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Montag, 16. September 2024

Kleiner Tip zwischendurch .... (4)

Der absolute Horror ... das neue Modell liegt bei der Probefahrt mitten auf dem See und rührt sich nicht mehr.

Klar, den Trick mit der schwimmfähigen "langen Leine" kennen wir alle. Aber solang sich die Schraube des Havaristen noch dreht ist das keine gute Idee.


Da könnte sowas hier helfen. Das "gabelförmige" Alu-Gestell muss dabei von dem Modell das zum schieben genutzt wird nicht mal getragen werden, es wird durch die Pool-Nudeln nicht nur gepolstert sondern auch schwimmfähig gemacht.


So kann ich Modelle bis 34 cm Breite sicher greifen und an Land schieben. Und sollte der Havarist doch noch sinken kann er mein Rettungs-Modell nicht mehr gefährden. Durch die Schrägen Verstrebungen ist das ganze SEHR stabil.

Mittlerweile entsteht eine ganz neue, verstellbare Bergegabel. Den Beitrag dazu findet ihr dann hier. Die Beschreibung der alten Gabel lasse ich für Nachbauwillige online.
P.S. Anfragen zwecklos, die alte Bergegabel hat bereits einen neuen Besitzer.  😏


Da die beiden Seile die hinten am Modell belegt werden keine größeren Kräfte aufnehmen müssen, sie dienen nur zur Rückwärtsfahrt beim Manövrieren, werden auch keine größeren Ansprüche an die Poller gestellt. Einfache, auf dem Deck verklebte Poller sind vollkommen ausreichend.


Die Materialkosten (Aluprofile, Schrauben, Sicherungsmuttern und Pool-Nudeln) liegen bei unter 25,- €. Bitte nehmt dafür die Pool-Nudeln die bereits der länge nach ein Loch haben. Das erleichtert den Bau.


Das Fahrverhalten ist erstaunlich gut. Man muss nur relativ viel Gas geben um eng um die Kurve zu kommen. Die beiden Seile  sorgen nur dafür das die Sleppco das Gestell zurück zu ziehen. Bei Vorwärtsfahrt schiebt die Sleppco mit dem Bug gegen das gepolsterte Gestell. Bei etwas mehr Wellengang ist es auch von Vorteil das die Sleppco eben nicht in dem Gestell fixiert ist, sie kann sich so frei bewegen ohne das sie Kräfte aufnehmen muss.


Einkaufsliste:
1 Alu-Winkelprofil, 100 cm lang (für die Schrägstützen), Größe nebensächlich
3 Alu-Vierkantrohre 20x10mm, je 100 cm  lang
2 Poolnudeln mit Längsloch, je 150 cm lang
2 Seilstücke
Schrauben M5 (Länge passend zu den verwendeten Alu-Profilen)
selbstsichernde Muttern M5

Der Aufbau selber ist relativ einfach es handelt sich um ein einfaches "H" mit doppelter Querstrebe.

  



  

Viel Spaß beim nachbauen !


Und vielen Dank an Dennis und Christoph für die beiden "Testobjekte".

Auch große Brocken wie diese 18 kg schwere Atlantis sind kein Problem.

Nachtrag :

Eine Woche später haben wir mit dem Graupner Rettungsboot "Werner Kuntze" von Christoph Rode als Antrieb weitere Probefahrten gemacht. Und sieh an ... auch dieses relativ kleine Modell wird sehr gut damit fertig.



Update : da sich rausgestellt hat das bei großen Entfernungen oder schlechter Sicht das aufnehmen eines Havaristen noch deutlich verbesserungswürdig ist hab ich vorne an der Gabel jetzt eine Art "Trichter" angebracht. Das leitet den Havaristen deutlich besser in die Gabel. Außerdem wird sich so die Fahrt voraus deutlich verbessern.


