nach recht und links wurde durch einen dicken Tropfen Heißkleber verhindert.



Als erstes wurde der Wellendurchgang im Achtersteven von außen mit Harz und Baumwollflocken sorgfältig verschlossen. Um das durchsickern des Harzes zu verhindern und den Achtersteven zusätzlich zu stabilisieren wurde dabei erst eine Seite mit Klebeband verschlossen. Nach dem aushärten der fertig verspachtelten Seite konnte das Klebeband entfernt und die andere Seite verspachtelt werden. Hierbei wurde möglichst genau gearbeitet um die Schleif- und Spachtel-Arbeiten in Grenzen zu halten.


Nachdem das dabei aufgetragene Harz so weit ausgehärtet war das es nicht mehr klebte wurde eine kleine Portion Harz ohne Flocken angemischt. Es wurde bei senkrecht stehenden Rumpf in das von außen unzugängliche Stück Bohrung gefüllt. Auch dieses Harz konnte dann in Ruhe "anziehen" bevor mit einer dritten Portion Harz, nun wieder mit Baumwollflocken, das Stevenrohr innen im Rumpf befestigt wurde.



Und nun hat der Rumpf erst einmal ein paar Tage Ruhe damit alles völlig durchhärten kann. In der Zwischenzeit können sich die Werftarbeiter mit anderen Sachen beschäftigen. Aber dazu demnächst mehr.  :-)







Montag, 22. Januar 2018

Schlepper "Taucher Otto Wulf 8" in 1:50 - die Sache mit dem Antrieb

Ursprünglich hatte ich ja vor den Schlepper mit einem Bühler Motor zum fahren zu bringen. Das wäre "sicheres Terrain" gewesen. Damit kenne ich mich ganz gut aus.
Aber ...
Eine erste Kalkulation der Bauteile-Gewichte und der zur Verfügung stehenden Zuladung zeigte schnell das das wohl nichts wird. Mit über 160 Gramm war der Bühler einfach zu schwer. Es wäre nicht genug Zuladung für die hohe Akku-Kapazität übrig geblieben die ich einbauen will.


So entschied ich mich schon vor längerer Zeit für einen (nur 53 Gramm "schweren") Brushless Motor von Bauer Modellbau. Der "G-Power BL-Motor, 2830, 750KV, 6-14,4V" sollte trotz seiner geringen Größe den Schlepper leicht antreiben können. Die 185 Watt maximale Leistung sprechen jedenfalls eine deutliche Sprache. Bei den 7,4 Volt die ich als Betriebsspannung vorgesehen habe dreht der Motor 5.550 1/min. Klar, das ist ein gutes Stück zu viel für einen Schlepper. Aber, wer mich kennt weiß das ich gerne etwas zu stark motorisiere. Passt also ... hoffentlich !


Stellte sich die Frage nach dem notwendigen Brushless-Regler. Damit bin ich längere Zeit "rumgeeiert". Ich konnte mich einfach nicht entscheiden. Das Angebot ist groß, Preis- und Qualitätsunterschiede auch. Aber die Informationen die man bekommen kann sind ziemlich spärlich. Durch einen Thread in meiner Facebook-Schiffsmodellbaugruppe wurde ich aufmerksam auf den Derkum "D-Power Wave 25A BEC" Regler. Die Belastbarkeit passt. Was man so über den Regler zu lesen findet sieht auch, genau wie der Preis ganz positiv aus. Also hab ich den gekauft. Übrigens tatsächlich eines der ganz wenigen Teile die ich noch hier vor Ort in Köln bekommen konnte.

Bei einem provisorischen Test-Aufbau mit Krokoklemmen-Kabel kam dann das böse Erwachen. Als erstes gab es Probleme beim programmieren des Reglers. Leute, kauft euch gleich für knapp 10,- die Programmierkarte "Antares" zu dem Regler. Alles andere erzeugt nur Frust.


Gut ... irgendwann lief er also ... aber eben NICHT zufriedenstellend ! Der Motor lief bei 4 von 10 Versuchen nicht aus dem Stand an. Er tickerte und zuckte, lief aber nicht an. Nach 4 Stunden Versuchen mit unterschiedlichen Einstellungen aber immer gleichem Ergebnis hab ich die Sachen in die hinterste Ecke geschoben und einen Frust-Beitrag in die Facebook-Gruppe gesetzt. Und tatsächlich ... es wurde eine Lösung gefunden. Obwohl man bei Derkum einen Zusammenhang nicht annimmt, es lag an den (durch den provisorischen Aufbau) verlängerten Kabeln. Heute hab ich also die Kabel mit 4mm Goldkontakt-Steckern versehen und alles richtig verkabelt. Schau an ... geht doch ! Vielen Dank an Andreas Schneider für den Tipp mit den Kabeln. Da wäre ich als letztes drauf gekommen.

Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert ! Von ca. 100 Versuchen den Motor mit geringer Drehzahl anlaufen zu lassen haben tatsächlich ALLE funktioniert ! Wie sich das ganze auf dem Wasser schlägt werde ich frühestens im März testen können. Mit dem Einbau der Ruderanlage, dem ausrichten und einharzen der Welle sowie den Messing-Schlingerkielen stehen vorher noch größere Probleme zur Lösung an.
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Eine Entscheidung bezüglich der Aufbauten habe ich auch mittlerweile getroffen. Die werde ich definitiv aus 0,4mm Leiterplatten-Material bauen. Das ist sehr stabil und durch die beidseitige Kupferauflage kann man es durch löten verbinden, das macht einen schnellen Baufortschritt möglich. Mit 0,85 Gramm pro cm² ist es auch recht leicht was gerade bei diesem Modell eine Rolle spielt. Bearbeiten kann man die Platten sehr gut. Sie lassen sich mit einer stabilen Schere schneiden, man kann sie sägen, bohren und feilen. Also das optimale Material.

Dienstag, 10. Oktober 2017

Baubericht Schlepper "Taucher Otto Wulf 8" in 1:50 (Teil 5a)

So, es geht mal wieder etwas weiter mit der Taucher Otto Wulf 8.

Das größte Problem beim Einbau der Technik in den Rumpf ist die Tatsache das die Schraube SEHR genau eingepasst werden muss da sie nur dann in der schwenkbaren Kortdüse den nötigen Freilauf hat. Mit meinen Mitteln ist aber ein auf 0,2mm genaues setzen der Bohrung für das Stevenrohr unmöglich. Daher muss ich einen anderen Weg gehen.

Als erstes habe ich den provisorischen Ruderkoker montiert. Hierbei wurde einfach nur ein "Klecks" Stabilit verwendet, das bleibt aber nicht so. Der endgültige Ruderkoker mit Schmierstutzen wird dann später mit eingedicktem Harz eingesetzt.

Bacuplast Harz EP 210 + Härter EPH 414-1 + 200g Baumwollflocken
Ein Tipp für alle Wohnzimmer-Bastler : das von mir verwendete Harz ist während der Verarbeitung VÖLLIG geruchlos ! Ein nicht unwichtiger Punkt wenn man keinen Streit mit der Ehefrau bekommen will.

Für eine möglichst genaue Mischung von Harz und Härter empfiehlt es sich eine Waage mit 0,1 Gramm Auflösung zu verwenden. Ich hab mir meine mal irgendwann für wenige Euro in China mitbestellt. Das mache ich schon mal wenn ich nur Kleinkram wie Stecker o.ä. brauche.


Als Becher kann man sauber gespülte Joghurt-Becher nehmen. Bei kleinen Mengen nehme ich Kaffee-Rührstäbchen von irgendeinem "Friss dich zu Tode Tempel" in der Nachbarschaft. Für größere Mengen Mund-Spatel aus dem Sanitätshaus.

Aber erstmal weiter mit dem Rumpf :

Nur durch den Einbau des provisorischen Ruderkokers kann die Kortdüse exakt in der richtigen Lage gehalten werden. Da die Kortdüse für die Montage der Wellenanlage den wichtigsten Fixpunkt darstellt muss sie vernünftig befestigt sein. Nach unten, zur Ruderhacke hin, wurde ein kleiner 3mm Wellen-Stummel in die Kortdüse geklebt. Da das ganze noch leicht demontierbar sein soll wurde die Ruderwelle nach oben nur provisorisch eingesteckt.


Um das 6mm Stevenrohr in den Rumpf einbauen zu können musste ich einen ca. 7mm breiten Durchgang in den Achtersteven fräsen. Hierzu wurde, quasi als "Pilotbohrung" eine 2mm Bohrung in den Achtersteven eingebracht und dann auf 4mm erweitert. Das schöne ist das in diesem Zustand der Achtersteven durch die verschraubte Ruderhacke und eine dort mit Stellringen fixierte Stange stabilisiert werden kann.


Die Bohrung wurde dann im angezeichneten Bereich mit der Säge und dem Fräser zu einem 7mm Kanal erweitert.  Auch die Bohrung durch den eigentlichen Rumpf wurde mit dem Fräser passend vergrößert.



Als nächstes musste das Stevenrohr mit einem eingelötetem Schmierstutzen versehen und zum verkleben angeraut werden. Der Schmierstutzen soll später mit einem Schlauch nach oben zum Deck hin verlängert werden um ein problemloses nachschmieren zu ermöglichen. Denn das ziehen der Welle ist bei diesem Modell mit einigem Aufwand verbunden. Bei schräg stehendem Ruder müsste die Schraube gelöst werden. Dann müsste die Kupplung zum Motor gelöst und die Welle gezogen werden. Noch schlimmer wäre das ausbauen des Ruders. Auch dafür müssten Schraube und Welle raus um dann die Ruderhacke und die Ruderbetätigung abzuschrauben. Erst dann könnte das Ruder gezogen werden. Auch da wird also ein Schmierstutzen angebaut. Beide Schmierstutzen werden später mit Schläuchen an einer zentralen Stelle zugänglich gemacht. In dieser Form über die spätere Wartung nach zu denken finde ich wichtig. Es geht immer das kaputt wo man schlecht ran kommt.



Noch etwas Nacharbeiten ...


Na also, auch wenn man das auf dem Bild nicht sehen kann, es passt !


