Mittwoch, 20. Juni 2012

Baubericht Feuerlöschbarkasse "Hafendienst 3" [5]

Gestern Abend hat der Rumpf wieder kleine Fortschritte gemacht. Das Deck wurde mit Uhu Endfest 300 eingeklebt. Dieser Zweikomponenten-Klebstoff härtet recht langsam aus und bleibt relativ elastisch. Ein Rempler würde also nicht gleich zu Rissen führen.
Der Rumpf mit dem frisch eingeklebten Deck
Jetzt wird die Klebenaht noch etwas verputzt damit alles ordentlich aussieht. Gleich fahre ich beim Schrotti vorbei um Dachdecker-Blei zu besorgen. Damit kann ich dann Trimmgewichte anfertigen damit die Barkasse eine vernünftige Schwimmlage erreicht.

Mit dem Dachdecker-Blei habe ich auch demnächst noch etwas mehr vor. Aus alten Konservendosen, Rundhölzern, etwas Tauwerk und jede Menge Blei werde ich Dalben anfertigen an denen man das Modell im Wasser festmachen kann.

In den nächsten Tagen geht es dann mit den Aufbauten los. Eventuell mache ich vorher noch eine kleine Probefahrt mit dem Rumpf.

Sonntag, 10. Juni 2012

Baubericht Feuerlöschbarkasse "Hafendienst 3" [4]

Kleine Fortschritte ...

Auch die faulsten aller Werftmitarbeiter müssen mal etwas tun. Gestern abend wurde deshalb begonnen die Ausrüstung in den Rumpf der Barkasse einzubauen.
Im Bug liegt in einer Halterung der Graupner Fahrtregler mit BEC. Akku und Motor werden über T-Stecker angeschlossen. Hierbei verwende ich eine Farbcodierung. Der gelbe Stecker wird an den Motor angeschlossen. Der blaue Stecker stellt die Verbindung zum Akku her. Über dem Motor quer ist ein Polystyrolstreifen eingebaut der den Rumpf aussteift, das Servo trägt und später auch die Befestigung für die Aufbauten aufnehmen soll. Aufgrund der Länge wird die Kraft des Ruder-Servo mit einer 2mm Messingstange auf das Ruder übertragen. Rechts und links von Stevenrohr und Wellenkupplung befinden sich in Akkuboxen die beiden Akkus. Für erste Probefahrten werden hier die beiden 1100 mAh LiPo Akkus verwendet die auf dem Bild zu sehen sind. Später sollen hier zwei  Stück Cytac 3,7V  2900 mAh LiIon (Baugröße 18650) Akkus ihren Dienst tun. Das sollte in Verbindung mit dem recht sparsamen Bühlermotor für lange Fahrzeiten reichen.Außerdem wären die Akkus dann in 30 Minuten schnellladefähig. Das essen einer Currywurst würde also reichen um die Akkus wieder voll zu laden.

Insgesamt werde ich das Modell allerdings mit Blei auf die nötige Eintauchtiefe bringen müssen. Das ist sinnvoller als schwerere Akkus zu nehmen. Denn mit dem Blei bekomme ich den Schwerpunkt weit nach unten was für eine stabilere Schwimmlage sorgt. Außerdem kann ich so mit zurecht geschnittenen Stücken einer Schwimmnudel dafür sorgen das das Modell unsinkbar wird. Gerade bei kleinen Modellen ist das durchaus sinnvoll da man bei Rangeleien mit anderen Modellen schnell den kürzeren zieht.

Das Wellenbild bei halbwegs vorbildgerechter Geschwindigkeit.
Einen Tag später wurde dann, mit provisorisch dichtgeklebtem Rumpf (am Bug schaute nur der Schalter für die Elektrik raus) eine Proberunde auf dem Ententeich im Stadtpark gefahren. Die Ruderwirkung ist für eine Barkasse wirklich gut. Ein Wendekreisdurchmesser von 2 Schiffslängen ist wirklich brauchbar.

Bei "Vollgas" sieht das schon ganz anders aus ...
Da die Barkasse einen Nebenjob als Bergeboot hat ist sie stark übermotorisiert. Das hat natürlich noch einen Vorteil : man kann anderen Booten die auf Rammkurs sind gut abhauen.

