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Sonntag, 9. Februar 2020

Umbau der Flysky FS-i6s auf andere Kippschalter

Da die originale Anordnung der Kippschalter bei der Flysky FS-i6s für meine Standard-Belegung nicht wirklich passt will ich die heute mal ändern.

Original :
SW-A = Zweistellungs-Kippschalter Aus/Ein
SW-B = Dreistellungs-Kippschalter Ein/Aus/Ein
SW-CDreistellungs-Kippschalter Ein/Aus/Ein
SW-DZweistellungs-Kippschalter Aus/Ein

Neu :
SW-A = Dreistellungs-Kippschalter Ein/Aus/Ein
SW-B = Dreistellungs-Kippschalter Ein/Aus/Ein
SW-CDreistellungs-Kipptaster (Ein)/Aus/(Ein)
SW-D = Dreistellungs-Kippschalter Ein/Aus/Ein

Den SW-C baue ich bewusst auf Taster um da sich damit die von mir bevorzugten Momo Sauerland 2x5 Kanal Schaltmodule so am besten bedienen lassen. Mit Schaltern ist das arg holperig.

Bei dem Umbau verzichte ich auf die kleinen Platinen der Schalter. Das hat drei Gründe :
1.) die Originalschalter haben ein sehr merkwürdiges Format, sie bauen SEHR flach. Man findet kaum Schalter die dazu passen.
2.) Längerfristig werde ich auf der Position SW-D evtl. ein Poti einbauen, dazu demnächst mal mehr.
3.) die Originalschalter sind nicht besonders stabil, sie brechen schon mal ab.

So hab ich mir bei eBay vor ein paar Tagen ein paar Schalter und Taster bestellt.

Um an dem offenen Sender gut arbeiten zu können habe ich mir schon vor längerer Zeit eine Ablage angefertigt. So kann man ohne die Gefahr von Beschädigungen und mir ruhig liegendem Sender arbeiten.

 

Die Original-Schalter haben leider M5 Gewinde, die neuen Standard-Schalter kommen mit M6 Gewinde daher. So muss ich die Bohrungen erweitern und kann leider die formschönen Muttern der Original-Schalter nicht verwenden. Daher werden meine Sender immer von außen an den Muttern der Schalter erkennbar sein. Von Vorteil ist das die Schalter wenigstens in die Halterungen passen.



Der erste "Neue" an seinem Arbeitsplatz SW-C. Das ist der Dreistellungs-Kipptaster (Ein)/Aus/(Ein). Die von mir verwendeten Taster gehen sehr stramm, haben also einen deutlichen Druckpunkt. Der Vorteil ist das so die Bedienung der 2x 5 Kanal Schaltmodule einfacher wird.

Nach dem verschrauben des Tasters und der 3 Schalter geht es an das allseits beliebte Verkabeln. Der Anschluss ist sogar recht einfach. Man verlötet ohne die Platine einfach die Kabel wie hier gezeigt :


Das macht man dann auf beiden Seiten. Und schon klappt es mit den neuen Tastern und Schaltern.



So hat man weit mehr Möglichkeiten. Dazu sind die neuen Schalter viel stabiler.



Und nachher baue ich die anderen Anlagen auch alle um :-)


Noch ein Hinweis : dieser Umbau ist in der Form auch bei der Flysky FS-i6x durchführbar. Bei der Flysky FS-i6 kann leider nach dieser Anleitung nur ein Zweistellungsschalter ersetzt werden.

Freitag, 18. Oktober 2019

Ein Halter für den FPV Monitor

Ja, es gibt für die Flysky FS-i6s eine Halterung für Tablett, Handy oder FPV-Monitor. Allerdings hat der gleich zwei entscheidende Nachteile :

1.)
Der Monitor sitzt auf der Halterung halb über dem Sender und verdirbt aufgrund der großen Ausladung den Schwerpunkt der Anlage recht nachhaltig. Dadurch hängt die Anlage nicht mehr gerade am Sendergurt.
2.)
Ist die Halterung auf dem Sender verschraubt passt der Sender nicht mehr in das Senderfach meiner Transportkisten. Leider ist die Montage der Halterung nicht "mal eben so" machbar. Das ganze ist mir deutlich zu aufwändig.