Hier noch ein On Board-Video. So kann man die Arbeitsweise noch besser sehen :


Der ultimative Härte-Test ergab sich in Waltrop mit dem 35 kg schweren und 1,80m langen Modell von Reinhard Bastigkeit.

  

Da meine Sleppco ein gutes Stück übermotorisiert ist gelingen selbst solche Bergemanöver. Die Grenze wird dabei eher durch das einfache Ruder der Sleppco gesetzt. Man hat dann echte Probleme zu steuern.

Eine vereinfachte Version dieser Bergegabel in hellgrün (Version 2.0) ist mittlerweile bei mir in Gebrauch, die blaue Bergegabel ist mittlerweile in der Flotte von Christoph Rode im Einsatz.
 

Für kleinere Modelle als "Schieber" hab ich mittlerweile die stark verkleinerte Version 3.0 gebaut.
 
 
Sie soll mit Modellen bis 120mm Breite geschoben werden. Also z.B. mit Modellen auf Basis des Pollux Rumpfes oder mit dem Clyde Puffer den ich gerade baue. In die Gabel passen Modelle bis 210mm Breite. Aber auch bei breiteren Modellen kann die Gabel unter den Bug geschoben werden.
 
Bei der grünen und der organgen Gabel wurden rechteckige (10x20mm) Alu-Rohre aus dem Bauhaus verwendet. Zusammengefügt wurden sie mit Knotenblechen und Poppnieten.


Und dann gibt es noch bewegte Bilder :



Samstag, 13. Juni 2020

LiFePO4 Akku für größere Einheiten

Mit der Smit Rotterdam kam die erste größere Einheit in meine Flotte. Damit stellte sich die Frage woher eine solche Menge Strom denn nun kommen sollte.
Mit NiMH Akkus hätte ich 4 bis 6 Racing-Packs gebraucht. Ist sowas sinnvoll ? LiPo Akkus in 11,1V und mit hoher Kapazität sind auch nicht gerade billig. Dazu sind die Dinger sehr empfindlich. Und Bleiakkus ? Meine schlechten Erfahrungen mit der Haltbarkeit von (Marken-) Bleiakkus sprechen nicht gerade dafür.

Nachdem ich schon vor einiger Zeit angefangen habe mit LiFePO4 Akkus zu arbeiten und dabei ausgesprochen gute Erfahrungen gemacht habe war klar das auch die Smit Rotterdam solche Akkus bekommen würde. Die Wahl fiel auf Headway Rundzellen der Größe 40152 mit 3,3V 15Ah. Als 4s Konfiguration ersetzen diese Akkus einen 12V Bleiakku. Nur das sie bei gleicher Kapazität nur 2/3 des Volumens und 2/3 des Gewichts haben. Außerdem ist fast die gesamte Kapazität tatsächlich nutzbar, bei einem Bleiakku kann man nur 60% der Kapazität nutzen wenn man ihn länger behalten will.


Die Zellen werden mit Kunststoffverbindern zusammen gehalten, die elektrischen Verbindungen werden durch verschraubte Brücken hergestellt. Und schon liefert das "Ding" 12V. Aber ein paar Arbeiten bleiben schon noch.

 

Die Kappen für die offen liegenden Enden habe ich mir mit dem 3D-Drucker aus PETG hergestellt, sie werden einfach aufgesteckt. Das ganze Akkupack hat nun die Maße 188 x 86 x 86 mm und wiegt betriebsfertig 2030 Gramm.

 

Nachdem das Anschluss-Kabel angefertigt und angeschraubt wurde muss nur noch der Ballanceranschluss angebaut werden.

Nachdem alles getestet wurde können die Kappen noch mit etwas Klebstoff gesichert werden.


Ich bin mir sicher das einige von meinen Lesern bei dem letzten Bild Falten auf der Stirn bekommen. Ja, ich isoliere angelötete Stecker mit Heißkleber. Das geht schnell und problemlos. Und da meine Funktionsmodelle nur geringe Ströme ziehen, die Stecker also völlig kalt bleiben, ist das auch sicher.