Bei Vollgas erreicht das Modell später recht beachtliche Geschwindigkeiten.
Allerdings sinkt das Heck bei Vollgas stark ein. Da werde ich auf eine sehr gute Abdichtung achten müssen.

Sonntag, 6. Mai 2012

Faule Zeiten

In den letzten Wochen bin ich nur wenig zum basteln gekommen. Etwas hat sich allerdings schon getan. In einer ungenutzten Ecke im Wohnzimmer (Nicole hatte hier früher ihren Schreibtisch) habe ich mir eine Bastelecke eingerichtet.
Das hat den großen Vorteil das ich meine Bastelsachen nicht immer wieder wegräumen muss. Klar, auf dem Küchentisch ist mehr Platz. Aber eben immer nur für begrenzte Zeit.
Die neue Werkstattecke mit Lupenleuchte, Schutzplatten an der Wand,
diversen Werkzeugablagen und (auf der rechten Seite knapp zu sehen) dem roten Werkstattwagen.
Mit der neuen Werkstatt-Ecke kann ich demnächst auch an Tagen wo wenig Zeit ist mit meinen Modellbauarbeiten weiter machen.

Auf den folgenden Bildern mit der (relativ kleinen) Micro Magic kann man auch gut sehen warum ich mich auf kleine Modelle beschränke. Das ist einfach in einer kleinen Wohnung notwendig. Schließlich gibt es auch noch Sachen außerhalb des Modellbaus die in unserer Wohnung stattfinden sollen.


Eine kleine, neue Bastelei ist in den letzten Tagen auch entstanden. Die Micro Magic brauchte einen Ständer. Aus einem Frästeilesatz von Frank Campsen entstand also der neue Ständer für das Boot. Er bietet zusätzlich Stauraum für den Fernsteuersender, diverse Kleinteile und mehrere, unterschiedliche Kiele. So kommt man in Zukunft einfach mit dem ganzen Zeug an den See.
Der Tragebügel lässt sich umlegen um am See besser am Boot arbeiten zu können.
Gut zu sehen ist auch die geöffnete Schublade.
Die Rückansicht.
Ansicht von vorne mit geschlossener Schublade.
Jetzt muss der Bootsständer "nur" noch geschliffen und lackiert werden. Für diese Arbeiten werde ich erstmal auf gutes Wetter warten und mich dann mit dem Ständer und Material an das Rheinufer setzen. Schleifstaub und Farbnebel sind nicht so förderlich für den Zustand unserer Wohnung. Eine schwierige Entscheidung ist allerdings noch die Farbwahl. Die Lackierung sollte neutral sein da der Ständer später für mehrere Micro Magic genutzt werden soll.


Kleines Update nach der ersten Woche mit dem neuen Bastelplatz :
Ich muss sagen das sich das ganze wirklich bewährt. Dadurch das ich meinen Bastelkram nicht immer wieder wegräumen muss komme ich viel öfter dazu wenigstens ein paar Minuten etwas zu tun.

Der schon vorgestellte Pollux-Gfk-Rumpf wird zur Zeit weiter bearbeitet. Die Vibrationen des Antriebs habe ich mittlerweile fast völlig abstellen können. Gerade entsteht eine Servo-Halterung für das Ruder-Servo. Nach einem Antriebstest im Waschbecken steht eines fest : der Schlepper wird total übermotorisiert. Mit einem 11,1V LiPo Akku provisorisch verdrahtet habe ich ganz vorsichtig den Regler aufgemacht. Im Waschbecken ging das nur bis Halbgas. Ein kleines Stück weiter warf der Schlepper plötzlich das Wasser über den Waschbeckenrand. Schön, er soll ja schließlich auch richtig schleppen können. Allerdings werde ich den Schlepphaken wohl auf einem Schleppbock unter Deck verschrauben müssen.

Sonntag, 11. März 2012

Einkaufen in Hong Kong

Schon mehrfach habe ich erwähnt das ich in Hong Kong einkaufe. Da kann man gerade was Modellbauelektronik angeht viel Geld sparen. Sicher ist das einkaufen in Asien, gerade wenn man mit Kreditkarte bezahlt, mit einem gewissen Risiko verbunden. Man weiß ja nie wer da "am anderen Ende" die Kreditkartendaten alles zu sehen bekommt. Auch hört man immer mal wieder von Kredtikartenmissbrauch.