Die neue Halterung wird innen im Sender montiert. Sie besteht aus verlöteten Messing-Quadrahtrohr und ist verklebt sowie zusätzlich verschraubt.

Von außen bleiben nur zwei kleine Bohrungen sichtbar. Der Gewichts-Zuwachs des Senders liegt unter 20 Gramm.

Unter dem FPV Monitor wird ein passender Bügel verschraubt. Damit werden zwei "Dorne" befestigt mit denen der Monitor in die Halterung eingesteckt werden kann. Die kleinen Brücken zum verschrauben sind 3D-Drucke.

So bleibt das ganze sehr kompakt, der Sender passt wieder in das Senderfach der Transportkisten und der Sender hängt wieder gerade am Sendergurt.

Und vernünftig sichtbar ist das Bild des Monitors so auch.

Wenn meine Testfahrten positiv verlaufen (die Reichweite durch die Abschirmung des Metalls also keine Auswirkungen hat) werden alle meine Sender so ausgerüstet. Auf die Halterung kann dann außerdem auch ein Satelliten-System aufgesteckt werden mit dem z.B. Kräne oder ähnliches bedient werden können.

Für die Zukunft ist noch ein Umbau des Senders auf einen 2S LiIon-Akku mit 3400 mAh geplant der dann auch den Monitor oder den Satelliten mit Strom versorgen könnte.

Donnerstag, 12. September 2019

Der Navy Twin Stick

Nutzer moderner Fernsteuerungen, vor allem wenn sie mehrmotorige Boote bauen, schielen immer etwas neidisch auf die altmodischen Futaba F14 Sender. Dafür bekommt man nämlich einen Doppel-Fahrhebel (zwei parallele Hebel), den s.g. Navy Twin Stick.

Ja, man kann dieses altmodische (und sehr teure) Futaba Teil an mehrere andere Anlagen anpasssen. In die von mir genutzte Flysky FS-i6s passt er aber nicht mal mit Gewalt rein. Er ist einfach viel zu sperrig.

So lag der Wunsch nach einem Eigenbau nahe. Über Monate hab ich darüber immer mal wieder nachgedacht, bin aber irgendwie nie dazu gekommen das ganze wirklich zu beginnen. Im September 2019 kam die ganze Sache dann rasant in Fahrt. 

Im Forum "RC-Modellbau-Schiffe" tauchte im Datei-Bereich eine .stl Datei des Users "Starkaptain" für einen Navy Twin Stick für die Flysky Anlage auf. Von diesem Twin Stick entsteht bei mir gerade ein Prototyp.


Um Missverständnissen vorzubeugen, eine Nutzung ist mit dem Urheber der stl-Datei abgesprochen und von ihm bereits genehmigt.

 Das ist das gesamte benötigte Material. Die im Bild sichtbaren Messingschrauben werde ich noch durch 2mm längere Stahlschrauben ersetzen.


 Die Grundplatte.
  
 Mit eingelegten Knüppel-Unterteilen und den 3 Klemmbrücken.


 Durch mehr oder weniger festschrauben der Klemmbrücken wird der Widerstand beim bedienen eingestellt.


 Der Blick von oben auf die Grundplatte mit eingelegten Knüppel-Unterteilen.


 Die Messingrohre (4mm Durchmesser) können so lang gewählt werden wie man möchte. Meine sind 28mm lang, der Twin Stick ist so nicht höher als der Kreuzknüppel auf der anderen Seite. Macht man sie länger ist die Bedienung natürlich feinfühliger möglich.
 Die Messingrohre werden als erstes VORSICHTIG in die Griffstücke eingepresst. Ich habe das mit einem Maschinenschraubstock gemacht. Danach habe ich sie sehr vorsichtig in die Knüppel-Unterteile eingepresst. Das muss möglichst gerade erfolgen. Nach dem einpressen habe ich einen Tropfen sehr dünnflüssigen Sekundenkleber in die Fuge gegeben, durch die Kapillar-Wirkung wird er nach innen gezogen.