Übrigens sollte man die Akkus NICHT durch einen Schrumpfschlauch schützen. Sie müssen mit etwas Abstand montiert werden damit die entstehende Wärme gleichmäßig abgeführt werden kann. Deshalb sind die Kunststoffverbinder auch so ausgeführt das die Zellen ca. 2mm Abstand voneinander haben.

In die Smit Rotterdam werden zwei solcher Akkupacks eingebaut. Diese 4S2P Konfiguration wird 12V 30Ah haben und zusammen mit den geplanten VDO Langsamläufer Bürstenmotoren eine SEHR lange Fahrzeit ermöglichen.


Noch ein paar Daten ...

Betriebsspannung : 12 Volt
Kapazität : 15.000 mAh
Maximaler Entladestrom : 150 A (Dauer), 225 A (< 10sec)
Maximaler Ladestrom : 45 A
Zyklenfestigkeit : >2000 (bei 80% Entladetiefe)

Freitag, 15. Mai 2020

Die Radiomaster tx16s

Eigentlich bin ich mit der von mir verwendeten Flysky FS-i6s sehr zufrieden. Aber es gibt halt Sachen die diese Anlage eben nicht kann. Und es gibt Projekte die eine größere Anlage nötig machen. Dazu kommt das ich für bestimmte (Micro-) Anwendungen eine Anlage brauche die auch andere als die Flysky Empfänger "versteht". Speziell die Micro-Empfänger für das DSMX System haben es mir angetan.

So wurde es Zeit mal über einen Sender eines anderen Systems nachzudenken. Um aber mit diesem Sender auch die vorhandenen AFHDS2A Empfänger ansprechen zu können interessierte ich mich schnell für Multiprotokoll-Sender. Es gibt einige Anbieter die so etwas anbieten.

Vor einiger Zeit wurde ich durch ein Posting in meiner Facebook-Gruppe darauf aufmerksam das ein neuer Anbieter einen sehr interessanten Sender auf Open-TX Basis auf den Markt bringen will. Die Radiomaster TX16s ist ein sehr interessanter Sender mit großen Möglichkeiten. Es gibt ihn in 2 Varianten. Zum einen mit herkömmlichen Potis, zum anderen mit Hallgebern. Was man bevorzugt ist von den jeweiligen Anforderungen / Vorlieben abhängig. Ich habe den Sender mit Potis bestellt da das einige der geplanten Umbauten erleichtern wird. Mit unter 90,- (Pre-Order bei Banggood) war der Sender für das was er kann super preiswert ! Aber auch der Listenpreis von etwas über 130,- ist durchaus interessant.

Seit heute ist die Anlage auf dem Versandweg von China und soll am 2.6. bei mir angeliefert werden. Wir werden sehen.

In der nächsten Zeit wird es daher auf diesem Blog auch regelmäßig Beiträge über diesen Sender und dessen Betriebssystem OpenTX geben. Es gibt Planungen den Navy Twin Stick für diese Sender neu zu konstruieren. Auch ein Schottel- und VSP-Geber ist denkbar. Beides wird es dann früher oder später bei mir auch als Bausätze geben.



Update : "er redet mit mir"
Soll heißen : der Sender wurde heute, am 4.6.2020, geliefert. Der erste Eindruck ist sehr hochwertig und der Sender liegt gut in der Hand. Das Farbdisplay ist wirklich gut, auch kleine Schriften u.ä. sind gut erkennbar. Fehler hab ich so bei der ersten Betrachtung keine finden können. Das ganze macht einen absolut guten Eindruck !

Faszinierend ist wie tief man bei OpenTX in die Anlage eingreifen kann. Gleich als erstes hab ich mal das Bild des Start-Bildschirms (der beim hochfahren gezeigt wird) mit meiner Adresse ergänzt.