Ich schütze mich ganz einfach :
Genutzt wird eine Preepaid-Kreditkarte. Sie kann (wie ein Preepaid-Handy) an der Tankstelle aufgeladen werden. Nur dieses Geld kann dann zum einkaufen genutzt werden. Gerade da ist der Witz. Es kann nämlich kein Geld über den Aufladebetrag hinaus gestohlen werden. Und wenn ich merke das jemand Missbrauch mit meinen Kartendaten versucht mache ich einfach die Karte platt und hole mir eine andere. Einen kleinen Nachteil hat das ganze jedoch : nicht jeder Webshop akzeptiert die Preepaid-Kreditkarte da auf der Karte nicht mein Name als Karteninhaber genannt ist.

Ansonsten läuft das einkaufen in Asien fast so wie in einem europäischen Webshop. Als Kontaktsprache mit dem Support-Team wird englisch genutzt. Meine letzten Bestellungen haben immer zwischen 3 und 5 Wochen Laufzeit gehabt. Klar, das ist eine lange Zeit. Aber Modellbau ist planbar. Man wird selten von Bedarf überrascht.

Noch ein Wort zum Zoll :
Wenn das Päckchen ankommt bekommt man als erstes nur einen Schein mit einer "Einladung" vom Zoll. Dann nimmt man seine Unterlagen (Bestell-Unterlagen, Rechnung und Zahlungsnachweise) mit und fährt das Päckchen abholen. Gerade im Fall von Hobbyking ist das mitnehmen der Unterlagen wichtig. Ohne die Unterlagen gibt es Probleme da Hobbyking wohl auch schon mal frisierte Rechnungen ausgestellt haben soll. Bei Paketen unter 22 Euro Wert (incl. Versand !) braucht man weder Zoll noch Einfuhrumsatzsteuer zahlen. Zwischen 22 und 150 Euro zahlt man nur 19% Einfuhrumsatzsteuer, darüber hinaus kommt noch Zoll dazu. Wichtig : beim Zoll könnt ihr nur bar zahlen. Karten nehmen die nicht. Das ganze Zollverfahren kann man übrigens auch per Post abwickeln. Man braucht also nicht hinfahren, es dauert nur länger.

Sonntag, 30. Oktober 2011

Meine neue Taschenlampe

Vor ein paar Tagen bekam ich etwas verspätet mein Geburtstagsgeschenk von meiner Frau.


Eine Xeno E03 V3 XM-L Neutral White Taschenlampe. Diese handlich kleine Taschenlampe wird im Normalfall mit einem Eneloop AA-Akku betrieben. Sie erreicht wirklich erstaunliche Leistungsdaten.
Ultra Low : 20 Lumen Lichtleistung bei 20 Stunden Betriebsdauer
Low : 45 Lumen bei 4 Stunden Betriebsdauer
High : 120 Lumen bei 1 Stunde Betriebsdauer


Richtig scharf wird das ganze allerdings erst bei Verwendung eines 14500er LiIon Akku.
Ultra Low : 80 Lumen für 2,5 Stunden
Low : 280 Lumen für 45 Minuten
High : 430 Lumen für 20 Minuten !

Dadurch das die Lampe mit 21,5mm einen Durchmesser hat der identisch ist mit einigen Fenix Lampen kann man das Zubehör von Fenix nutzen.











So wird die Lampe noch vielfältiger nutzbar. Mit dem orangem Difusor-Stab (oben) kann man im dunkeln Fahrzeuge einweisen. Der kleine, klappbare Difusor (links) ermöglicht es z.B. mit der Lampe blendfrei zu lesen. Mit dem Lamp Shade wird die kleine Taschenlampe zur Zeltlaterne.

Durch das neutral-weiße Licht ist die Lampe sehr angenehm zu benutzen. Wasserdicht ist sie übrigens auch.

Wenn man das winzige Teil mal mit "der ultimativen Taschenlampe" früherer Zeiten (Maglite 3D-Cell) vergleicht wird der Fortschritt erst richtig deutlich, die MagLite ist eine Funzel dagegen.

