Samstag, 13. August 2022

Klein, kleiner ... und es segelt doch !

In der ersten Hälfte der 2000er Jahre gab es einen kleinen, feinen Segelboot Bausatz mit dem treffenden Namen "Sailing Uhu" ("Uhu" = unter hunderdert, gemeint ist das Gewicht in Gramm). Geschaffen in Eigenleistung von mehreren Modellbauern. Daraus entsteht an ca. 2 Wochenenden ein kleines Segelboot. Mit 182 mm Länge, 76 mm Breite und ca. 100 Gramm Gewicht ist das Modell der ideale Begleiter auf Reisen. Denn es passt mit allem Zubehör mühelos in einen Standard-Alukoffer. Der Rumpf ist ein Langkieler mit innenliegendem Ballast, dadurch ist das Modell wenig anfällig für Dreck im Wasser.

Lange Zeit habe ich nach diesem Bausatz gesucht und keinen bekommen. Vor einiger Zeit meldete sich dann ein Modellbauer bei mir der das Hobby leider aus gesundheitlichen Gründen an den Nagel hängen muss. Er habe noch einen fast jungfräulichen Bausatz und wolle sich davon trennen.

Das Resultat ist das der Bausatz nun vor mir auf dem Tisch steht. Bis auf ein ABS Tiefziehteil aus dem die Decks-Zugangsluke gebaut werden soll ist der Bausatz komplett.

Meine technische Ausstattung sieht wie folgt aus :

  • Flysky FS-2A Empfänger mit 4 Kanälen (2,7 Gramm)
  • zwei GH-37D Servos (je 4,8 Gramm incl. Kabel)
  • LiPo Einzelzelle mit 180mAh (4,4 Gramm ohne Stecker)
  • innenliegendes Kielgewicht aus 62,6 Gramm Blei

Da ich etwas mehr in Richtung Scale-Optik gehen will ändere ich die Besegelung. Es wird eine optisch ansprechende Gaffel-Besegelung. Einsetzbar wird das Modell bis Windstärke 3 sein. Obwohl der Akku sehr klein ist sollte die Betriebszeit bei ca. 1,5 Stunden liegen.

Eine einfache, manuell schaltbare LED Positionsbeleuchtung macht das Modell tauglich für Dämmerungs-Einsätze z.B. bei Veranstaltungen.

Beheimatet ist das Boot (an der Flagge deutlich erkennbar) in Schweden, genau genommen in Stockholm. Der Name "Liza" geht zurück auf eine, im Januar 2022 verstorbene, schwedische Sängerin zurück : Liza Öhmann. Sie war u.a. von 1979 bis 1981 als Backroundsängerin mit ABBA auf Tournee.


Bilder werden in den nächsten Tagen nachgefügt !

Donnerstag, 7. April 2022

Figuren in 1/10

Ein offenes Boot wie mein 1/10 Opduwer braucht natürlich eine oder mehrere Figuren. Schade nur das die dann so starr im Boot sitzen ... oder doch nicht ?  😏

Vor über einem Jahr bin ich auf eine Webseite gestoßen. Dort waren Videos von ferngesteuert beweglichen Figuren (Animatroniks) zu sehen. Leider in größeren Maßstäben wie 1/4 oder 1/6. Nun, da ich neugierig bin hab ich den Macher dieser Figuren angeschrieben. Und er ließ sich tatsächlich überzeugen drei Prototypen in 1/10 zu fertigen und mir zu schicken. Die Bauteile sind sauber 3D-gedruckt und passen wirklich gut zusammen.

Eine dieser Figuren wird demnächst an Christoph Rode gehen, zwei (1x weiblich und 1x männlich) werde ich selber aufbauen. In den Körper der Figuren passen tatsächlich bis zu 5 Servos der 1,7g Klasse. So kann die Figur beide Arme hebn, den Kopf drehen und nicken. Das 5. Servo (mit dem der Kopf auch geneigt werden könnte) werde ich wohl wahrscheinlich nicht einbauen.


Nur im Schulterbereich sind meine derzeit vorhandenen Servos noch zu klobig, das passt so nicht. Es gibt aber passendere Servos, die muss ich nur erst bestellen. Da sind dann die Gehäuse am Abtrieb deutlich schmaler und passen in die Schultergelenke.

Für die Steuerung plane ich einen Arduino zu verwenden. Darauf werden verschiedene Bewegungsabläufe, einzeln abrufbar gespeichert. Zusätzlich werde ich die Figuren in jeder Funktion ferngesteuert bewegen können. Allein die Schaffung des nötigen Codes zur Steuerung von mindestens 8 Servos und mehrerer Zusatz-Funktionen wird mich wohl länger beschäftigen. Vor allem da ich in dem Bereich nur über sehr geringe Erfahrungen verfüge.

Allerdings ist es so das ich durch den Bau des Wohnmobils vorerst vollkommen ausgelastet so das die Figuren wohl noch länger brauchen werden. Dies hier ist also bisher eher eine Art Vorschau. Sobald es Fortschritte gibt werde ich sie aber hier zeigen.



Sonntag, 17. Oktober 2021

Warum es hier so ruhig ist ...

Der Modellbau muss bei mir gerade eine kleine Pause einlegen. Ich bereite die Messestände unserer Facebook-Gruppe für die Modellbaumessen in Friedrichshafen (4.-7. November) und Dortmund (17.-20. November) vor. Kommt uns doch mal besuchen, es wird sich lohnen ! Ich kann schon verraten das wir eine ganze Reihe richtig tolle Ausstellungsstücke mitbringen werden.

Außerdem arbeite ich daran unser "neues" Auto zu einem Wohnmobil umzubauen. Noch laufen die Vorbereitungen. Aber ab Ende November werden wir mit dem Innenausbau beginnen. Das lässt mir derzeit keine Möglichkeiten für den Modellbau. Dafür wird dieses Fahrzeug unsere Möglichkeiten auch für den Modellbau stark erweitern ! Auf die dann möglichen Reisen freuen wir uns schon.


Die wenige Zeit die ich übrig habe werde ich diesen Winter brauchen um die Schäden der Saison an meinen Schiffen auszubessern. Unter anderem hat mein Polizeiboot einen Sturz-Schaden der zu einem Riss im Rumpf geführt hat. 😔 Auch die Soundmodule von Polizeiboot und Sleppco brauchen etwas "Liebe".