 
Der Twin Stick passt optisch sehr gut zu der Anlage und kann noch farblich angepasst werden. Das werde ich bei dem Prototyp vorerst wohl nicht machen. 

 Die Potis werden dem Original-Steuerknüppel entnommen.


 Sie passen optimal in dafür vorgesehene Halterungen rechts und links in der Grundplatte. Allerdings muss man zur Montage die kleinen Platinen VORSICHTIG so weit weg biegen das sie nicht im Weg sind.


Bei Einbau muss man darauf achten das sich die Potis in Mittellage befinden ! 


Das Verbindungskabel von der linken Seite zur Anschluss-Platine auf der linken Seite kann leider nicht weiter verwendet werden da es zu kurz ist. Hier müssen 3 kleine Litzen eingelötet werden. Nach dem einstecken des Steckers in die Anschluss-Platine und dem schließen des Sender-Gehäuses kann der Twin Stick in Betrieb genommen werden.




In meinen Sendern läuft der Twin Stick völlig problemlos und ich werde weitere Anlagen so umrüsten.



 
Für Backbord und Steuerbord kann man die Knüppel-Oberteile auch in rot und grün anfertigen.

Komplette Bausätze gibt es jetzt in 5 Farben :






Seit ein paar Tagen habe ich auch die Verriegelung für den Stick fertig.


 
Drückt man den Stift auf der rechten Seite hinein sind die Stick gekoppelt. Drückt man ihn auf der linken Seite rein sind die Sticks einzeln.
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Ein Mitglied meiner Facebook-Gruppe, Christoph Rode, hat in seine Anlage sogar zwei Twin Sticks eingebaut. Der zweite, quer eingebaute Stick steuert Ruder und Querstrahlruder.

 
Das funktioniert aber nur wenn man den Umbau auf andere Kippschalter unter Verzicht auf die Schalter-Platinen gemacht hat. Nur dann ist genug Platz für diesen Umbau !
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In die Flysky FS-i6 und FS-i6x passt der Twin Stick ohne Anpassungen ebenfalls.

Dieser FS-i6x Sender hat noch eine Besonderheit : schwarze Griffstücke und rot/grüne Knüppel-Unterteile. Außerdem Dreipositions Kippschalter auf allen 4 Positionen. Aber dazu an andere Stelle mehr.

Mit diesem Twin Stick sind bisher folgende Anlagen ohne Anpassungen umbaufähig :
Flysky FS-i6 sowie alle Fremd-Label dieser Anlage*
Flysky FS-i6s 
sowie alle Fremd-Label dieser Anlage*

Flysky FS-i6x sowie alle Fremd-Label dieser Anlage*
Flysky FS-NV14 sowie alle Fremd-Label dieser Anlage*
Flysky FS-i8
Flysky FS-ST8
Align T10
Pichler GigaProp 6
Reely HT6
Jamara FCX-6
* Fremd-Label : Reely, Modelcraft, Turnigy, Pichler, Jamara, Align


Mit diesem Twin Stick sind bisher folgende Anlagen mit geringen Anpassungen umbaufähig :
Flysky FS-tm10 (Anpassungen an der Grundplatte)

Flysky FS-i10
Carson Reflex Stick Pro (Verwendung von Flysky-Potis)  Facebook-Link

NICHT umbaufähig ist die Flysky FS-T6 ! Diese Anlage hat die alten Kreuzknüppel, der hat eine komplett andere Aufnahme !

Eine Carson Reflex Stick Pro mit dem Twin Stick ausgerüstet.
Weitere Umbauten von "Fremdanlagen" findet ihr hier.


Zusätzlich die Option
Da ihr zum Bau des Twin Sticks zusätzlich einen originalen Kreuzknüppel ausschlachten müsst könnt ihr einen solchen Kreuzknüppel bei Banggood bestellen. So kann man an die nötigen Potis für den Carson-Umbau kommen oder auch eine Flysky Anlage später wieder in Originalzustand bringen.


Und dann : VIEL Spaß mit den neuen Fahreigenschaften des Modells !
In dem folgenden Video das Schiff hat KEIN Bugstrahlruder, es wird ausschließlich über die Antriebe auf der Stelle gedreht !