Eine ausführliche Beschreibung der Lampe findet ihr übrigens hier.

Einfach nur mal schippern gehen ...

In einem der letzten Beiträge hatte ich ja geschrieben das sich der Regler meines Fischkutters verabschiedet hat. Nun, nach längerer Bastelei stellte sich raus das da wohl das Umpol-Relais dran Schuld ist. Letzte Nacht habe ich das ganze soweit repariert das ich eine kleine Probefahrt wagen konnte.

Also ging es heute zum Adenauer Weiher in Köln. Aus dem RC-Modellbau-Schiffe Forum wusste ich das sich dort ein paar Leute treffen wollten.

Die Probefahrt wurde ein Erfolg. Es funktioniert wieder alles. Das ist schon mal beruhigend. Es kam wie man sehen kann auch zu einem Treffen mit einem weiteren Klon der Graupner Elke. Da sieht man doch mal was allein eine unterschiedliche Lackierung des Modells für Unterschiede bringen kann. Das Schiff wirkt komplett anders. Es war nur sehr schade das der Wind zum segeln absolut nicht reichte. Na ja, ein anderes Mal wird das besser gehen.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Mein Wunschzettel an Industrie und Handel (im Bereich Schiffsmodellbau)

Heute habe ich gehört das sich Robbe von einem (kleinen) Teil seines Schiffsmodell-Programms trennen will. Gesundschrumpfen nennt man das wohl. In diesem Fall kann ich die Gründe durchaus nachvollziehen denn man will sich von Modellen trennen die in der Produktion extrem teuer sind.

Was mir aber sehr negativ auffällt ist ein Schrumpfungsprozess der garantiert NICHT zu Gesundheit führt. Es gibt mittlerweile nur noch ein mehr als grobmaschiges Netz an Fachhändlern. Selbst in Großstädten sucht man viel zu oft vergebens. Die wenigen noch vorhandenen Händler suchen ihr Heil in den Mini-Hubschraubern und einigen RTR-Modellen. Bauteile für Schiffsmodelle sucht man leider meist vergebens. Wenn man etwas braucht kann man das nicht in die Hand nehmen und auf Tauglichkeit prüfen. Klar, es kann alles bestellt werden. Aber das kann ich im Internet auch. Da hab ich dann sogar ein erweitertes Rückgaberecht. Also wozu brauche ich dann den Fachhändler noch ?

Ich kann natürlich jeden Fachhändler verstehen der sich eben nicht ein immer größer und undurchschaubarer werdendes Angebot als Lagerware hinlegen will. So etwas bindet Kapital in einer Größenordnung wie es sich heute kein Händler mehr leisten kann. Also müssten neue Lösungen her.

Meine Vorstellung sieht so aus :
Der Händler hat in seinem Laden ein paar große Wände mit vielen hundert Setzfächern. In diesen Fächern liegen die einzelnen Bauteile. Und zwar alle nur mit einem Teil pro Größe. Dafür aber alle Größen und Ausführungen. Diese Teile dienen nur als Ansichtsexemplare und werden nicht an Kunden rausgegeben. Der Kunde macht nun einen Bestellschein fertig. Dies könnte sogar automatisiert mit einem Barcode-Scanner passieren. Und der Händler bestellt sofort online beim Lieferanten/Hersteller. Innerhalb von 48 Stunden könnte so die Ware beim Händler abholbereit sein.
Vorteil für den Hersteller : ein kontrollierbares Geschäft über Fachhändler und langsam wieder steigender Umsatz.
Vorteil für den Händler : steigender Umsatz da man sich wieder besser gegen das Internet behaupten kann, sinkende Kosten durch weniger Lagerhaltung
Vorteil für den Kunden : Alle Bauteile als Ansichtsexemplare vor Ort vorhanden, schnelle Lieferung, auf Dauer gleichbleibende oder sinkende Preise.

Ein zusätzlicher Vorteil wäre das ein Händler bei dieser Methode auch in der Lage wäre sich exotische (Kleinserien-)Bauteile als Ansichtsexemplare hinzulegen. So könnte das Angebot in den Fachgeschäften steigen anstatt langsam zu versiegen.