Nachtrag :

Leider zeichnet sich gerade ein Problem ab. Durch das in die Kortdüse eingebaute Ruderblatt kann die Schraube nicht durch die Kortdüse hindurch nach hinten entfernt werden. Die Welle kann (durch das M4 Gewinde auf der 3mm Welle) nicht mal ein kleines  Stück nach innen verschoben werden. Man müsste also um die Kortdüse aus dem Ruderkoker ziehen zu können die Schraube "rausfummeln" und dann die Welle ziehen. Soweit so gut, das Problem ist nur das sich so wie es derzeit ist die Schraube nicht ausbauen lässt. Wie sich dieses Problem lösen lässt ist mir noch nicht klar. Da muss eine Lösung her bevor ich die Welle einharzen kann.

Eigentlich gibt es nur eine praktikable Lösung : ich muss die Kortdüse von der Ruderwelle trennbar machen. Also einen Quersplint durch den "Stutzen" der Kortdüse und die Edelstahl-Ruderwelle. Nur dann kann ich die Kortdüse von der Ruderwelle trennen.
Update : mittlerweile habe ich durch einen Tip von Rainer Fonk eine andere Lösung eingebaut. Die Kortdüse wird ja von unten durch die Ruderhacke sicher geführt. Daher reicht es in die Kortdüse oben ein kurzes Stück Vierkant-Rohr einzusetzen. Dort hinein greift dann ein Vierkant auf der Ruderwelle.

Nach dem Ausbau der Ruderhacke kann ich dann die Kortdüse abnehmen und die Schraube abnehmen. Leider entsteht so eine Schwachstelle. Denn anstatt die Kortdüse stabil mit der Ruderwelle verbinden zu können muss ich mich auf die gesteckte Passung und einen max. 1mm starken Splint verlassen. Da ich aber die Kortdüse (durch die 3D-Druck Produktion) jederzeit ersetzen könnte wäre ein "ausleiern" dieser Verbindung keine Katastrophe.


Sonntag, 16. Juli 2017

Baubericht Schlepper "Taucher Otto Wulf 8" in 1:50 (Teil 4b) kleines Update zum Antrieb

Einigen von euch dürfte schon bekannt sein das ich seit einigen Tagen im Besitz der Schleppbarkasse "Sleppco" bin die Andreas Stach als Test-Modell für die Fachzeitschrift Schiffsmodell gebaut hat. Dieses gut 64cm lange Modell hat einen LRP Truck Puller 7,2V an einer 4-Blatt Messingschraube als Antrieb.

Was das mit der Taucher Otto Wulf 8 zu tun hat ?

Nun, auch dieses Modell hat eine 40mm 4-Blatt Messingschraube. Die läuft zwar in einer Kortdüse und beansprucht den Motor so etwas mehr. Aber dafür ist das Modell sehr viel kleiner und leichter. Die Verhältnisse dürften also in etwa vergleichbar sein. Der Motor macht einen guten Eindruck und zieht in der Sleppco bei Vollgas (dabei ist das Boot viel zu schnell) ca. 2 Ampere Maximalstrom. Er bleibt also weit unter seiner Nennleistung von 48 Watt. Mit diesem Antrieb sollte der Schlepper passend motorisiert sein um auch etwas größere Schleppfahrten ausführen zu können. Gleichzeitig müsste der Motor bei "Marschfahrt" einen Stromverbrauch von ca. 1 Ampere nicht überschreiten.

Es scheint so als hätte ich einen passenden Antrieb für das Schiff gefunden.  :-)


Update (26.7.2017) :

Nach einem längeren Gespräch mit Herrn Bauer (www.bauer-modelle.com) habe ich mich jetzt  doch entschlossen den Schlepper mit einem 14poligen Brushless Motor auszurüsten. Die Wahl ist auf diesen Motor gefallen : Klick mich, ich bin ein Link.
Uwe Bauer betreibt diesen Motor mit Erfolg in seiner (wesentlich größeren) Litorina. Für mich hat der Motor den Vorteil das er knapp 60 Gramm wiegt. Das ist weniger als 1/4 des Gewichtes eines Bürstenmotors. Und die Maximalleistung ist mit 185 Watt natürlich auch DEUTLICH höher. Für einen Schlepper ist das nie ein Nachteil. Frei fahrend sollte mit diesem Motor ebenfalls der Stromverbrauch bei unter 1 Ampere liegen. Mit abgeschaltetem FPV-Sender müssten dann das Schiff bei angemessener Geschwindigkeit unter 1,5A Stromverbrauch bleiben. Mit dem 10Ah Akku ergäbe das eine Fahrzeit von 6 Stunden 36 Minuten.

Das hier wäre dann der komplette Antriebsstrang. 14pol. Brushless Motor, Gundert Schwerlast-Kupplung, Stevenrohr und 40er Kortdüsenschraube von Raboesch. Ich freue mich jetzt schon auf die ersten Testfahrten denn für mich ist es zwar nicht der erste Brushless. Aber der erste Langsamläufer Brushless in einem Arbeitsschiff. Ich bin gespannt wie das läuft und ob meine theoretischen Überlegungen in der Praxis passen werden.
Stark beeindruckend fand ich übrigens die Liefergeschwindigkeit von Bauer Modellbau. Am Donnerstag nachmittag bestellt und bezahlt waren Motor und Kupplung bereits am Freitag Mittag bei mir. So macht einkaufen wirklich Spaß !