Eine kleine Vorschau habe ich aber für euch. Der Opduwer der aus den Gfk-Teilen von Robert Alkier entsteht wird diesen Winter auf jeden Fall fahrbereit werden. Den Rohbau hat Christoph Rode für mich übernommen. Und ich arbeite, soweit es meine Zeit erlaubt, an den animatronischen Figuren und an der Programmierung des Steuer-Arduino für die Figuren. Das wird so richtig witzig werden !

Montag, 23. August 2021

Eine neue, alte Idee : die Bergegabel 2.0

 Im Laufe der Jahre haben sich bei meiner alten Bergegabel ein paar kleinere Schwächen rausgestellt. Sie ist stabil, einfach zu bauen und gut zu manövrieren. Aber sie ist nicht für unterschiedlich große Schiebe-Modelle verstellbar. Und ich wünschte mir die Arme der Gabel auf 45 Grad Winkel aufstellen zu können um z.B. Treibgut vom Wasser abfischen zu können.



Für den Verstell-Mechanismus arbeite ich mit Alu-Profilen von Alfer. Die gibt es in abgestimmten Größen das man sie übereinander schieben kann.



So wird der erste, verstellbare Arm auf die H-förmige, mittlere Brücke aufgeschoben.


Mit der einfach stramm aufgeschobenen Poolnudel sieht das doch schon sehr gut aus.


Montage des ersten Gabel-Holmes auf der Havaristen-Seite ...


... sie ist auf ca. 45 Grad ausstellbar. Nur die Poolnudel fehlt noch. Da die elastisch ist wird sie einfach mit verstellt.


Und schon ist sie da, die "Nudel vom Dienst". Beide Seiten der Gabel sind unabhängig voneinander verstellbar.





In den nächsten Stunden geht es weiter ...

Mittwoch, 7. April 2021

Lehrer-/Schüler Betrieb mit der Radiomaster

Durch ein Video von Wilhelm Meier (vielen Dank dafür !) bin ich auf die Idee gekommen die Radiomaster TX16s und eine meiner Flysky FS-i6s für einen drahtlosen (!) Lehrer-/Schüler Betrieb zu nutzen. So können gefahrlos Kinder mit einem meiner Modelle fahren.

Eigentlich ist das ganze relativ simpel. Man kann an den seriellen Eingang der Radiomaster TX16s nämlich über einen S-Bus Inverter einen S-Bus tauglichen Empfänger anschließen. Diesen bindet man mit der Flysky FS-i6s. Das Modell bindet man mit der Radiomaster TX16s. So steuert das Kind mit der Flysky FS-i6s also die Radiomaster. Und diese steuert dann das Modell. Wenn nun ein Eingriff von mir notwendig werden sollte kann ich jederzeit durch umschalten des Schalters "SA" dafür sorgen das das Modell nicht mehr auf die Flysky sondern auf die Geber der Radiomaster reagiert. Außerdem kann ich jederzeit das "Kinderboot" über die Telemetrie der Radiomaster überwachen.

Man könnte das ganze natürlich einfach extern mit einem Stecker an den seriellen Eingang anschließen und den zusätzlichen Empfänger mit einem Klettband befestigen. Das ist allerdings nicht so wie ich mir das vorstelle. Ich möchte möglichst keine zusätzlichen Teile "rumbaumeln" haben.

Daher habe ich einen Turnigy (Flysky) iA6c Empfänger in die Radiomaster fest eingebaut. Mit Strom versorgt wird er über die Stromversorgung des Senders. Um die LED des Empfängers sehen zu können wurde in der Rückwand des Senders eine kleine Bohrung eingebracht. Zum allpoligen abschalten dieses Zusatzes wurde ein Kippschalter eingebaut. Das ganze wurde innen am rechten seriellen Eingang angelötet. Ist der Empfänger abgeschaltet kann der serielle Eingang ganz normal weiter genutzt werden.


Der Empfänger wird für Wartungszwecke entnehmbar auf einem Klettband montiert.



Um für die Kabel eine Zugentlastung zu haben und damit ein Berührungsschutz für die Kontakte besteht hab ich die Rückseite des Schalters vergossen.
 
Was in den Einstellungen geändert werden muss entnehmt ihr bitte dem Video von Wilhelm Meier. Denn da sind verschiedene Versionen möglich.

So ist das ganze jetzt sehr universell nutzbar. Fahre ich selber das Modell bleibt der Schalter SA auf "Lehrer fährt". Dann kann ich das Modell ganz normal über die Radiomaster TX16s steuern. Will ich das Modell aber von einem Kind fahren lassen kann ich den Schalter SA auf die Stellung "Schüler fährt" stellen und den eingebauten Empfänger einschalten. Dann kann das Modell über den Flysky FS-i6s Sender gesteuert werden.

Mittwoch, 10. März 2021

Opduwer "Meermin"

Noch lange nicht im Wasser. Aber hohe Wellen schlagen ...
Oder : ein Funktionsmodell der (komplett) anderen Art.

Der Opduwer "Meermin"
(holl. Meerjungfrau)

Seit ein paar Tagen hab ich einen Gfk-Rumpf sowie Gfk-Deck und -Aufbau eines holländischen Opduwers. Scheinbar ein einfaches Modell ohne große Möglichkeiten für Sonderfunktionen. Scheinbar ... denn diese Modell wird wahrscheinlich mittelfristig in meiner Sammlung das Modell mit den meisten Servos werden. 😏

Seitenansicht des Rumpfs mit lose aufgelegtem Deck und Aufbau. Das Material ist komplett unbearbeitet. Also so wie man es von Robert Alkier (weitere Kontaktdaten auf Anfrage bei mir) als Materialsatz bekommt.

Der Rumpf ist 540 mm lang, 190 mm breit und hat ca. 85 mm Tiefgang. Die Verdrängung dürfte bei ca. 2700 g liegen. Der Maßstab ist 1:10.

Also super kompakt und trotzdem hohe Zuladung. Da das Modell nur einen kleinen (klappbaren) Mast und keine hohen Aufbauten besitzt bleibt auch die Transportkiste erfreulich kompakt. Um einen Einsatz z.B. im Urlaub möglich zu machen wird diese Transportkiste später auch den Sender, Reserveakkus und ein kleines Ladegerät beherrbergen.