Kommen wir zu den Herstellern :
Mein Wunsch wäre ein modular aufgebautes Anfängerschiff. Ein Rumpf (Gfk oder ABS), 3 oder 4 verschiedene Aufbau-Variationen (Frästeile aus Polystyrol), zwei verschiedene dazu passende Antriebsvarianten und darauf abgestimmte Komplett-Sets für die Technik. Das alles bei überschaubaren Kosten und nachträglich aufrüstbar.
Außerdem gibt es eine ganze Reihe Klassiker die bei eBay horrende Preise erzielen die man mit vertretbaren Kosten wieder auflegen könnte.
Durch moderne Möglichkeiten wie CNC-fräsen oder Lasertechnik könnte man bei vertretbaren Kosten Modelle auch in kleineren Stückzahlen auflegen was für mehr Abwechslung an den Teichen und auch für mehr Umsatz sorgen würde. So könnte z.B. eine kleine Arbeitsbarkasse aufgelegt werden. Auf dem selben Rumpf könnte man ein Festmacherboot herstellen. Ein kleiner Schlepper könnte z.B. als Dampfschlepper auf den Markt kommen. Einige Zeit später bringt man den Schlepper auf dem selben Rumpf in modernisierter Form als Dieselschlepper raus. In der nächsten Stufe könnte man den selber Schlepper noch einmal moderniseren mit einem neuen (Hub-)Steuerhaus und Schubschulter. Ein Rumpf - ein Antriebsset -> 3 grundverschiedene Modelle mit breitem Einsatzspektrum.

Man könnte viel erreichen wenn man die ausgetretenen Pfade verlassen und etwas Mut zeigen würde. Dann wäre es auch leichter Nachwuchs zu generieren. Das käme uns allen zu Gute.

Hoffen wir das Beste das uns die wenigen verbliebenen Händler erhalten bleiben und das wir alle zusammen neue Wege finden das Hobby weiter ausüben zu können.

VG, Holger

Kleine Feierabend-Bastelei

Gestern abend spät überkam es mich : ein schwerer Anfall von Bastelwut. Genauer gesagt, ich bekam die Transporthülle für die Micro Magic Riggs aus schrottiger Wellpappe in die Hand. Sorry Stephan, ich konnte das Teil einfach nicht ansehen.

Irgendwo in den Tiefen meiner Regale hatte ich noch Platten aus einem relativ weichen, Wellpappe-ähnlichen Material. Aber eben Kunststoff. Aus diesen Platten, breitem Klebeband und ein paar Klettbändern hab ich also letzte Nacht mal schnell Transportköcher für die Riggs der Micro Magic gebaut.

Das ganze sieht nun so aus :

 Das erste Bild zeigt einen Rigg-Köcher aufgeklappt mit dem Standard-Rigg. Das weiße Klebeband bildet den Rücken und gleichzeitig das Scharnier. Die schiefe Schnittkante wurde wohl durch die sehr weit fortgeschrittene Uhrzeit verursacht. Wie war das ? Schief ist englisch und englisch ist modern ...

Hier dann mal noch beide Rigg-Köcher nebeneinander.

10 Minuten Arbeit und schon sind die Riggs einzeln und sicher untergebracht. Gerade wenn ich das Boot im Wohnwagen mitnehmen will (und dafür ist es vorgesehen) muss alles sicher verstaut werden können. Schließlich will ich nicht im Urlaub als erstes Bruch reparieren müssen.

Dienstag, 11. Oktober 2011

Ein neues Boot verstärkt die Flotte

Schon wieder kann ich einen Zuwachs in der Flotte vermelden. Die "Tweety", eine ältere Graupner Micro Magic classic wurde von mir gebraucht erworben. Sie soll später im Wohnwagen mit uns auf Reisen gehen damit ich auch im Urlaub segeln kann.





