Update : erster Test am Wasser
Ein erster Test mit de Polizeiboot Schleswig am 8.6. diente auch der Erprobung des Senders. Und dieser Test verlief positiv, der Sender liegt gut in der Hand und macht einen ordentlichen Job.

Sonntag, 1. März 2020

Andere Sender mit dem Twin Stick

Seit ich das mit den Twin Sticks mache gibt es Anfragen welche Sender außerhalb des Flysky-Sortiments damit ausgerüstet werden können. Dabei muss ich leider sagen das ich das in vielen Fällen leider gar nicht weiß. Denn ich kann mir nicht diverse Sender kaufen und ausprobieren. Es gab aber schon einzelne Leute die es mit dem Bausatz auch in anderen Anlagen versucht haben.

Der erste war Günther der eine Carson Reflex Stick 14 Kanal Anlage umbaute.
Ein Umbau der vom Aufwand her nicht allzu schwierig ist da die Trimmung weit genug von der Kreuzknüppel-Position weg angebracht ist.

Am meisten Arbeit hat sich bisher Matthias Braune gemacht. Er passte den Bausatz mit sehr viel Aufwand gleich an zwei unterschiedliche Anlagen an :
Die Spectrum DX7 (mitte) und die Graupner mc16/20 (rechts). Während in der Graupner relativ viel Platz den Umbau stark erleichterte war der Umbau der Spektrum sehr aufwändig. Hier war es vor allem die Anordnung der Trimmtaster die das ganze schwierig machte. Die mussten vom Knüppel weg nach unten zum Display hin verlegt werden. Demnächst werde ich zu beiden Umbauten noch einzelne Beiträge machen. Die FC16 links im Bild hat einen originalen Futaba Twin Stick eingebaut


Eine Futaba T14SG hat Detlef umgebaut. Hier könnt ihr mehr dazu lesen.




Sonntag, 9. Februar 2020

Umbau der Flysky FS-i6s auf andere Kippschalter

Da die originale Anordnung der Kippschalter bei der Flysky FS-i6s für meine Standard-Belegung nicht wirklich passt will ich die heute mal ändern.

Original :
SW-A = Zweistellungs-Kippschalter Aus/Ein
SW-B = Dreistellungs-Kippschalter Ein/Aus/Ein
SW-CDreistellungs-Kippschalter Ein/Aus/Ein
SW-DZweistellungs-Kippschalter Aus/Ein

Neu :
SW-A = Dreistellungs-Kippschalter Ein/Aus/Ein
SW-B = Dreistellungs-Kippschalter Ein/Aus/Ein
SW-CDreistellungs-Kipptaster (Ein)/Aus/(Ein)
SW-D = Dreistellungs-Kippschalter Ein/Aus/Ein

Den SW-C baue ich bewusst auf Taster um da sich damit die von mir bevorzugten Momo Sauerland 2x5 Kanal Schaltmodule so am besten bedienen lassen. Mit Schaltern ist das arg holperig.

Bei dem Umbau verzichte ich auf die kleinen Platinen der Schalter. Das hat drei Gründe :
1.) die Originalschalter haben ein sehr merkwürdiges Format, sie bauen SEHR flach. Man findet kaum Schalter die dazu passen.
2.) Längerfristig werde ich auf der Position SW-D evtl. ein Poti einbauen, dazu demnächst mal mehr.
3.) die Originalschalter sind nicht besonders stabil, sie brechen schon mal ab.

So hab ich mir bei eBay vor ein paar Tagen ein paar Schalter und Taster bestellt.

Um an dem offenen Sender gut arbeiten zu können habe ich mir schon vor längerer Zeit eine Ablage angefertigt. So kann man ohne die Gefahr von Beschädigungen und mir ruhig liegendem Sender arbeiten.