Hier sind einzelne Schnitte schon angezeichnet. Das kleine Rechteck auf dem Aufbau-Dach wird ein kleines Maschinenraum-Oberlicht. Es wird beweglich und kann aufgestellt werden. So kann der Schall des Soundmoduls ungehindert austreten. Bei Regen kann das Oberlicht geschlossen werden.

Das große, angezeichnete Feld wird die Pflicht. Sie wäre groß genug für bis zu zwei 1/10 Figuren. Und genau da beginnt der Spaß. Beim "wilden" rumzappen im Internet bin ich schon vor Monaten über die Seite von Churchhill Creations "gestolpert" und dort längere Zeit hängen geblieben. Man könnte ... man müsste ...
Und jetzt hab ich auch das Modell was dafür in Frage kommt. Genügend Platz im Rumpf, hohe Zuladung und nicht zu viel andere Funktionen. Also genau die richtige Mischung.

Die erste (große) Herausforderung beginnt schon bei der Auswahl der Figur. Denn die 1/10 Figuren haben meistens keine "echte" Kleidung. Die Kleidung ist meist am Körper angeformt. Genau das ist aber ein Problem wenn man einen anderen Torax zur Unterbringung von 3 bis 5 Servos einbauen will. Der Kompromiss ist eine Figur mit angegossener, ziviler Kleidung die einen von mir selbst geschneiderten Ostfriesen-Nerz angezogen bekommt. Das passt zum Thema "Boot fahren" und verdeckt perfekt die Technik der Figur. Wer sich die verlinkte Webseite angesehen hat wird festgestellt haben das es biher keine 1/10 Baugruppen gibt. Nun, der Urheber dieses Materials war meinen Ideen gegenüber SEHR aufgeschlossen und schrieb schon nach wenigen Stunden zurück das er da was passendes entwickeln wird. Legen wir das Thema also erstmal "zu den Akten" und warten auf das was da kommt.

Bleibt die Auswahl der Figuren. Nun, bei einer Figur hab ich meine Wahl schon getroffen :
Die "Caprica Six" (Film-Figur aus Kampfstern Galactica) wird von mir mit einem Ostfriesen-Nerz für den Tag auf dem Wasser ausgerüstet. Der tarnt dann optimal den neuen, mit Servos ausgerüsteten Körper. Und so ein Ostfriesen-Nerz sollte selbst mit meinen untalentierten Händen herstellbar sein.



In den nächsten Wochen bekomme ich von Churchhill Creations erstmal zwei technisch nicht angepasste, also ausschließlich in der Größe skalierte Prototypen der Figur-Körper. Einer männlich, der andere weiblich. Mit den beiden mache ich dann nicht nur erste Versuche sondern wenn möglich auch die Figuren für meinen Opduwer.

Längerfristig sollen die Figuren auf zweierlei Art gesteuert werden. Zum einen möchte ich einen Arduino einbauen auf dem gewisse Bewegungsabläufe gespeichert sind die dann per Fernsteuerung abgerufen werden können. Also z.B. "Kopf nach links drehen und zur linken Seite hin winken". "Kopf nach rechts drehen und zur rechten Seite hin winken". Oder auch "beide Figuren unterhalten sich und gestikulieren". So werden ca. 6 verschiedene Szenarien für beide Figuren entwickelt und abgespeichert. Außerdem bewegen sich die Figuren passend zur Fahrt des Modells. Zusätzlich können bei beiden Figuren alle Funktionen einzeln per Fernsteuerung von Hand gesteuert werden.

Beim Antrieb schwanke ich derzeit noch zwischen einem mittelschnellen Bürstenmotor (5000 1/min unter Last) und einem 35er Brushless mit ca. 600 kV. Aber es wird wohl auf den Brushless Motor raus laufen. Allein schon weil ich die Mehrleistung für den Betrieb als Bergeboot brauchen kann.

Angetrieben wird eine Raboesch 4-Blatt Messingschraube Typ D (erhöhte Blattfläche) mit 45mm Durchmesser, das sollte für ausreichend Schub sorgen. Sollte sich rausstellen das da noch mehr nötig wird könnte ich auf eine Schraube mit mehr Steigung von Propshop.UK wechseln. Schließlich soll das Modell auch Vorbild-entsprechend, also zum schleppen und schieben eingesetzt werden können.

Die Entscheidung bezüglich des Akkus ist allerdings schon klar : es wird ein 4S LiFePO4 Akku mit 30650 Schraubzellen. Aufgeteilt in zwei "Stangen" mit je 6 Volt 6 Ah und im Boot in Serie verschaltet. So ergibt sich ein 12 Volt 6 Ah Akku. Das sollte für eine ausreichend lange Fahrzeit reichen, selbst dann wenn auch die Sonderfunktionen einiges an Strom brauchen.

Bei der Steuerung ist bereits klar wie das Modell ausgestattet werden soll. Als Empfänger dient ein Flysky iA10b Empfänger mit 10 Kanälen. Über S-Bus kann der bis zu 16 Kanäle steuern. Dazu kommt der Vorteil das ich die S-Bus Geschichte nutzen kann um zwischen Rumpf und Aufbau weniger Kabel verlegen zu müssen. Als Sender wird meine Radiomaster TX16s genutzt.


Ja, die Sonderfunktionen ...
Ich hatte es ja oben schon angedeutet, das Modell wird es in sich haben :

Zum einen die Figur(en). Da ist noch nicht entschieden ob es bei einer Figur bleibt (eher 3 als 5 Servos) oder ob evtl. eine zweite Figur (wahrscheinlich 5 Servos) dazu kommt. Die Figuren können wahlweise automatisch wie auch von Hand gesteuert werden. Bei bestimmten Funktionen des Modells werden die Figur(en) also selbsttätig Bewegungen ausführen können.

Dann werde ich Gas- und Schalthebel sowie das Steuerrad mit kleinen Servos beweglich machen. Den Gashebel parallel zum Fahrtregler, den Schalthebel passend zur Fahrtrichtung und natürlich das Steuerrad entsprechend zur Ruder-Bewegung.