Auch die Passgenauigkeit der Kortdüse ist richtig gut. Nicht nur das Andreas Schneider das "Ding" gut gezeichnet hat, der 3D-Druck von Shapeways ist auch noch genauso gut wie die Datei ! Ich habe vorhin eine 3mm Welle durch die beiden Bohrungen geschoben. Nicht nur das die Bohrungen genau gegenüber liegen, sie sind auch noch so passgenau das die Welle stramm drin sitzt. So macht das Spaß ! Später wird die Welle natürlich NICHT durchgehen. Zur Ruderhacke hin wird nur ein 3mm Stummel eingesetzt, nach oben hin natürlich wie üblich die Ruderwelle.


Ruderhacke, richtig ... da war noch was. Die ist nämlich mittlerweile auch provisorisch befestigt.
Auf diesem Bild ist natürlich die Kortdüse nur provisorisch eingesetzt. Die genaue Lage muss noch ermittelt werden. Dann kann auch die Ruderhacke auf die richtige Länge gebracht werden. Von unten her wird ein kleiner 3mm Bolzen die Kortdüse halten. Von oben wird ganz normal eine Ruderwelle eingesetzt. Die genaue Ausrichtung der Welle wird noch "lustig".

Dienstag, 6. Juni 2017

Baubericht Schlepper "Taucher Otto Wulf 8" in 1:50 (Teil 4a)

Da hab ich noch vor kurzem von den Anfängen des Rumpfbaus geschrieben. Leider hab ich nachdem der Kiel und die ersten 6 Spanten bereits ausgeschnitten waren noch einmal den Taschenrechner bemüht. Und der hat dann den Rumpfbau aus Holz schlagartig beendet. Um zu erklären was dabei klar wurde muss ich aber etwas weiter ausholen ...

Die Taucher Otto Wulf 8 soll mein "Reise-Schiff" werden. Sie soll uns unter anderem in den Urlaub begleiten. Daher ist die geringe Größe und das überschaubare Gewicht von ca. 1,5 kg gerade richtig. Nur hat man dabei natürlich nicht nur ein Platzproblem, auch die Zuladung ist überschaubar. Und genau da fängt das Problem an. Denn das Modell soll nicht nur diverse Funktionen und eine FPV Anlage bekommen, es soll auch eine sehr große Reichweite haben. Angepeilt werden mindestens 6 Stunden Dauer-"Vollgas" mit eingeschalteter FPV-Anlage.

Total überzogen ? Nein, denn ich plane mit diesem kleinen Schiff eine Teilnahme an der Traunsee-Challenge. Hierbei muss das Schiff eine Entfernung von 5 nautischen Meilen (9,26 km) plus eine anständige Sicherheitsreserve ohne Akkuwechsel zurücklegen können. Vorher abbrechen ? Keine Alternative !
Deshalb möchte ich mindestens 10Ah LiFePO4 Akkus verwenden. Besser wären 12Ah. Die mögliche Zuladung hätte beim Holzrumpf mit GfK-Überzug aber leider nicht mal für die 10Ah gereicht. Genau an der Stelle habe ich dann erfahren das Rainer Fonk aus Mülheim an der Ruhr bereits eine Form für den Rumpf besitzt.

Deswegen habe ich mich vor ein paar Tagen entschieden den Rumpfbau abzubrechen und mir einen GfK-Rumpf anfertigen zu lassen. Anstelle von ca. 230 Gramm für den Holzrumpf werde ich so ca. 155 Gramm Rumpfgewicht erreichen. Und dabei ist (weil angeformt) das Schanzkleid bereits mit eingerechnet. Außerdem hat der Rumpf eine ausgesprochen stabile Scheuerleiste. Aber das ist im Betrieb eher von Vorteil.

Und da ist er nun, der GfK-Rumpf !
In den nächsten Tagen kommt noch ein 6x3mm Messing-Vollprofil das als Ruderhacke eingepasst werden soll. Das sehr genaue einpassen der Kortdüse und der Welle wird noch problematisch. Das Problem ist das in der (beweglichen) Kortdüse eine Schraube mit nur 1mm Spalt rundum laufen soll.

Vorher werde ich aber am Rumpf diverse andere Arbeiten durchführen da ich nicht will das die Kortdüse bei den folgenden Arbeiten beschädigt wird. Das Schanzkleid muss noch auf Maß gebracht werden und die Ankertasche muss eingepasst werden. Das sind alles recht grobe Arbeiten die ich vorher erledigt haben möchte.

Wird fortgesetzt ...

Montag, 24. April 2017

Baubericht Schlepper "Taucher Otto Wulf 8" in 1:50 (Teil 3)


Heute wird es hier um die Anfänge des Rumpfbaus gehen.
  