Das Modell stammt von Stefan Ungeheuer, der mit diesem Modell seine erste Micro Magic abgab. Zu dem Modell bekam ich ein normales Rigg in rot/gelb und ein Sturm-Rigg komplett in rot. Bis auf etwas Kosmetik und einige Details die überarbeitet werden müssen ist das Modell segelfertig. Am kommenden Wochenende werde ich einen Eneloop-Empfängerakku und einen 40 MHz Empfänger einbauen. Mal sehen ob ich es auch noch schaffe eine Probefahrt zu machen. Dann gibt es auch einen ausführlicheren Bericht mit mehreren Bildern. Auf jeden Fall werde ich am Wochenende einen Koffer für die Segelsätze bauen.

Update vom 16.10. :
Das Boot ist nach dem Einbau einiger neuer Schoten mittlerweile segelbereit. Ich denke das ich am Montag, den 17.10. eine kleine Probefahrt machen kann. Dann wird es auch ein paar neue Bilder geben. Schließlich sieht so ein Boot dann am besten aus wenn es auf dem Wasser unterwegs ist.

Update vom 17.10. :
Hier sind dann mal die versprochenen Bilder von der Probefahrt. Leider konnte ich nur die Handy-Kamera nutzen. Ich denke aber mal das man sie trotzdem ansehen kann.









Mittwoch, 21. September 2011

Baubericht Feuerlöschbarkasse "Hafendienst 3" [3]

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen ...

Die heutigen, kleinen Fortschritte betreffen wieder den Rumpf. Ein schmaler Streifen aus 2mm Polystyrol musste innen als Decksauflage eingeklebt werden. Stück für Stück, ausgerichtet, mit Klemmen festgesetzt und mit Sekundenkleber verklebt.
Wie auf dem Bild zu sehen ist habe ich auch schon die Bohrung für das Stevenrohr eingebracht. Sie wurde mit 2mm vorgebohrt, dann mit 4mm aufgebohrt und zum Schluss auf 6,5mm erweitert. Hierbei musste extrem vorsichtig gearbeitet werden da die Bohrung exakt ausgerichtet sein sollte.









So wird später die 4-Blatt Messingschraube am Heck des Schleppers sitzen und für Vortrieb sorgen.

Der Original Graupner Rumpf hat an der Innenseite eine Nut in die das sehr passgenaue Deck aus dem Frästeilesatz buchstäblich eingerastet werden kann. Ja ... der Originalrumpf. Den hab ich aber nicht. Da bei dem Gfk-Rumpf diese Nut nicht vorhanden ist muss ich das Deck natürlich rundum etwas schmaler schleifen.
Eingeklebt wird das Deck aber erst wenn die Technik komplett in den Rumpf eingebaut ist denn ohne das Deck ist viel mehr Platz für meine Wurstfinger ...

Nachdem nun das Stevenrohr eingesetzt war konnte ich auch Ruderkoker und Ruderblatt in Angriff nehmen.








Das Deck ist übrigens nur lose eingelegt. Die Ruderwelle muss noch gekürzt und mit einem neuen Gewinde versehen werden. Durch die recht große Ruderfläche sollte das Modell sehr wendig werden. Ich überlege noch die Ruderwelle oberhalb vom Servoarm noch einmal zu lagern um die Kräfte besser abzufangen. Schließlich soll die Barkasse auch für härtere Bergeeinsätze genutzt werden können.

In jedem Fall wird auch die Welle noch einmal gelagert. Hierzu wird eine Trennwand quer in den Rumpf eingebaut. Diese Trennwand wird wasserdicht ausgeführt und soll die Barkasse zusammen mit anderen Maßnahmen unsinkbar machen. Außerdem wird an dieser Trennwand das Ruderservo seine Halterung bekommen. Auch sollen über die Trennwand die Kräfte des Schlepphakens in den Rumpf eingeleitet werden.

Sonntag, 24. Juli 2011

Havarie [1]

Da hab ich heute eine kleine Probefahrt gemacht. Gleichzeitig sollten ein paar Bilder entstehen. Nun, das hat auch soweit geklappt. Aber dann kam der Klabautermann an Bord. Der Antrieb der HF.403. "Sophie" tut keinen Mux mehr.

Es gibt nur zwei Möglichkeiten. Entweder ist der Motor oder der Fahrtregler abgeraucht.