Außerdem möchte ich einen Rauchgenerator einbauen. Am besten mit pulsierendem Rauch wie er bei langsam laufenden Einzylinder Motoren vor kommt. Die Mechanik (eine Klappe ?) die den Rauch zum pulsieren bringt muss dazu noch entwickelt werden.

Klar ein TBS Mini Soundmodul ist natürlich Pflicht. Darüber brauch ich gar nicht nachdenken. Und witzige Zusatz-Sounds fallen mir einige ein.

Ob (und wo) ich eine FPV-Kamera verstecken kann ist noch völlig offen. Denn sie soll auf keinen Fall zu sehen sein. Auf jeden Fall werde ich das aber versuchen. Wenn das klappt wird es auch einen FPV-Sender und eine Aufzeichnung auf Micro SD-Karte geben. Eventuell könnte man hierzu ein Emblem auf der Schirmmütze einer Figur nehmen. Mal sehen ...

Das das Modell mit Licht ausgestattet wird ist eh klar. Ohne Licht geht gar nicht.

Und was eigentlich auch noch sein MUSS ist ein pulsierender Kühlwasser-Ausstoß. Der ist eigentlich noch mit einer langsam laufenden Miniatur-Schlauchpumpe am leichtesten zu verwirklichen. Und er kann über das Soundmodul beim starten des Motors automatisch mit geschaltet werden.

Was sonst noch möglich wird ? Keine Ahnung, wir werden es sehen.  😏


Für eine Anwendung wird dieses Modell aufgrund seiner einfachen Bauweise und des starken Antriebs super geeignet sein : Einsätze mit der Bergegabel. Dann hätte ich eine Reserve für die sonst in diesem Job eingesetzte Barkasse Sleppco.

Außerdem wird das Modell mit einem SEHR massiven Doppelkreuz-Schlepp-Poller aus dickwandigem Messingrohr (gebohrt, gesteckt und verlötet) ausgerüstet. Dieser wird nicht nur verharzt sondern durch das Deck hindurch gesteckt und im Deck sowie am Rumpf verharzt. So kann der Schlepp-Poller auch für schweren Zug verwendet werden.

Auch der Kreuzpoller am Bug wird stabil aus dickwandigem Messingrohr gefertigt. Durchgesteckt und gelötet. Unter Deck wird als Lager, genau wie bei dem Schlepp-Poller, eine stabile Lagerplatte eingeharzt.



So kann auch dieser Poller schwer belastet werden. Im folgenden Bild ist das Deck nur lose aufgelegt, es dient nur um die Lage der Poller zu prüfen.

Wie in dem Bild weiter oben (mit der Skipperin) bereits zu sehen ist habe ich die Ruderhacke bereits passend ausgeschnitten. Auch die Bohrung für das Stevenrohr wurde mit Hilfe eines Lasers und (wie primitiv) mit dem Akkuschrauber durch die Ruderhacke hindurch eingebracht. Das war durchaus anspruchsvoll, die Ruderhacke ist nur 1,5mm dicker als das Stevenrohr. Daher war es gar nicht leicht das brechen zu verhindern. Danach habe ich die Bohrung in der Ruderhacke wieder mit einem Gemisch aus Harz und Baumwollflocken verschlossen.

Der Ausschnitt muss natürlich noch ordentlich versäubert und an den nötigen Freiraum für die 45mm Vierblatt Schraube (Raboesch Typ D) angepasst werden.

Für den Antrieb suche ich derzeit einen guten 35er Brushless Motor mit ca. 600 kV, am liebsten wäre mir ein Cosmo Blue.






Mittwoch, 24. Februar 2021

Der Umbau einer Futataba T14SG auf Twin Stick

Von Zeit zu Zeit erreichen mich Anfragen ob die eine oder andere "Fremdanlage" mit meinen Twin Stick Bausätzen umrüstbar sei. Und manchmal werden Projekte draus.


So zum Beispiel der Sender von Detlef aus dem Rheinland, ein Futaba T14SG.

Ich werde jetzt mal hier seine Beschreibung und seine Bilder hier posten :

Da die T14 keine runden sondern mehr eckig-ovale Öffnungen für die Kreuzknüppel hat musste die Grundplatte angepasst werden. Die Kreisplatte habe ich erstmal um 1,5 bis 2 mm aufgefüttert.

Danach habe ich die Bohrungen in der Grundplatte auf 3,5 mm aufgerieben / gebohrt, dadurch sind die alten Bohrungen im Sender besser nutzbar und die Grundplatte ist leichter auszurichten. Die rechte Plattenseite wurde dann noch um weitere 2,5 bis 3 mm aufgefüttert und verschliffen. Als das Ganze dann passend im Sender verschraubbar war, habe ich mehrfach mit Mattschwarz lackiert. Mit 0,5 mm Polystyrolstreifen habe ich die zuvor aufgesägten Mittelanzeigen wieder erhaben verschlossen, somit kann man dann die Mitte besser ertasten. Und es passt auch besser zum rechten Knüppel.
 

Der Einbau der Potis war nicht ganz so einfach, man muss nun genau aupassen auf welcher Seite die Potis bzw. Platinen herausragen sollten. Zur Außenseite hin ist weniger Platz, so dass ich die dickeren Teile der Platine Richtung auf die Sendermitte eingebaut habe. Da Futaba alle Leitungen verlötet hat, habe ich die Kabel getrennt. Leider hatte ich auf die Schnelle nicht die richtigen Stecker bzw. Buchsen zur Verfügung, also habe ich ein neues Kabel an die ausgeschlachteten Potis gelötet und mit neuen Steckern versehen.
 
Nach dem Ausmessen der einzelnen Adern zu den  Potis stand auch er Anschlussplan fest und wurde mit farbigem Schrumpfschlauch entsprehend markiert, somit ist auch bei einem künftigen Rückumbau der ordnungsgemäße Anschluss gesichert. Im Nachhinein muss ich sagen, dass Holgers Twinstick doch einfach und ohne großes elektrisches Knowhow schnell einbauen lässt.
 
 

Noch eine Anmerkung von mir :
Bei Sendern die (wie hier) keine Trimmschieber direkt neben den Kreuzknüppel haben ist der Umbau oft machbar. Man muss sich "nur" trauen.