Da im Plan die Spanten nur "netto" gezeichnet sind musste ich als erstes ein Blatt des Plans kopieren. Da wurde dann eine Hilfslinie eingezeichnet die die Oberseite vom Hellingbrett darstellen soll. So kann ermittelt werden welche Länge der "Füße" zum aufstellen der Spanten jeweils notwendig ist. Diese "Füße" werden dann in Kopien der gezeichneten Spanten eingezeichnet. Soweit so gut ...
Man könnte es sich nun leicht machen und die Zeichnungen der Spanten grob ausschneiden um sie mit Sprühkleber auf das Holz zu kleben. Das hat aber auch Nachteile. Der Sprühkleber verhindert später das das Holz an der Stelle wirkungsvoll mit verdünntem Harz geschützt werden kann. Und die Reste der Papiervorlagen sehen im Rumpf nicht besonders gut aus.
Daher habe ich mich dazu entschieden darauf zu verzichten. Die Zeichnungen wurden also zusammen mit einem Bogen Kohlepapier mit Heftzwecken auf dem Holz befestigt. Dann musste natürlich jeder Spant einzeln durchgepaust werden. Dabei wurden die Spanten so auf der Platte verteilt das sich möglichst wenig Verschnitt ergibt.

Als Material für die 12 Spanten und den Kiel wurde 5lagiges Birkensperrholz in 6mm Stärke gewählt. Das ist nicht zu schwer aber ausreichend stabil. Das Gewicht wird ja bei diesem Schiff noch an weiteren Stellen eine Rolle spielen.
Als nächstes kam dann der beliebte Durchgang mit der Laubsäge. Eine Arbeit die ich ehrlich gesagt nicht besonders leiden kann. Schlimmer ist eigentlich nur das schleifen. Aber das kommt später. Gerade im Bereich der Spantfüße muss ausgesprochen genau gearbeitet werden damit die Spanten hinterher sauber ausgerichtet aufgestellt werden können.

Als letztes wurde der Kiel ausgesägt. Im Bauplan ist er dreiteilig eingezeichnet, ich habe die beiden Teile für das Hinterschiff aber mit kleinen Stegen verbunden. Dann brauche ich die Teile nicht beim Einbau ausrichten. Und dadurch das es sich eben nur um kleine Stege handelt ist beim durchbohren (für den Durchgang des Steven-Rohrs) eine gute Führung für den Bohrer gegeben. Das vereinfacht die Sache stark.
In den nächsten Tagen geht es mit dem aufstellen und ausrichten der Spanten auf dem Hellingbrett weiter.

Bis die Tage !

Donnerstag, 13. April 2017

Baubericht Schlepper "Taucher Otto Wulf 8" in 1:50 (Spezial : die Daten)

Als kleine Spezialausgabe dieses Bauberichts möchte ich zwischendurch mal eine Zusammenfassung der Daten und Funktionen
des Neubaus "Taucher Otto Wulf 8" geben.
Maßstab 1:50
Länge : 46,8 cm
Breite : 13,4 cm
Tiefgang hinten : 6,2 cm
Gesamthöhe : 31 cm
Verdrängung : 1,5 kg
Schraube : 1x 40mm 4-Blatt Messingschraube in Kortdüse



RC Ausrüstung mit FlySky FS-i6S (10 Kanal)

Kanal 1 prop : Sound an/aus + Zusatz-Sounds
Kanal 2 prop : Fahrtregler stufenlos vor/stop/zurück
Kanal 3 prop : Schlepphaken auslösen / Festmacher auslösen*
Kanal 4 prop : Ruderservo rechts/neutral/links
Kanal 5 prop (Rad): Schlepp- und Beistopperwinde stufenlos nachlassen / stop / anziehen
Kanal 6 prop (Rad): Ankerwinde Freifall / Stop / Heben
Kanal 7 1x Tast : Horn
Kanal 8 2x schalt : FPV Kamera-Umschalter (vorne/Maschinenraum/hinten)
Kanal 9 2x schalt : Momo Sauerland 2x5 Kanal Power Schaltmodul und Arduino Schaltbaustein
Kanal 10 1x schalt : Lenzpumpe an/aus
Momo Kanal 1a : Arbeitsscheinwerfer an/aus
Momo Kanal 2a : Innenbeleuchtung Steuerhaus hell an/aus
Momo Kanal 3a : Decksbeleuchtung an/aus
Momo Kanal 4a : Schleppzuglichter, kurzer Schleppzug an/aus
Momo Kanal 5a : Schleppzuglichter, langer Schleppzug an/aus
Momo Kanal 1b : nautische Beleuchtung an/aus
Momo Kanal 2b : Innenbeleuchtung Aufbauten an/aus
Momo Kanal 3b : Radar an/aus
Momo Kanal 4b :
Momo Kanal 5b : Zoll-Laterne an/aus + FPV-Sender an/aus
Automatik 1 : Lenzpumpe an/aus

Automatik 2 : Umschalten Ankerlicht über die Ankerwinde
Automatik 3 : Aufziehen Schlepper-Tagessignal anstatt der Schlepplichter bei Tageslicht
  
Diese Beschaltung soll in Zukunft für mehrere Modelle in der beschriebenen Form umgesetzt werden. Daher gibt es in der Liste auch Hinweise auf Belegungen die bei diesem Modell aus Platzgründen keine Rolle spielen. Die mit "prop" gekennzeichneten Kanäle sind die 4 Kanäle die auf den Kreuzknüppeln liegen. Mit "schalt" sind die Funktionsschalter gemeint die eine rastende Funktion haben. Die mit "tast" markierten Schalter sind die 3-Stellungs Tastschalter. Die "Momo-Kanäle" werden über das 10 Kanal Momo Sauerland Schaltmodul geschaltet.