Gott sei Dank geschah das so dicht am Ufer das ich mit einigen Verrenkungen den Kutter mit der Antenne meines Senders an das Ufer ziehen konnte. Was hätte ich eigentlich gemacht wenn ich mit der 2,4 GHz Anlage unterwegs gewesen wäre ? Die 12cm Antenne wäre mir dann kaum eine Hilfe gewesen.
Für solche Fälle muss auch noch eine Lösung her ...


Nun stellt sich die Frage ob ich die etwas angestaubte Technik des Modells jetzt schon überarbeite. Eigentlich wollte ich die Saison noch mit der alten Technik beenden um dann im Winter die Technik in Ruhe überarbeiten zu können. Natürlich könnte ich einfach einen neuen Fahrtregler einbauen und damit weiter fahren. Aber leider sind im Modell teilweise starre Drähte verbaut worden. Das birgt immer ein gewisses Risiko für Brüche und damit natürlich auch für Pannen deren Ursache kaum zu finden ist. Ich bevorzuge flexible Litzen in unterschiedlichen Farben je nach Verwendung. Außerdem möchte ich das Licht, das Radar und den Sound über die Fernsteuerung schalten können. Dazu soll noch ein modernes Soundmodul eingebaut werden da dann mehr Möglichkeiten zur Verfügung stehen werden.

Ich glaube das ich jetzt erstmal die einschlägigen Kataloge/Internetseiten nach Material durchsuchen werde.


Update : Es ist definitiv der Fahrtregler abgeraucht. Für den Rest der Saison bekommt der Kutter provisorisch einen neuen Fahrtregler eingebaut da ich unbedingt mit Schiff zum Schaufahren ins Schwimmbad Eschbachtal möchte. Danach erst wird der Kutter technisch neu ausgerüstet.

Mittwoch, 20. Juli 2011

Baubericht Feuerlöschbarkasse "Hafendienst 3" [2]

Heute gibt mal nur ein ganz kleines Update zur Feuerlöschbarkasse.

Der Gfk-Rumpf muss zur Ermittlung der Zuladung verwogen werden. Fertig beschnitten mit ausgebohrten Speigatten und Klüsen wiegt der Rumpf leer nur 79 Gramm.

Um zu wissen welche Technik möglich ist muss man ziemlich genau wissen was der Rumpf zuladen kann wenn er bis zur Wasserlinie eintaucht. Das hier kam dabei raus :
Bei 882 Gramm Ballast blieb die Waage stehen. Rund 950 bis 1000 Gramm Betriebsgewicht sollten eigentlich richtig sein. Mitten drin im Ballast liegt übrigens auch schon der für das Boot vorgesehene Bühler Langsamläufer Motor. Der ist zwar "etwas" oversized für das Modell, wird aber gerade bei Schleppaufgaben große Vorteile haben. Übrigens wiegt der Motor alleine 139 Gramm. Die Edelstahl-Welle, das Messing-Stevenrohr, Kardan-Kupplung und die 4-Blatt Messingschraube (Durchmesser 32 mm wiegen zusammen 46 Gramm.

Nach dem Bau des Bootes und dem Einbau der Technik werde ich versuchen das Gewicht von 1000 Gramm durch möglichst große Akkus zu erreichen. Ich bin mal gespannt wie lang das Boot "auf See" aushalten wird. Aber eines ist jetzt schon klar : das wird SEHR lang sein ! Nach meiner bisherigen Planung wird es wohl auf zwei Stück 3S Lipo mit mindestens je 1500 mAh rechts und links von der Antriebswelle rauslaufen. Das Modell wird also wohl 11,1 Volt und 3000 mAh (oder mehr ?) Akkukapazität bekommen. Und das ist auch gut so, desto mehr Spaß kann man mit dem Modell haben.


Weiter geht es jetzt erstmal mit dem Ständer für das Modell. 2 passgenaue Platten werden aus einer Leimholzplatte ausgesägt. Nach dem verschleifen werden die Platten durch 10mm Rundstäbe miteinander verbunden.


Gewichte bis jetzt : 277 Gramm
Rumpf : 79 Gramm
Motor : 139 Gramm
Stevenrohr, Welle und Stellring : 19 Gramm
30mm 4 Blatt Messingschraube : 5 Gramm
Raboesch Kardankupplung : 18 Gramm
7 Kanal Graupner R700 Empfänger mit Quarz : 17 Gramm