Den Bausatz für diesen Versuch musste Detlef zwar erstmal incl. der Flysky Potis von mir kaufen, er bekommt aber jetzt (nachdem ich Bilder und Text veröffentlichen durfte) das Geld wieder. Und so hab ich ohne aufwändige, eigene Versuche wieder etwas für euch anzubieten. Habt ihr ähnliche vor ? Schreibt mich an.

Samstag, 6. Februar 2021

Akkus - ein kleiner Anfänger-Kurs

Für Einsteiger ist es immer ein Problem :
Welche Akkus "soll" ich für mein Modell nutzen ?

So allgemein gestellt lässt sich diese Frage allerdings gar nicht beantworten. Denn jeder Nutzer und jedes Modell hat andere Anforderungen. Ich möchte hier (im Rahmen meiner Möglichkeiten) mal versuchen eine Hilfestellung zu geben. Hierbei wird es NICHT zu einer wissenschaftlichen Abhandlung kommen, es geht einzig um eine Entscheidungshilfe. Tiefer gehende Informationen zu einzelnen Akkus und deren Verwendung werde ich im weiteren Text verlinken.

Als erstes muss mal festgestellt werden um welches Modell es sich handelt. Denn die Anforderungen des jeweiligen Modells bestimmen maßgeblich welche Akkus einsetzbar sein werden.

 




 So ein großer Schlepper oder eine stämmige Barkasse mit genügend Platz und Zuladung kann man im Prinzip mit jeder beliebigen Akku-Technologie ausrüsten. Bleiakkus sind genauso möglich wie NIMH-, LiFePO4- oder LiPo-Akkus. Meiner Meinung nach ist eine Ausrüstung mit LiPo Akkus hier unnötig da genug andere (und für diesen Verwendungszweck bessere) Alternativen zur Verfügung stehen.


Dieses mit nur 575 Gramm recht kleine, aber relativ leistungsstarke Polizeiboot wäre das andere Extrem. Hier kommt eigentlich nur noch ein LiPo Akku in Frage. Für andere Akkutypen wäre weder die Zuladung ausreichend noch würde eine vernünftige Fahrzeit erreicht.

  Im folgenden möchte ich daher mal versuchen die Vor- und Nachteile der einzelnen Akku-Typen zu erläutern.

 

Gleich vorab ein wichtiger Hinweis : moderne Modellbau-Akkus sind unglaublich leistungsfähig. Speziell LiPo und LiFePO4 Akkus können kurzzeitig wahnsinnig höhe Ströme liefern. Bitte arbeitet IMMER konzentriert und sorgfältig ! Berühren sich die beim anlöten der Stecker am Akku die beiden Kabel verschweißen die sich meist sofort miteinander und fangen auch sofort an zu glühen. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich ! Auch für eure Finger ! Wenn ihr Akkustecker anlötet gehört immer der Teil des Steckers an den Akku der KEINE freiliegenden Kontakte hat !

Benutzt möglichst verpolungssichere Steckersysteme wie XT30, XT60, XT90 oder T-Plug und wählt das System passend zur Belastung. Über die verschiedenen Steckersysteme könnt ihr euch hier informieren. 


 Wenn ihr Akkustecker ändern wollt beachtet bitte das an den Akku IMMER der Teil des Steckers gehört der KEINE offenen Kontakte hat ! Und beim abschneiden des alten Steckers NIEMALS beide Adern gleichzeitig kappen. Die Energie im Akku ist durchaus in der Lage den Seitenschneider zum glühen zu bringen. Wenn ihr unsicher seit lasst diese Arbeit eher von Leuten ausführen die sich auskennen.

 

Die Bleiakkus

 Ladung : </= 1/10 C
Typ-Spannung pro Zelle : 2V
Ladeschluss-Spannung
pro Zelle : 2,3 - 2,46V*
Entladeschluss unter Last
pro Zelle : 1,75V
* je nach Akku-Typ

 Für unser Hobby spielen eigentlich nur noch s.g. Blei-Gel Akkus eine Rolle. Sie sind hermetisch dicht verschlossen und können in jeder Lage eingesetzt werden.

Der scheinbar größte Vorteil dieser Akkus ist der niedrige Preis. Warum schreibe ich "scheinbar" ? Nun, die sehr niedrige Zyklenzahl die so ein Akku schafft relativiert das schnell wieder. Denn das größte Problem dieser Akkus ist das sie heute nur noch für eine bestimmte Anwendung hergestellt werden : USV- und Alarmanlagen. Dabei hängen die Dinger das ganze Jahr am Strom und werden werden im günstigsten Fall nur ein paar Mal in 5 Jahren wirklich benutzt. Nach 5 Jahren aber wandern sie aus Versicherungs-Gründen auf den Müll. Wenn man die Akkus so benutzt wie wir es machen kommt man im günstigsten Fall auf 100 bis 150 Zyklen. Unter sehr geringer Belastung unter optimalen Bedingungen geben die Hersteller eine Haltbarkeit von 400 Zyklen an. Dann ist die Kapazität so stark abgesunken das man sie freiwillig abgibt. Ein weiteres Problem ist das diese Akkus weder schnell geladen noch hoch belastet werden können. Beim schnellladen gehen sie kaputt. Und unter hoher Belastung bricht die Spannung stark ein.

Außerdem spielt beim Schiff ein weiterer Faktor eine Rolle. Die nutzbare Kapazität ist, verglichen mit dem Gewicht des Akkus, sehr gering. Und wenn der Akku möglichst lang halten soll muss man ihn sorgsam behandeln. Das heißt möglichst nur bis zu 70% entladen, niemals entladen lagern und ihn im Winter gut pflegen.

Moment ... "im Winter gut pflegen" ?
Ja, das ist tatsächlich notwendig. Denn Bleiakkus haben eine relativ hohe Selbstentladung von (je nach Bauart) bis zu 30% pro Monat ! Man sollte also um einer Tiefentladung vorzubeugen den Akku alle 2 Monate aufladen !

Andererseits kann das Gewicht des Akkus auch ein Vorteil sein wenn man an Schiffe denkt die sehr viel Gewicht brauchen um auf Wasserlinie zu kommen.