Das Modell soll speziell für Langstreckeneinsätze sowie für starken Seegang geeignet sein. Daher wird der Rumpfzugang unter dem abnehmbaren Aufbau zusätzlich mit einer verschraubten Makrolon-Platte und einer Moosgummidichtung abgedichtet. Außerdem werden in den Rumpf großzügige Schwimmkörper eingebaut. Beim Bau des vorderen Decks wird die Montagemöglichkeit für eine Dahmen-Ankerwinde vorgesehen. Hierbei wird auch die Verkabelung bereits eingebaut. So wird die spätere Nachrüstung leicht möglich.

Der stromsparende, langsam laufende, 14polige Brushless Motor sorgt zusammen mit dem möglichst großen Akku für eine sehr große Reichweite und gute Regelbarkeit. Gleichzeitig soll das Modell für vorbildgerechte Schleppfahrten eingesetzt werden können. Ein Schlauchbootschlepp ist möglich, aber aufgrund der geringen Modellgröße eher problematisch.

Alle meine Modelle bekommen einheitliche RC-Anlagen mit einer (soweit möglich) identischen Belegung. Dadurch braucht man sich nicht um zu gewöhnen wenn man auf ein anderes Modell umsteigt. Servo und Fahrtregler werden soweit möglich rechts und links an den Rumpf-Seiten entlang des Decksausschnitts verbaut. Um die restliche Technik kompakt anordnen zu können aber trotzdem zur Wartung einen guten Zugang zu haben werden zwei Einschübe verwendet. Einschub 1 (Schiffstechnik) im Rumpf nach hinten unter das Deck geschoben. Einschub 2 (FPV, Licht und Sound) im Aufbau. So kann man auch dann die Micro-SD-Karten aus den beiden Video-Recordern entnehmen. Für die Stromverteilung auf den Einschüben werden kleine Verteiler-Platinen genutzt. Auf den Einschüben werden die Kabelführungen so übersichtlich wie möglich mit längenmäßig genau passenden Kabeln ausgeführt. Die einzelnen Bausteine werden mit kleinen Kabelbindern oder Klettband befestigt. Alle Kabel werden mit Kabelkanälen oder als Kabelbaum geführt. Die Verbindungen der Einschübe zum Modell werden mit farbig codierten 6pol. MPX Steckverbindungen hergestellt. Diese Steckverbindungen werden auch für die Verbindung vom Rumpf zum Aufbau genutzt. Durch die farbige Codierung sollte eine Verwechselung ausgeschlossen sein. So sollte alles gut zugänglich sein. Für einen Betrieb mit der Einschubkarte außerhalb des Modells werden passende Verlängerungskabel angefertigt. So ist ein Testbetrieb leichter möglich.

Die Beleuchtung könnte evtl. über einen Arduino geschaltet werden. Das würde je nach Programmierung die Bedienung erleichtern. So kann man Abhängigkeiten schaffen. Also z.B. wenn der Anker unten ist automatisch von nautischer Beleuchtung auf Ankerlicht umschalten. Die dadurch vorhandenen Möglichkeiten müssten aber erst noch geprüft werden.

Außerdem kann über den Arduino später ein "Ausstellungs-Programm" abgespielt werden. Dabei werden alle Licht-Zustände des Modells in einem Ablauf geschaltet und gleichzeitig auf einem Display am Ständer des Modells für Publikum erklärt.


Als Soundmodul wird eventuell ein super kleiner China-Nachbau des Bendini Soundmoduls mit selbst aufgespielter Sound-Datei genutzt. Wenn möglich werden die Sounddateien aus Originalsounds angefertigt.
  
Die FPV Kameras im Steuerhaus bleiben immer eingeschaltet und zeichnen jeweils über einen sehr kleinen Recorder auf einer Micro-SD-Karte auf. Mit der Fernsteuerung werden die Kameras auf den FPV-Sender geschaltet. Der Sender wird auf eine möglichst große Reichweite abgestimmt und sendet auf 5,8 GHz. Verwendet wird ein FPV-Sender der auf 72 Kanälen einstellbar ist um auf Veranstaltungen möglichst viele Möglichkeiten zu haben. Zwei Kameras werden im Steuerhaus montiert und zeigen nach vorne und hinten, dabei wird die vordere Kamera wenn möglich schwenkbar montiert (hier müssen aber die Sichtverhältnisse durch die Steuerhausfenster vorher geprüft werden) und mit dem Ruder gekoppelt.