 

Die Original-Schalter haben leider M5 Gewinde, die neuen Standard-Schalter kommen mit M6 Gewinde daher. So muss ich die Bohrungen erweitern und kann leider die formschönen Muttern der Original-Schalter nicht verwenden. Daher werden meine Sender immer von außen an den Muttern der Schalter erkennbar sein. Von Vorteil ist das die Schalter wenigstens in die Halterungen passen.



Der erste "Neue" an seinem Arbeitsplatz SW-C. Das ist der Dreistellungs-Kipptaster (Ein)/Aus/(Ein). Die von mir verwendeten Taster gehen sehr stramm, haben also einen deutlichen Druckpunkt. Der Vorteil ist das so die Bedienung der 2x 5 Kanal Schaltmodule einfacher wird.

Nach dem verschrauben des Tasters und der 3 Schalter geht es an das allseits beliebte Verkabeln. Der Anschluss ist sogar recht einfach. Man verlötet ohne die Platine einfach die Kabel wie hier gezeigt :


Das macht man dann auf beiden Seiten. Und schon klappt es mit den neuen Tastern und Schaltern.



So hat man weit mehr Möglichkeiten. Dazu sind die neuen Schalter viel stabiler.



Und nachher baue ich die anderen Anlagen auch alle um :-)


Noch ein Hinweis : dieser Umbau ist in der Form auch bei der Flysky FS-i6x durchführbar. Bei der Flysky FS-i6 kann leider nach dieser Anleitung nur ein Zweistellungsschalter ersetzt werden.

Donnerstag, 7. November 2019

Die FPV Anlage (Fortsetzung)

Wer das schon länger verfolgt (oder mich öfter am Wasser sieht) weiß das ich, mit der Sleppco als Versuchsträger, verschiedene FPV-Komponenten getestet habe. Kameras, Recorder zum aufzeichnen im Schiff, FPV-Sender ... da gibt es hunderte Möglichkeiten.


Um nicht jedes Mal Umbauten am Modell machen zu müssen hab ich ein Versuchsgestell genutzt das sich anstelle des Verdecks auf der Sleppco montieren ließ.


Angefangen habe ich mit 600TVL Kameras um die Dateigröße klein zu halten. Ein zusätzliches Argument war das die Komponenten SEHR klein waren.
 

Das Problem ist das man die Unschärfe in den Videos (zu) deutlich sieht. Unter Umständen spielt dabei die Komprimierung während des aufzeichnens auch eine Rolle. Deswegen hab ich mich entschlossen Kameras und Recorder durch HD-fähiges Material zu ersetzen.

 

Die neuen (1200 TVL) Kameras sind etwas größer, vor allem im Bereich des Objektivs. Außerdem haben sie eine 10 Grad kleineren Sichtbereich. Das wird aber in Praxis bedeutungslos bleiben.

Im Gegensatz zu dem Micro-Recorder, der tatsächlich nur 640 Pixel Breite aufnehmen kann, ist der neue (deutlich größere) Recorder in der Lage Videos in HD aufzunehmen. Außerdem hat er einen deutlich besser bedienbaren Dreiwege-Schalter an den man auch besser ran kommt wenn man mehrere Recorder stapelt.


Diese kleine Platine dient dazu zwischen 3 Videosignalen hin und her zu schalten. Man kann so eine von drei Kameras auswählen und auf den Sender schalten.


Der super kleine Sender ist zusätzlich zu der in Deutschland zulässigen Sendestärke von 25mW in der Lage mit 50mW zu senden. Vorsicht, die FPV-Sender werden im Betrieb SEHR heiß. Das betrifft nicht nur eure Finger, die werden so heiß das sich 1mm Polystyrol-Platten locker verformen können. Also für genügend Abstand und Belüftung sorgen !

Alle diese Komponenten bekommt man bei diversen China-Händlern ausgesprochen preiswert.
Kamera (HD), Recorder (HD), Umschalter und Sender hier mal als Banggood-Links.
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Zusätzlich braucht man natürlich einen Empfänger an Land um die gesendeten Bilder anzeigen zu können. Da gibt es diverse Möglichkeiten :

1.) Anzeige auf dem Handy mit einem eigenen Empfänger.
Dazu braucht man allerdings ein Handy das auf dem USB-Port als "Master" fungieren kann. Das geht z.B. bei Samsung ab dem Galaxy S5.