 

 Die LiFePO4 Akkus

 Ladung : </= 4C (oder Hersteller-Grenzwert)
Typ-Spannung pro Zelle : 3,3V
Ladeschluss-Spannung
pro Zelle : 3,6V
Entladeschluss unter Last
pro Zelle : 2V (besser 2,5V !)
Lagerspannung
pro Zelle : 3,3V

 
Links ein Block aus 30650 China Zellen mit in 2S2P Konfiguration (also mit 6,6V 12Ah), Gewicht 712 Gramm
Rechts ein Block aus 40152 Headway Zellen in 2S Konfiguration (also mit 6,6V 15Ah), Gewicht 996 Gramm

Deutlich leichter und wesentlich leistungsfähiger als die Bleiakkus sind die LiFePO4 Akkus. Sie können wesentlich höhere Ströme abgeben und sie können sehr schnell geladen werden. Wenn sie nicht misshandelt werden garantieren die Hersteller heute eine Haltbarkeit von ca. 2000 Zyklen, damit sind das für unser Hobby die Akkus mit der längsten Verwendungsdauer. Nur eines mögen diese Akkus gar nicht : sie dürfen auf keinen Fall tiefentladen werden ! Selbst eine einzige Tiefentladung tötet den Akku sofort !

Bei LiFePO4 Akkus ist die Selbstentladung mit 3 bis 5% pro Monat so gering das man den Akku ruhig den ganzen Winter über ohne Pflege im Schrank liegen lassen kann.

Es gibt diese Akkus in mehreren Bauformen. Zum einen die zylindrischen Bauformen wie ich sie verwende. Die gibt es mit normalen Batteriepolen*, Schraubkontakten und auch mit Lötfahnen.
*Achtung : das verlöten von Zellen mit normalen Batteriepolen kann ich nicht empfehlen, durch zu viel Hitze wird die Zelle schnell zerstört. Solche Zellen müssten punktgeschweißt werden was die meisten Nutzer überfordern dürfte.

Beim konfektionieren der Akkus sollte man ein Ballancer-Kabel mit einbauen und dieses auch benutzen. Die Zellen neigen zwar nur gering zum driften, trotzdem ist das Laden mit Ballancer deutlich besser. In Ausnahmefällen kann der Akku aber durchaus auch mal mit einem Bleiakku-Lader geladen werden. Man sollte das nur nicht zu oft machen.

Die meisten Modellbauladegeräte können heute auch mit LiFePO4 Akkus umgehen, mein ältestes Ladegerät (ein 1999 gekauftes Imax B6AC) ist bereits dafür eingerichtet. Meistens muss man dafür den LiPo Modus auf 3,3V Zellenspannung umstellen.

 

Die NIMH-Akkus

Ladung : </= 1-2C (oder Hersteller-Grenzwert)
Typ-Spannung pro Zelle : 1,2V
Ladeschluss-Spannung
pro Zelle : 1,5V
Entladeschluss unter Last
pro Zelle : 0,85V

Ebenfalls leichter und leistungsfähiger als Bleiakkus sind die NIMH-Akkus. Die größte Rolle spielen diese Akkus mittlerweile als Senderakkus. Als Antriebsakkus werden sie immer mehr verdrängt was die Preise für größere Akkupacks derzeit leider stark steigen lässt.

Wenn man eine möglichst hohe Leistung erzielen will sollte man normale NIMH Akkus erst kurz vor dem Einsatz nochmal voll laden. Denn sie verlieren in den ersten 24 Stunden bis zu 10% an Energie. Danach stabilisiert sich die Selbstentladung auf ca. 1% pro Tag bei Raumtemperatur ! Auch diese Akkus sollten also bei längerer Winterruhe alle 2 Monate wieder aufgeladen werden.

Etwas anderes ist bei den s.g. LSD-Akkus (den meisten z.B. unter der Marke Eneloop bekannt) der Fall. Die haben eine Selbstentladung von ca. 15% pro Jahr und brauchen wenig Pflege.

Mit guten Marken-Akkus sind 500 bis 1000 Zyklen erreichbar.

 

 Die LiPo Akkus

Ladung : </= 1C (oder Hersteller-Grenzwert)
Typ-Spannung pro Zelle : 3,7V (LiPo HV : 3,8V)
Ladeschluss-Spannung
pro Zelle : 4,2V (LiPo HV : 4,35V)
Entladeschluss unter Last
pro Zelle : 3V (LiPo HV : 3,3V)
Lagerspannung
pro Zelle : 3,8V (LiPo HV : 3,9V)

 
Gerade diese Akkus sorgen immer wieder für Verunsicherung. Es wird von großen Gefahren zum Beispiel durch Brände berichtet. Ja, so ein Akku KANN brennen. Aber das wird nicht passieren solang man umsichtig damit umgeht. Das Problem liegt eher zwischen den Ohren des Nutzers. Deshalb als erstes ein paar Sicherheits-Hinweise : 

1.) Wenn ein Akku aufgebläht ist oder Risse in der Folie hat gehört er entladen und in den Sondermüll !

2.) Wenn ein Akku so tiefentladen wurde das das Ladegerät das laden des Akkus verweigert sollte man NICHT zu Tricks greifen um den Akku zu reanimieren. So etwas kann zwar theoretisch funktionieren, das Risiko eines Brandes steigt aber.

3.) Wenn man ein neues Ladegerät bekommt sollte man die Messwerte dieses Ladegerätes mit einem Multimeter überprüfen. Es gibt (selten) Fälle wo schlecht kalibrierte Ladegeräte ausgeliefert wurden.

4.) Ladet LiPo Akkus NIEMALS unbeaufsichtigt !

5.) Ladet möglichst nur im "Ballance"-Modus ! 

6.) Für den Fall das doch etwas passiert : ladet bitte in einer Umgebung wo ein Akku-Brand möglichst wenig Schaden anrichten kann. Ich lade z.B. in einer Munitionskiste der Bundeswehr und im Bad. Denn so kann ein Brand keinen Schaden anrichten.

Wer umfassende Infos sucht kann sich z.B. das LiPo-FAQ von Stefans Lipo-Shop genauer durchlesen. Dieser Shop wäre auch mein Tip für den Fall das ihr hochwertige Qualitätsakkus sucht. :-)

 Werden diese Regeln beachtet kann man jahrelang mit diesen Akkus arbeiten ohne das etwas passiert.