Die (evtl. mögliche) dritte Kamera zeigt den Maschinenraum mit Blick auf die Kupplung und die Rudermechanik. Im Sichtfeld werden ein Amperemeter und ein Voltmeter mit Digitalanzeige montiert. Außerdem soll ein Teil der Bilge im Blick sein um Wassereintritte sehen zu können. Diese Kamera zeichnet nicht auf und wird nur bei Bedarf duch den Umschalter aktiviert.

Für das Modell wird ein stabiler Transportkoffer mit Raum für Sender und Zubehör gebaut um das Modell gefahrlos in Auto oder ÖPNV transportieren zu können. Der Transportkoffer wird so gebaut das nicht nur das Modell sondern auch das gesamte Zubehör untergebracht werden kann.

Dienstag, 11. April 2017

Baubericht Schlepper "Taucher Otto Wulf 8" in 1:50 (Teil 2)


Im zweiten Teil dieses Bauberichtes wird es erstmal um einen kleinen Teil des schon beschafften Materials gehen.

Das erste (fast) fertig gestellte Bauteil ist die Kortdüse. Sie ist von Andreas Schneider gezeichnet und dann bei Shapeways in einem speziellen 3D-Druck Verfahren hergestellt worden. Die Kortdüse wird fertig mit dem Ruderblatt und den Ansätzen zur Lagerung der Welle geliefert. In der gezeigten Form kann man sie jetzt übrigens auch bei Shapeways bestellen. Nur für den Fall das hier jetzt der eine oder andere auf die Idee kommt das "Ding" haben zu wollen.


Die Oberfläche ist Produktions-bedingt bei diesem Material sehr rauh. Ich denke aber das man das mit leichtem Überschleifen und einer Behandlung mit Füller sehr gut in den Griff bekommen wird. Von der Festigkeit des Materials (Black Strong & Flexible) bin ich jedenfalls schon mal begeistert. Ebenso begeistern kann die Maßhaltigkeit. Andreas Schneider hat die Datei so angelegt das die Bohrungen in den Wellenlagern 3,1mm Durchmesser haben. Und meine 3,1mm Edelstahlwelle passt tatsächlich absolut maßhaltig, stramm in die Bohrung ! Das braucht wirklich nur noch geklebt werden. Zur Sicherheit werde ich aber die Welle die nach oben abgeht (über die die Stellkraft des Servos eingeleitet wird) mit einem 1mm Querstift versehen.

Ein Thema was mich länger beschäftigt hat war die Beschaffung von weichen, gut detaillierten Fender-Reifen passender Größe. Hört sich leicht an. Aber ... die Tücke liegt im Detail. Ich hatte auf der Intermodellbau Dortmund vor einem Jahr in der Grabbelkiste eines Händlers einen perfekt geeigneten Reifen gefunden und mir für ein anderes Projekt 2 Stk. gekauft. Als ich nun mit dem Schlepper begonnen habe stellte sich die Frage woher ich genau diese Reifen bekomme. Stundenlange Suche auf der Intermodellbau brachte ... NICHTS !
Am Stand von Bauer Modellbau hab ich dann aber doch noch Reifen gefunden. Die sind zwar nicht perfekt aber immerhin brauchbar.  :-)  Bei dem Schlepper gilt daher : "Nie ohne Gummi !"
So können einen scheinbar unwichtige Kleinteile stundenlang beschäftigen. Und das nur weil man nicht gleich einen Vorrat anlegt.

Für die geplante FPV-Anlage im Boot (bestehend aus 3 Kameras, Recorder, Umschalter und 5,8 Ghz Sender) ist auch das erste Material da.
Die winzig kleine Kamera hat mich auf die Idee gebracht eine solche Anlage in meinen Schlepper einzubauen. Es sollen 3 verschiedene Ansichten möglich sein :
1.) der Blick aus dem Steuerhaus nach vorne (durch ein Steuerhausfenster hindurch).
2.) der Blick aus dem Steuerhaus nach hinten über das Achterdeck (durch ein Steuerhausfenster hindurch).
3.) der "Maschinenraum". Das Bild soll Motor, Welle und Wellenkupplung zeigen. Außerdem die Bilge (zwecks Kontrolle auf eingedrungenes Wasser) und zwei Anzeige-Module. Die beiden Anzeigen (am Rand des Bildes) sollen die Akkuspannung und den aktuellen System-Strom anzeigen.
Die Kamera, Gewicht 6 Gramm
Auch der Sender ist schon bei mir angekommen. Es handelt sich um einen Sender der das 5,8 Ghz WLan-Band nutzt. In Deutschland darf man das mit einer Leistung von 25mW nutzen, das reicht für eine Reichweite von ca. 100m auf dem Wasser wenn man eine vernünftige Antenne nutzt und keine Abschirmung vorhanden ist. Ich werde die Antenne wohl in den Kamin des Modells einbauen.
Der Sender mit der zugehörigen Antenne, Gewicht 15,3 Gramm
Das Umschaltmodul ist in der Lage per Fernsteuerung zwischen den drei Kameras hin und her zu schalten. Hierbei wird das Mikrofon nicht umgeschaltet, es wird nur bei einer Kamera im Steuerhaus angeschlossen.
Das Umschaltmodul, Gewicht 3,4 Gramm
 Der Step Up Wandler macht aus der Akku-Spannung gleichbleibende 12V für den Sender. Nur mit 12V kann er auf der höchsten Stufe betrieben werden.
Der Step Up Wandler, Gewicht 10,5 Gramm
 Um keine Funkstörungen mit aufzeichnen zu müssen werde ich für die beiden Steuerhaus-Kameras je einen kleinen Videorecorder einbauen. Sie zeichnen direkt das jeweilige Kamera-Signal auf und speichern es auf einer Micro-SD-Speicherkarte. Zuhause kann man dann aus dem Filmmaterial kurzweilige Filme zusammenstellen.
Der Micro-SD Video-Recorder, mit Klettband 9,8 Gramm