Zur Anzeige auf Fernsehern und ähnlichen Endgeräten gibt es ebenfalls passende Empfänger.


Und dann gibt es noch einfache, kleine Monitore mit klappbarem Blendschutz und eingebautem Empfänger. Die nutze ich ganz gerne als Monitor am Sender da sie sehr leicht sind. Allerdings haben die (zumindest in der preiswerten Version) keine HD-Auflösung.
 

Die Links sind natürlich nur als Anregung zu verstehen. Es gibt noch unendlich viele andere Möglichkeiten und natürlich auch weitere Shops. Für Leute die nur eine Kamera wollen gibt es auch die Möglichkeit eine Kamera mit fest angebautem Sender zu nutzen.

Donnerstag, 12. September 2019

Der Navy Twin Stick

Nutzer moderner Fernsteuerungen, vor allem wenn sie mehrmotorige Boote bauen, schielen immer etwas neidisch auf die altmodischen Futaba F14 Sender. Dafür bekommt man nämlich einen Doppel-Fahrhebel (zwei parallele Hebel), den s.g. Navy Twin Stick.

Ja, man kann dieses altmodische (und sehr teure) Futaba Teil an mehrere andere Anlagen anpasssen. In die von mir genutzte Flysky FS-i6s passt er aber nicht mal mit Gewalt rein. Er ist einfach viel zu sperrig.

So lag der Wunsch nach einem Eigenbau nahe. Über Monate hab ich darüber immer mal wieder nachgedacht, bin aber irgendwie nie dazu gekommen das ganze wirklich zu beginnen. Im September 2019 kam die ganze Sache dann rasant in Fahrt. 

Im Forum "RC-Modellbau-Schiffe" tauchte im Datei-Bereich eine .stl Datei des Users "Starkaptain" für einen Navy Twin Stick für die Flysky Anlage auf. Von diesem Twin Stick entsteht bei mir gerade ein Prototyp.


Um Missverständnissen vorzubeugen, eine Nutzung ist mit dem Urheber der stl-Datei abgesprochen und von ihm bereits genehmigt.

 Das ist das gesamte benötigte Material. Die im Bild sichtbaren Messingschrauben werde ich noch durch 2mm längere Stahlschrauben ersetzen.


 Die Grundplatte.
  
 Mit eingelegten Knüppel-Unterteilen und den 3 Klemmbrücken.


 Durch mehr oder weniger festschrauben der Klemmbrücken wird der Widerstand beim bedienen eingestellt.


 Der Blick von oben auf die Grundplatte mit eingelegten Knüppel-Unterteilen.


 Die Messingrohre (4mm Durchmesser) können so lang gewählt werden wie man möchte. Meine sind 28mm lang, der Twin Stick ist so nicht höher als der Kreuzknüppel auf der anderen Seite. Macht man sie länger ist die Bedienung natürlich feinfühliger möglich.
 Die Messingrohre werden als erstes VORSICHTIG in die Griffstücke eingepresst. Ich habe das mit einem Maschinenschraubstock gemacht. Danach habe ich sie sehr vorsichtig in die Knüppel-Unterteile eingepresst. Das muss möglichst gerade erfolgen. Nach dem einpressen habe ich einen Tropfen sehr dünnflüssigen Sekundenkleber in die Fuge gegeben, durch die Kapillar-Wirkung wird er nach innen gezogen.

 
Der Twin Stick passt optisch sehr gut zu der Anlage und kann noch farblich angepasst werden. Das werde ich bei dem Prototyp vorerst wohl nicht machen. 

 Die Potis werden dem Original-Steuerknüppel entnommen.