Wenn man einen LiPo Akku gut behandelt, max. 80% seiner Kapazität entnimmt und auf Lagerspannung einlagert hat er eine Haltbarkeit von bis zu 300 Zyklen, unter hoher Beanspruchung 100 bis 150 Zyklen.

Will man einen LiPo besonders gut lagern empfiehlt es sich den Akku auf Lagerspannung zu bringen, ihn möglichst kalt zu lagern und alle 3 bis 4 Monate wieder aufzuladen. Die Selbstentladung während der Lagerung ist nämlich Temperatur-abhängig und kann durchaus höher als die Typ-bedingten 1 bis 2% ausfallen.

LiPo Akkus sind ausgesprochen leistungsfähig und dabei sehr leicht. Sie sind ideal für kleine oder auch für sehr leistungsfähige Modelle.

 

Batterien

Ganz so abwegig ist der Gedanke gar nicht. Wenn man sehr selten fährt und Boote mit geringer Stromaufnahme hat wäre eine Ausrüstung mit Batteriehaltern durchaus eine Maßnahme. Man braucht sich über die Lagerung und Pflege der Akkus keine Gedanken machen. Und auch die meisten modernen Sender können mit Batterien betrieben werden.


 

Fazit :

Genau so unterschiedlich wie unsere Modelle sind auch die Anforderungen die unsere Akkus erfüllen müssen. Die Kunst ist den Akku jeweils passend zum Modell auszuwählen. Ich versuche mit möglichst wenigen unterschiedlichen Akkutypen aus zu kommen. 

Meine Modelle haben alle eine überdurchschnittliche See-Ausdauer. ein paar Beispiele :

Barkasse "Sleppco"

2x NIMH Akku je 7,2V 3500 mAh
Fahrzeit im gemischten Betrieb ca. 5 Stunden

Schlepper "Bugsier 33"
1x LiFePO4 2S2P Akku 6,6V 12Ah
Fahrzeit im gemischten Betrieb ca. 8 Stunden

Hochseeschlepper "Smit Rotterdam"
6x LiFePO4 2S2P Akku, zusammen 12V 36Ah
Fahrzeit im gemischten Betrieb ca. 16 Stunden
Fahrzeit im schweren Schleppbetrieb ca. 5 Stunden

Polizeiboot "Bremen 9"
1x LiPo 7,2V 850mAh

Fahrzeit im gemischten Betrieb ca. 1,5 Stunden

Segelboot Micro Magic "Tweety"
 
1x LiPo 7,2V 850mAh
Fahrzeit im normalen Betrieb ca. 2 bis 4 Stunden je nach Wind

Mittwoch, 30. Dezember 2020

Löthilfe für Kleinteile

Um die Schaltausgänge eines TBS Micro Soundmoduls nutzen zu können braucht man Transistoren um die Schaltausgänge zu verstärken. Ein direkter Anschluss von LED ist nicht möglich da die Schaltleistung des Moduls äußerst gering ist. Eine Lösung dafür sind FDC6305N Transistoren. Näheres zur Verwendung des Soundmoduls für Schaltfunktionen werde ich demnächst in einem anderen Beitrag schreiben.

Bei den FDC6305N Transistoren stecken zwei Transistoren in einem winzig kleinen smd-Gehäuse. Was im Micro-Modellbau optimal ist stellt sich in einem größeren Modell als hinderlich raus.


Denn eine "fliegende Verkabelung" geht bestenfalls im Micro-Modell mit Kupferlackdraht. In Modellen wo ich genug Platz habe benutze ich daher kleine Adapter-Platinen.


Damit lassen sich die Transistoren deutlich besser anschließen. Allerdings ist auch das verlöten der kleinen Transistoren auf den Adapter-Platinen nicht ohne Tücken. Dafür habe ich mir jetzt eine kleine Halterung gebaut. Die Platine wird darauf mit einem kleinen Stück Doppelklebeband befestigt. Der Transistor wird aufgesetzt und mit einem 0,8mm Federstahlbügel fest geklemmt.


Nun kann ich problemlos den Transistor unter der Lupe ausrichten und den ersten Pin verlöten. Dann schwenke ich den Federstahldraht zur Seite und verlöte den Rest.

Da ich den Halter aus einem kleinen Hartholz-Keil gefertigt habe ist die Arbeitsfläche beim löten etwas zu mir geneigt was das arbeiten erleichtert.


Viel Spaß beim nachbauen.  :-)

Freitag, 18. Dezember 2020

Die Sache mit dem Rundfahrten-Schiff

Schon vor längerer Zeit ist mir von einem Mitglied meiner Facebook-Gruppe ein Rohbau einer Rundfahrtenbarkasse verkauft worden. Das Modell stammt wohl ursprünglich aus einer Nachlass-Auflösung. In diesem Nachlass waren soweit ich weiß mehrere Bauart-ähnliche Modell vorhanden. In dem Zusammenhang habe ich mehrere Fragen :

1.) kennt jemand den Namen des Erbauers ? Er soll aus dem Süderelbe-Bereich stammen.
Ich würde den Namen gerne auf meiner Modell-Datenkarte nennen können.

2.) kennt jemand das Vorbild meines Modells ?
Vorbild-Fotos würden beim Bau stark helfen.

3.) bei wem sind die anderen Modelle gelandet ?
Es wäre ja schön irgendwann mal die Modelle zusammen auf einer Veranstaltung fahren zu sehen.


Das Modell hat folgende Daten :

Länge : 870 mm
Breite : 220 mm
Tiefgang : 50 mm
Maßstab 1:20

Das Original hätte also die Maße 17,40m x 4,40m.


Es besitzt ein evtl. ferngesteuert bedienbares Cabrio Verdeck in sehr interessanter Bauweise. Die Verdeck-Gestänge bestehen so wie es aussieht aus dem Gestänge eines Schirms.


Bei der Suche nach einem eventuellen Vorbild konzentriere ich mich derzeit auf die Front mit dem innenliegenden Fahrstand mit der nach unten eingezogenen Frontscheibe. Das könnte einen Anhaltspunkt liefern.