Für die Anzeige des Videos wird es zwei Möglichkeiten geben.
A.) am Sendergehäuse wird eine Halterung für ein älteres Handy angebaut. Das wird als Bildschirm für einen kleinen Empfänger genutzt damit man als Kapitän des Schiffes auch selber was sieht.
B.) für Veranstaltungen werde ich den Fernseher aus unserem Wohnmobil mitnehmen können und schließe daran einen Empfänger an. So können Besucher den Blick aus dem Schiff auf einem größeren Bildschirm sehen. 

Soundmodul, Gewicht 1,5 Gramm
Dieses winzige Teil hier ist ein komplettes Soundmodul. Es soll mit Original Sound-Dateien im WAV-Format bespielt werden. Auch das wird mich noch einige Zeit beschäftigen denn Original-Sounds werde ich selber aufnehmen müssen, es gibt sie noch nicht zum Download.


Da die 14 Kanäle des Senders nicht zur Bedienung ausreichen werde ich über dieses 10 Kanal Schaltmodul von Momo Sauerland alle Lichtfunktionen schalten. Auch das Modul ist erfreulich klein und kaum messbar "schwer". Ich liebe moderne Technik. So bekommt man umfangreiche Technik auch in kleine Modelle mit begrenzter Zuladung.

Diese Seilwinde (eigentlich für RC-Geländewagen) wird unter Deck montiert. Das Seil wird über die Attrappe der Schlepp- und Beistopperwinde nach außen geführt. 3 kg Zugkraft am Seil dürften für einen Schlepper dieser Größe locker ausreichend sein. Da die Seilwinde über einen kleinen Fahrtregler verfügt ist sie sehr feinfühlig regelbar.

Ansonsten fliegen hier mittlerweile das Hellingbrett, die Hölzer für den Rumpfbau und fertig gesägte Alu-Winkel zum aufstellen der Spanten auf der Helling rum. Es könnte also los gehen sobald ich wieder etwas Zeit habe.

Wird fortgesetzt ...

Mittwoch, 29. März 2017

Baubericht Schlepper "Taucher Otto Wulf 8" in 1:50 (Teil 1)

Hallo Leute !


In meiner Werft stehen in der nächsten Zeit wieder Neubauten an. Zum einen ein Kompakt-Modell eines Clyde Puffers (dazu demnächst mehr) und zum anderen der Schlepper "Taucher Otto Wulf 8" im Maßstab 1:50. Um das zweite Modell soll es jetzt erstmal hier gehen.
Der Plan von Konrad Algermissen (5 Bögen)
Das Modell wird handliche 46,8 cm lang, 13,4 cm breit und ca. 1,5 kg "schwer". Also optimal geeignet um in einer stabilen Transportkiste auch mit in den Urlaub fahren zu können. Und genau dafür habe ich es auch ausgesucht : als "Immer Dabei Modell".

Ich will mit diesem Modell auch einige für mich neue Wege gehen. Zum ersten Mal werde ich nicht auf einen Gfk- oder Polystyrol-Rumpf zurückgreifen sondern den Rumpf als Spantbau aus Holz erstellen und dann laminieren. Neu wird für mich auch das anfertigen der Aufbauten auf  Basis von beidseitig Kupfer-beschichtetem Platinen-Material das verlötet wird. Auch der größere Einsatz von FPV Technik mit mehreren Kameras ist in der geplanten Form Neuland für mich. Es wird nur einen FPV-Sender und nur einen Recorder geben, zwischen den 3 geplanten Kameras kann dann per Fernsteuerung umgeschaltet werden. Erstmals werde ich auch die Carson Reflex Stick 14 Kanal Fernsteuerung verwenden. Zu der gibt es ín den nächsten Tagen einen extra Beitrag.

Derzeit bin ich noch damit beschäftigt das benötigte Material zu beschaffen. Da ich zum Teil auch im Ausland bestelle ist das leider aufgrund der Versandzeiten eine etwas "zähe" Angelegenheit. In den nächsten Tagen werde ich noch die Welle (M4 in 6mm Stevenrohr) und die Schraube (40mm Kortdüsenschraube aus Messing) bestellen. Dann hab ich alles für den Rumpfbau zusammen und das Schiff kann auf Kiel gelegt werden.

Der komplette Bau des Modells soll hier im Blog dokumentiert werden. Wenn ihr Fragen habt, stellt sie bitte über die Kommentar-Funktion des Blogs. Ich werde versuchen die Kommentare zeitnah freizuschalten und (soweit ich kann) auch zu beantworten.