 Sie passen optimal in dafür vorgesehene Halterungen rechts und links in der Grundplatte. Allerdings muss man zur Montage die kleinen Platinen VORSICHTIG so weit weg biegen das sie nicht im Weg sind.


Bei Einbau muss man darauf achten das sich die Potis in Mittellage befinden ! 


Das Verbindungskabel von der linken Seite zur Anschluss-Platine auf der linken Seite kann leider nicht weiter verwendet werden da es zu kurz ist. Hier müssen 3 kleine Litzen eingelötet werden. Nach dem einstecken des Steckers in die Anschluss-Platine und dem schließen des Sender-Gehäuses kann der Twin Stick in Betrieb genommen werden.




In meinen Sendern läuft der Twin Stick völlig problemlos und ich werde weitere Anlagen so umrüsten.



 
Für Backbord und Steuerbord kann man die Knüppel-Oberteile auch in rot und grün anfertigen.

Komplette Bausätze gibt es jetzt in 5 Farben :






Seit ein paar Tagen habe ich auch die Verriegelung für den Stick fertig.


 
Drückt man den Stift auf der rechten Seite hinein sind die Stick gekoppelt. Drückt man ihn auf der linken Seite rein sind die Sticks einzeln.
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Ein Mitglied meiner Facebook-Gruppe, Christoph Rode, hat in seine Anlage sogar zwei Twin Sticks eingebaut. Der zweite, quer eingebaute Stick steuert Ruder und Querstrahlruder.

 
Das funktioniert aber nur wenn man den Umbau auf andere Kippschalter unter Verzicht auf die Schalter-Platinen gemacht hat. Nur dann ist genug Platz für diesen Umbau !
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In die Flysky FS-i6 und FS-i6x passt der Twin Stick ohne Anpassungen ebenfalls.

Dieser FS-i6x Sender hat noch eine Besonderheit : schwarze Griffstücke und rot/grüne Knüppel-Unterteile. Außerdem Dreipositions Kippschalter auf allen 4 Positionen. Aber dazu an andere Stelle mehr.

Mit diesem Twin Stick sind bisher folgende Anlagen ohne Anpassungen umbaufähig :
Flysky FS-i6 sowie alle Fremd-Label dieser Anlage*
Flysky FS-i6s 
sowie alle Fremd-Label dieser Anlage*

Flysky FS-i6x sowie alle Fremd-Label dieser Anlage*
Flysky FS-NV14 sowie alle Fremd-Label dieser Anlage*
Flysky FS-i8
Flysky FS-ST8
Align T10
Pichler GigaProp 6
Reely HT6
Jamara FCX-6
* Fremd-Label : Reely, Modelcraft, Turnigy, Pichler, Jamara, Align


Mit diesem Twin Stick sind bisher folgende Anlagen mit geringen Anpassungen umbaufähig :
Flysky FS-tm10 (Anpassungen an der Grundplatte)

Flysky FS-i10
Carson Reflex Stick Pro (Verwendung von Flysky-Potis)  Facebook-Link

NICHT umbaufähig ist die Flysky FS-T6 ! Diese Anlage hat die alten Kreuzknüppel, der hat eine komplett andere Aufnahme !

Eine Carson Reflex Stick Pro mit dem Twin Stick ausgerüstet.
Weitere Umbauten von "Fremdanlagen" findet ihr hier.


Zusätzlich die Option
Da ihr zum Bau des Twin Sticks zusätzlich einen originalen Kreuzknüppel ausschlachten müsst könnt ihr einen solchen Kreuzknüppel bei Banggood bestellen. So kann man an die nötigen Potis für den Carson-Umbau kommen oder auch eine Flysky Anlage später wieder in Originalzustand bringen.


Und dann : VIEL Spaß mit den neuen Fahreigenschaften des Modells !
In dem folgenden Video das Schiff hat KEIN Bugstrahlruder, es wird ausschließlich über die Antriebe auf der Stelle gedreht !