Auf jeden Fall ein sehr interessantes Modell mit Potential auch als Funktionsmodell. Derzeit plane ich die Technik und die Inneneinrichtung. So wie es aussieht wird das wohl mein erstes Modell wo die Akkus nur in der Werkstatt tauschbar sein werden. Denn der Ausbau des Zwischenbodens geht nur mitsamt dem ganzen Aufbau. Deswegen wird das Modell voraussichtlich einen 12V 6Ah LiFePO4 Akku aus 4 Zellen der Baugröße 32650 bekommen der dann fest im Modell bleibt und auch im Modell geladen wird. Derzeit denke ich über einen 35mm Brushless Außenläufer nach der einen 40mm Vierblatt Raboesch Prop antreiben soll. Ein Doppelruder sorgt für eine hohe Manövrierfähigkeit und erleichtert das ziehen der Welle zu Wartungszwecken.

Dienstag, 17. November 2020

Zuordnung der Molotow Premium Lacke zu den RAL Farbnummern

Bei den Molotow Premium Lacken handelt es sich um leicht zu verarbeitende Nitro-Alkyd-Lacke in einer Low Pressure Can. Diese Sprühdosen arbeiten mit sehr niedrigem Druck und erzeugen ein richtig gutes Spritzbild mit scharfen Kanten und fast ohne Farbnebel. Die hohe Pigmentierung macht das lackieren SEHR einfach und die Lacke lassen sich sehr gut auch bei niedrigen Temperaturen verarbeiten.

Eine GENAUE Zuordnung der Belton Motow Premium Lacke zu den RAL Farbnummern ist schwierig. Die folgende Liste kann daher nur eine Hilfe zur Zuordnung von zumindest stark ähnlichen Farben sein, ich liste also nur auf mit welchem Farbton ein Ersatz einer RAL-Farbe im Modellbau möglich ist. Eine Gewähr wird nicht übernommen ! Dazu kann man übrigens die Grundierung Kwasni Spraila 300901 nehmen. Außerdem hat Molotow auch selber eine Grundierung unter dem Namen Hitcolor
Haftgrund.


RAL        Entspricht in etwa
1001       Molotow Premium 185
1002
       Molotow Premium 185
1003
       Molotow Premium 004
1004
       Molotow Premium 004
1005
       --
1006
       Molotow Premium 010
1007       --
1011
      Molotow Premium 192
1012
       Molotow Premium 003
1013
       Molotow Premium 005
1014
       Molotow Premium 006
1015
       Molotow Premium 184
1016
       Molotow Premium 001
1017
       Molotow Premium 009
1018
       Molotow Premium 002
1019       --
1021
       Molotow Premium 003
1023
       Molotow Premium 003
1028
       Molotow Premium 010
1032       --
1033
       Molotow Premium 010

2000       Molotow Premium 011
2001
       Molotow Premium 015
2002
       Molotow Premium 030 oder 032
2003
       Molotow Premium 012
2004
       Molotow Premium 014
2008
       Molotow Premium 012
2009
       Molotow Premium 014
2010
       --
2011
       Molotow Premium 027

3000       Molotow Premium 033
3001
       Molotow Premium 033
3002
       Molotow Premium 033
3003
       Molotow Premium 017
3004       Molotow Premium 019
3005       Molotow Premium 019
3007       Molotow Premium 021
3009       Molotow Premium 204
3012       --
3013       Molotow Premium 033
3014       --
3015       --
3016       Molotow Premium 016
3020       Molotow Premium 016
3027
       Molotow Premium 043

4001       --
4003
       Molotow Premium 060
4004       --
4005       --
4006       --
4007
       Molotow Premium 063
4008       --
4010
       Molotow Premium 060

5000       --
5001
       Molotow Premium 107
5002
       Molotow Premium 103
5003
       Molotow Premium 104
5004
       Molotow Premium 106
5005
       Molotow Premium 097
5007       --
5009
       Molotow Premium 116
5010
       Molotow Premium 097
5011
       Molotow Premium 106
5012
       Molotow Premium 098
5013
       Molotow Premium 104
5014       --
5015       Molotow Premium 095
5017
      Molotow Premium 097
5018
       Molotow Premium 120
5019
       Molotow Premium 097
5020
       Molotow Premium 130
5021
       Molotow Premium 127
5022
       Molotow Premium 103
5024
       Molotow Premium 100

6000       --
6001
       Molotow Premium 160
6002
       Molotow Premium 161
6003       --
6004
       Molotow Premium 135
6005
       Molotow Premium 143
6006       --
6007       --
6009       --
6010
       Molotow Premium 160
6011       --
6012      
Molotow Premium 167
6013
       Molotow Premium 171
6014
       Molotow Premium 211
6016
       Molotow Premium 141
6017
       Molotow Premium 147
6018
       Molotow Premium 157
6019
       Molotow Premium 144
6020
       Molotow Premium 166
6021       --
6024
       Molotow Premium 139
6025
       Molotow Premium 164
6026       --
6027
       Molotow Premium 123
6028       --
6029
       Molotow Premium 141
6032       --
6033       --
6034       --

7000       --
7001       --
7003
       Molotow Premium 212
7004       --
7005
       Molotow Premium 219
7006       --
7011
       Molotow Premium 222 / 224
7012
       Molotow Premium 224
7015       --
7016
       Molotow Premium 222
7021
       Molotow Premium 222
7022       --
7023
       Molotow Premium 212
7024
       Molotow Premium 222
7026       --
7030
       Molotow Premium 217
7031       --
7032       --
7034       --
7035
       Molotow Premium 218
7036       --
7037
       Molotow Premium 219
7038
       Molotow Premium 218
7039       --
7040       --
7042
       Molotow Premium 226
7043       --
7044       --
7045
       Molotow Premium 226

8001       Molotow Premium 198
8002       --
8003       --
8004
       Molotow Premium 201
8007       --
8011
       Molotow Premium 207
8012
       Molotow Premium 204
8014       --
8015       Molotow Premium 019
8016       --
8017       Molotow Premium 208
8019       --
8023       Molotow Premium 201
8024       Molotow Premium 206
8025       --
8028       --

9001       Molotow Premium 005
9002       --
9003       Molotow Premium 231
9004       Molotow Premium 214
9005       Molotow Premium 221
9006       Molotow Premium 220
9007       --
9010       Molotow Premium 231
9011       Molotow Premium 221
9016       --
9017       Molotow Premium 214
9018       --